Donnerstag, 18. Mai 2017

Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge

Gegen das Vergessen 



">>Wo ist Jiri? Wo sind unsere Freunde?<<
Er zeigt mir die ascheverklebten Hände und sein verstaubtes Hemd. Sein Blick geht ins Leere." 
- Seite 250

Der Gedanke, dass es eine Zeit gab in der eine Glühbirne für acht Jungen die Welt bedeutete, ist merkwürdig und traurig zugleich...

"Die Dunkelheit ist die Welt der Worte, aber bei Licht genügt auch die Stille, da gab es keinen Zweifel." 
- Seite 15 

Matteo Corradini trumpft auf mit einer möglichst authentischen Schilderung der damaligen Geschehnisse und verwebt diese mit einer lebhaften und metaphorischen Erzählweise.
Dennoch fiel es mir schwer mich in den Erzähler hineinzuversetzen. Die Ich-Perspektive und der fehlende Name des Jungen machten es mir etwas schwer.

"Die Nazis kennen den Unterschied zwischen denen und uns ganz genau. In den allermeisten Fällen hat ein Krimineller das Recht, weiterzuleben. Ein Jude nicht. Das ist der Unterschied."
- Seite 26

Die Jungen unterhalten sich scheinbar emotionslos über Nichtigkeiten, während vor ihren Augen Männer getötet werden.
Was für uns völlig unmöglich erscheint, war damals für diese Jungen nötig um überleben zu können. Weinen und jammern brachte ihnen gar nichts...!
Und so nahmen sie alles in sich auf, was am Tage geschah um es nachts heimlich aufzuschreiben um später eine Zeitung daraus zu machen. Ihr eigener kleiner Widerstand gegen die grausame Realität des Naziregimes...

"Wir riskieren unser Leben [...], um am Leben zu bleiben. Irgendwie seltsam, wahrscheinlich wäre es besser, nichts zu tun, um mit heiler Haut wieder nach Hause zu kommen. Es ist, wie mit einem Messer zu spielen, um sich nicht zu schneiden. Unlogisch. Und doch funktioniert es. Es ist eben so."
- Seite 63

Dem ganzen Buch hängt auch ein Hauch Wahnsinn an, da man die Träume des
Ich-Erzählers oft nicht sofort als Träume und Gedanken ausmachen kann. So unterhält er sich plötzlich scheinbar mit einem Toten, obwohl er eigentlich doch in seinem Bett liegt.
Dieses Verwischen der Realität passt sich aber wunderbar an das Buch an, da auch Theresienstadt selbst den Jungen oft wie ein Traum erscheint... wie ein Alptraum...

"Alpträume kann man überstehen, ohne Angst, in Theresienstadt beginnen die Probleme erst, wenn man die Augen öffnet."
- Seite 104

Dieses Buch hat kein schönes Ende... dafür aber ein ehrliches... mit vielen Emotionen...

"Sie schließen die Türen von außen. Schreie sind zu hören..." 
- Seite 284 






Autor: Matteo Corradini
Preis: 8,99 €
Seitenanzahl: 288
Übersetzer: Ingrid Ickler
Verlag: cbj
Leseprobe: >> gibt es hier <<

Montag, 15. Mai 2017

vergessene kinder

Rezension 


Autor: luna darko
Preis: 12,00 €
Seitenanzahl: 
Verlag: Community Editions
Website:  >> hier lang <<


„Ja, es ist mir egal, dass ihr mich nicht kennt. Ja, vielleicht ist auch irgendwas bei mir kaputt, weil ich mich nicht für euch und eure Leben interessiere, aber wieso sollte ich es vorheucheln, nur damit es euch besser geht?“
- Seite 39


Pia möchte keine 18.Jahre alt werden… Sie möchte nicht erwachsen sein… So steht ihr Entschluss sich das Leben zu nehmen und ihrem besten Freund Momo zu folgen eigentlich schon fest, als sie Tom kennen lernt, der so anders ist als alle anderen, die sich bloß an Oberflächlichkeiten klammern…
Sie beginnen zu reden und Pia hat zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl, sich nicht verstellen zu müssen… sie selbst sein zu können…

Aber wer ist sie überhaupt…?
Hat sie sich vielleicht schon längst selbst verloren…?

„Niemand weiß, wer ich wirklich bin, ich selbst am wenigsten.“ 
- Seite 81

Meine Meinung: 
Luna Darko schafft hier kein Buch und keine einfache Geschichte, sondern ein Kunstwerk in Buchform… Die Geschichte an sich - voller Abgründen und Schönheit  - wird immer wieder von Zeichnungen, Fotos, Bildern, Songs und handschriftlichen Notizen unterbrochen… Die Starrheit und Gradlinigkeit eines normalen Buches werden durchbrochen.

Die Geschichte an sich überzeugt durch Schwermut, außergewöhnliche und doch wahre Gedanken… Man verliert sich niemals ganz… es braucht nur die richtigen Menschen, die richtige Situation um sich selbst wieder zu finden… um die Freiheit des Lebens wieder schmecken zu können.

Während des Lesens lernen wir sowohl Pias als auch Toms Gedanken kennen. Wir springen zwischen Toms und Pias Köpfen hin und her und landen zwischen durch sogar in Pias Tagebuch.

Man kann schwer beschreiben, welchen Eindruck dieses Kunstwerk in einem hinterlässt… Man erfährt einiges über sich selbst und über die eigene Umwelt. Man beginnt über manche Dinge nachzudenken, die man bisher als normal hingenommen hat… Aber was ist eigentlich normal…?

Dieses Buch ist der Weg zu sich selbst… zumindest für Pia… und Tom…

„Um einen anderen Menschen lieben zu können, muss man sich selbst erst lieben lernen. So sagt man doch, nicht? Aber was, wenn man sich nicht ausstehen kann? Oder was, wenn man nicht mal weiß, ob man sich selbst mag, weil man überhaupt keine Ahnung hat, wer man ist, oder wie man herausfinden soll, wer man ist?
>>Kennst du das, wenn man in sich hineinhören will, aber keine Stimme da ist?<<“
- Seite 112

Sonntag, 14. Mai 2017

Monatsrückblick April



Ich habe es geschafft, trotz Uni, Arbeit und sonstigen Verpflichtungen 2431 Seiten zu lesen.
Das sind immerhin noch 357 Seiten mehr als im März.

Gelesen:

  • Der letzte Überlebende - Sam Pivnik (aus dem März mitgenommen)
  • Die Finstersteins 2 - Kai Lüftner
  • Zimt & Zurück - Dagmar Bach
  • Mein Freund Pax - Sara Pennypacker
  • Im Wolfsland - Uta Reichardt
  • Anbaggern tinderleicht - Dünschede & Kober
  • Smoke - Dan Vyleta
  • Vergessene Kinder - Luna Darko
  • Dark Horses - Cecily von Ziegesar (Hälfte geht mit in den Mai)

Einiges an Lesezeit ging für Gesangsunterricht, Theaterbesuche, die Geburt meines Neffen und Geburtstage drauf (auch meinen eigenen). 
Letzteres wird wohl auch der Fall sein, warum mein SuB ordentlich wachsen konnte... 

Neuzugänge: 
  • Der König der Löwen (Disney Hörspiel) 
  • Die Festung am Rhein - Maria W. Peter
  • Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge - Matteo Corradini
  • Pan Schuber - Sandra Regnier
  • Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben - Ben Furman
  • Das Glück hat vier Farben - Lisa Moore
  • Zeitsplitter - Cristin Terrill
  • Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt - Nicola Yoon
  • Night School 5 - C.J. Daugherty
  • Stille Nacht - Tanja Heitmann u. a. 
  • Versteinerte Seelen - Chandler
  • Der Maskenmörder - Nina Blazon
  • 6 Bücher der Reihe Black Dagger  von J.R. Ward
  • Stolz und Vorurteil - Jane Austen
Da ich dieses Mal so spät mit dem Rückblick bin, lasse ich den Ausblick auf den Mai einfach mal weg. Zu lesen habe ich ohnehin genug ;) :D 


PTBS-Assistenzhund

Hilferuf

Eigentlich sollte mein Blog immer nur meiner Liebe zu Büchern dienen, aber nun möchte ich mit einem sehr persönlichen Anliegen an euch herantreten.

Wer meinen Blog schon eine Weile verfolgt, der weiß, dass mir manche Bücher und Geschichten sehr am Herzen liegen und dass diese oft auch sehr kritisch hinterfragt werden in meinen Rezensionen.
Zwei dieser Themen sind Gewalt und Missbrauch.

Das mir diese Themen so wichtig sind, liegt daran, dass ich selbst an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leide, aufgrund sehr schlimmer Erfahrungen in meiner Kindheit.

Nun gibt es etwas oder besser gesagt jemanden, der mir bei vielen meiner Probleme helfen kann: Ein PTBS-Assistenzhund! Meine Therapeutin ist fest davon überzeugt, dass er mir helfen kann.

>> Mehr über diese Hunde erfahrt ihr hier <<

Das Problem ist, dass diese Assistenzhunde sowohl in der Anschaffung, als auch in der Ausbildung sehr teuer sind.
Aufgrund meiner Erkrankung ist es mir kaum möglich zu arbeiten, daher habe ich einen Spendenaufruf gestartet und würde mich sehr freuen, wenn sich vielleicht jemand daran beteiligt oder ihn teilt:

https://www.leetchi.com/c/pool-von-ronja-19535214


Ihr könnt auch über Gynny.de für mich spenden. Und das sogar ohne euer eigenes Geld wirklich an mich abzugeben. Denn für jeden Einkauf in einem Online-Shop spendet dieser Prozente an mein Projekt. Unter anderem sind dort Shops dabei, wie buch.de, bonprix und Elbenwald... Es wäre super, wenn ihr vor eurem nächsten Einkauf schaut, ob euer Shop dabei ist!

Zu Gynny.de:
http://www.gynny.de/projekte/2889/eigenstaendiges-leben-mit-ptbs-hund

Das Prinzip von Gynny.de:

  • Immer erst zu gynny.de, dort den Shop oder das Produkt aussuchen und von dort zum Shop. Für Produkte, die bereits vorher im Warenkorb lagen, zahlen die Shops keine Gutschriften. Wenn Du also im Shop Produkte in den Warenkorb legst, dann zu gynny.de gehst, von dort wieder zum Shop, ist es Essig mit der Gutschrift!
  • Auch die Verwendung von Gutscheinen, die nicht von gynny kommen, kann zum Verfall der Gutschrift führen
  • AdBlocker verhindern ebenfalls Gutschriften
  • Wenn dein Browser Cookies blockiert, führt das ebenfalls dazu, dass die Gutschrift nicht erfolgt



Ich danke euch!
Nun zurück zu den Büchern...

Sonntag, 30. April 2017

Smoke

Rezension 


Autor: Dan Vyleta
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 624 
Übersetzer: Katrin Segerer
Verlag: carl's books
Leseprobe: >> gibt es hier <<




Inhalt: 
England, Ende des 19.Jahrhunderts:
Jegliche Sünde (Bosheit, Lüge, Gewalt etc.) zeigt sich als Rauch, der unkontrolliert dem Körper der Menschen entweicht.
Nur die adlige Elite des Landes hat den Rauch halbwegs unter Kontrolle. Die Kinder werden dafür auf Elite-Internate geschickt, wo sie diszipliniert werden sollen. Doch Thomas raucht einfach immer wieder. Zusammen mit seinem Freund Charlie beginnt er die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen.
Dabei stoßen die Jungen auf eine Verschwörung, die nicht nur sie selbst betrifft und schon bald müssen sie um ihr Leben fürchten…

Meine Meinung: 
Was mit viel Potential startet, lässt leider im Laufe der Geschichte sehr stark nach, bis am Ende nur noch Fassungslosigkeit und Verwirrung bleibt. Und die Frage: „Was war das?“

Die Story an sich ist wirklich gut und wenn ich nur diese beurteilen müsste, würde ich euch allen sagen, lest dieses Buch! Doch da ist ja auch noch der Schreibstil… die Spannung… die Logik
dahinter…

Nach den ersten Seiten wusste ich schon, dass  ich mit Dan Vyletas Schreibstil nicht wirklich zusammenpasse. Aber ich dachte, da gewöhnst du dich schon dran, weil ich mich bisher eigentlich an jeden Stil gewöhnen konnte. Doch hier liegt die Sache etwas anders…
Einige Leser werden Vyletas Schreibstil vermutlich heiß und innig lieben, weil er sehr detailreich ist und sich ständig in ausschweifenden Erklärungen verliert. Nur leider, finde ich, zerstört der Autor damit auch jegliche Spannung, die irgendwie während der Geschichte aufkommen könnte.
Und wenn doch mal ein paar spannende Stellen vorhanden sind, dann sind diese auch so schnell wieder vorbei, dass man das Gefühl hat, die Spannung wäre grade im Auto an einem vorbeigefahren, ohne dass man sie wirklich begrüßen und wahrnehmen konnte…

Auch die Geschichte an sich nimmt zum Ende etwas ab… Sie wird leider – meiner Meinung nach – zunehmend unlogischer und das Ende hat mich dann vollends verwirrt, zumal es auch nicht wirklich geschlossen endet, sondern einen Teil dem Leser überlässt, wie es nun weitergehen wird…

Aber am schlimmsten fand ich, die erzwungene Liebesdreiecksbeziehung… Als hätte der Autor das Gefühl gehabt, er müsse dem Leser noch irgendwas an Gefühlen präsentieren, die aber leider auch nur halb angerissen sind und dadurch beim Leser gar nicht richtig ankommen können… Zudem diese Liebeskiste wirklich völlig überflüssig ist…

Das Einzige, was ein wenig Spannung in das Buch bringt, ist der Wahnsinn der einen der Klassenkameraden von Thomas und Charlie befällt und ihn zu einem Wesen zwischen Rauch und Mensch werden lässt.

Ich war wirklich mehrfach versucht das Buch abzubrechen, doch irgendwas hat die Geschichte, dass ich es doch nicht übers Herz brachte. Die Grundidee ist wirklich großartig, aber hier wurde leider einfach sehr viel Potential verschenkt…
Und wenn dann am Ende auch noch das in die Tat umgesetzt wird, wogegen man vorher die ganze Zeit gekämpft hat, ohne dass es dem Leser wirklich erklärt wird, warum die Protagonisten nun doch so handeln, sitzt man nur noch vor dem Buch und fragt sich: „Was war das?!“

Samstag, 22. April 2017

Die Schöne und das Biest (Buch + Hörbuch)

Rezension



Autor: Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve
Preis: 29,95 €
Seitenanzahl: 208
Übersetzer: Sonja Häußler
Verlag: Coppenrath
Leseprobe: >> gibt es hier <<



Jeder Büchernarr wird sich wohl beim ersten Blick auf dieses Kunstwerk in „Die Schöne und das Biest“ verlieben!






Viele kennen die Geschichte wohl durch den Disney Klassiker (gerade ja auch erst Neu als Realfilm-Verfilmung erschienen). Aber die ursprüngliche Geschichte bietet so viel mehr noch.
Ich rate wirklich jedem auch das Original zu lesen!

Und die Ausgabe aus dem Coppenrath Verlag lockt hier auch noch mit einer außergewöhnlichen Aufmachung!
Schon die ersten Berührungen werden durch die Leinenstruktur des Einbandes und den goldenen Folienprägungen zu etwas ganz besonderem. Man hält ein neues, wunderschönes Buch in den Händen und doch vermittelt die Haptik das Gefühl ein uraltes Werk vor sich zu haben.

Beim Durchblättern des Buches stoßen wir auf Karten zum Auseinanderfalten, Pop-ups und andere kleine Überraschungen!
Diese 9 interaktiven Extras in Verbindung mit den herrlichen Illustrationen von Minalima vervollständigen die liebevolle Aufmachung des Buches und machen das Buch zu einem wahren Schatz in jeder Bibliothek!

Ich möchte diese Ausgabe unter keinen Umständen mehr missen!


Und wo oben bereits die Sprache auf den neuen Disney-Film fiel, möchte ich nun zum neuen Hörbuch des Hörverlags kommen.





Sprecher: Gabrielle Pietermann
Preis: 8,99 €
Dauer: ca. 1 Std und 40 min.
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Verlag: der Hörverlag
Hörprobe: >> gibt es hier <<


Das Cover zeigt uns die typischen Zeichentrickfiguren, die wir kennen und lieben gelernt haben.
Ein wenig verwirrt war ich nun beim Einlegen der CD. Die ersten Worte haben bei mir nämlich nicht den typischen Disneyfilm heraufbeschwört.
Was wohl hauptsächlich an Gabrielle Pietermann als Sprecherin gelegen haben wird. Sie ist eine wirklich tolle Sprecherin und nachdem der erste Eindruck überwunden war, habe ich ihr auch wirklich sehr, sehr gerne zugehört! Zumal wir ihre Stimme ja alle kennen, schließlich ist sie nicht nur die Synchronstimme von Emma Watson und somit unserer Hermine Granger, sondern auch die von Emilia Clarke (bekannt aus Game of Thrones als Daenerys).
Dennoch muss ich sagen, hätte ich mir sehr Jana Werner als Sprecherin gewünscht. Die ursprüngliche deutsche Sprecherin der Belle aus dem Zeichentrickfilm.
Dies war aber wie gesagt nur mein erster Gedanke, da für mich Gabrielles Stimme einfach nicht mit Belles Zeichentrickgesicht auf dem Cover zusammenpasste.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich den Realfilm bisher leider nicht gesehen habe.

Das Hörbuch erzählt jedenfalls wunderschön und mit allem Disney-Charme die Geschichte der gutherzigen Belle und dem Prinzen Adam, der zur Strafe von einer Fee in das abscheuliche Biest verwandelt wurde.
Eine sehr schöne Unterhaltung für fast zwei Stunden.  

Anbaggern tinderleicht - Die heißesten Chats von tinderwahnsinn.de

Rezension 


Autor: Marie Kober, Tim Dünschede
Preis: 8,99 €
Seitenanzahl: 208
Verlag: Goldmann
Leseprobe: >> gibt es hier <<



Als mir einige der Chats bei Facebook über den Weg liefen, wusste ich, dieses Buch verspricht einige laute Lacher.
Und so war es auch!

Kober und Dünschede haben hier wirklich  interessante Chats zusammengetragen!
Von coolen Flirtversuchen bis hin zu absoluten No-Gos!

Auf 200 Seiten bekommt der Leser coole, honigsüße, mal schlagfertige und mal seltsame Chats zu lesen.
Was diese Chats noch lustiger machen, sind die kleinen, kurzen und witzigen Kommentare, die unter jedem Chat auf uns warten.

Am Ende des Buches wartet dann auch eine kleine Anleitung auf  uns, wie man bei Tinder wirklich gut ankommt.
Hier findet sich auch eine klare und deutliche Beschreibung von Tinder:

„Tinder ist eine bildbasierte Dating-App. Das heißt, anstatt sich mit irgendwelchen Nebensächlichkeiten wie inneren Werten, Interessen, politischer Gesinnung oder Hobbys aufzuhalten, legt Tinder den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge: gutes Aussehen.“

Ich selbst würde allerdings den Teil mit dem Dating etwas abändern… Die meisten Leute benutzen Tinder glaube ich nur um den nächsten One-Night-Stand zu finden…

Nach der Lektüre habe ich mir selbst auch mal ein Profil bei Tinder zugelegt… Nach einem Tag hatte ich allerdings schon wieder genug davon und habe das ganze wieder gelöscht.
Naja, bei einer Trefferquote von 6 zu 10, die mich gleich ohne auch nur mal „Hi!“ zu sagen, gefragt haben, ob ich abends noch Lust auf Spaß in deren Betten habe, dachte ich mir dann doch was der Scheiß soll…

Das Buch fand ich jedenfalls sehr unterhaltsam! Teilweise allerdings auch ziemlich peinlich, was die Leute da in den Chats so vom Stapel lassen… :D