Freitag, 19. Januar 2018

Wir zwei sind Freunde fürs Leben

Rezension 



Autoren: Michael Engler, Joëlle Tourlonias
Preis: 12,90 €
Seitenanzahl: 32
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
Verlag: Baumhaus
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Dieses wirklich wunderschön illustrierte Kinderbuch bietet viel Spaß beim Anschauen und Vorlesen!

Inhalt:
Hase und Igel sind die besten Freunde weit und breit. Ihre Freundschaft ist so innig, dass man den einen nur selten ohne den anderen trifft.
Und so tief, dass sich alle Tiere im Wald und auf der Wiese auch so einen guten Freund wünschen. Einen Freund fürs Leben.
Doch eines Tages möchte der Hase lieber mit dem Eichhörnchen spielen.
Es kann so wunderbar weit springen und hat so schönes glattes Fell…

Meine Meinung: 
Die Geschichte rund um Hase und Igel regt auch die kleinsten Kinder bereits zum Nachdenken an.
Hase möchte plötzlich lieber mit jemand anderem spielen, als mit Igel… Das macht Igel traurig und wütend… Igel vertraut dem Hasen nicht… Er hat Angst, dass Hase nun nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte… Igel ist sehr eifersüchtig und fühlt sich minderwertig, weil er nicht so ein schönes Fell hat und nicht so hoch springen kann wie das Eichhörnchen.
Doch im Laufe der Geschichte lernen sowohl Hase als auch Igel, dass wahre Freundschaft sich nicht trennen lässt. Zusammen schaffen sie alles und bekommen sogar den Hasen wieder vom Baum hinunter… Wie er da gelandet ist? Das müsst ihr selbst herausfinden!

Hier werden auf wenigen großartig illustrierten Seiten wichtige Lektionen und Werte vermittelt. Und am Ende zeigt das Buch auch schön, dass Eifersucht nur das Spiel zerstört. Zusammen spielen macht doch viel mehr Spaß!

Eignet sich hervorragend zum Vorlesen und Erkunden mit den kleinsten Lesern.

Meine Nachmittage mit Eva - Über leben nach Auschwitz

Gegen das Vergessen Rezension



Autor: Bärbel Schäfer
Preis: 19,99 €
Seitenanzahl: 224
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Blick ins Buch: >> hier entlang <<



»Ich sehe ihre Nummer am Unterarm und möchte weinen.« (Bärbel Schäfer)








Inhalt: 

Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Erfahrungswelten: Bärbel Schäfer und die 85-jährige Eva Szepesi. Eva trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm. Sie war erst elf Jahre alt, als sie allein vor den Nazis fliehen musste und schließlich nach Auschwitz gebracht wurde ... Jeden Mittwoch besucht Bärbel Schäfer ihre Freundin, und die beiden sprechen über Gewalt, Schrecken und Angst, aber auch über Freundschaft, Toleranz, Geborgenheit und Respekt. Es geht in diesem Buch um eine der letzten Überlebenden eines Konzentrationslagers. Bärbel Schäfer gelingt es auf empathische Weise und literarisch brillant, ihre eigene Lebensgeschichte vor den Erzählungen Evas zu spiegeln und damit ihre erschütternden Erfahrungen ins Heute zu holen.

Meine Gefühlte Lesewelt: 

Wir werden hier mit einer Sprache umschmeichelt, die im starken Kontrast zu den Schrecken und Gedanken steht, die sich zwischen den Seiten befinden. Metaphorisch und weich berichtet Bärbel Schäfer von ihren eigenen Gedanken und Evas Erfahrungen. Dieser Gegensatz erscheint einem so unpassend und doch macht grade er deutlich, dass wir selbst niemals das fühlen können, was Eva als 11-jähriges Mädchen fühlte...

Eva ist das Mädchen, das ohne Familie die Hölle überlebte. 
- Seite 25

Auch werden wir nie nachempfinden können, was sie heute denkt und fühlt, wenn sie an diese Zeit zurückdenkt. Wir wissen nicht, wie sich der Schmerz im Herzen der 85-jährigen Frau anfühlt, die hier auf der anderen Seite des Buches auf uns wartet.

"[...] Ich bin das Kind, das immer stark sein musste. Dabei war ich nie stark. Ich war lange eine Träumerin, eher zart und schüchtern. Ich wurde erst stark in Auschwitz. Ich musste stark werden durch den Verlust der Liebe."  (Eva Szepesi)
- Seite 49 

"Dort habe ich alles verloren. Für diesen Verlust gibt es kein Fundbüro. Meine Kindheit. Meine Würde. 
Mein Menschsein. 
Mein Leben. 
Mein Urvertrauen in Menschen." (Eva Szepesi)
- Seite 43

Und doch bricht der Schmerz immer mal wieder durch und brennt sich in unsere Herzen. Doch durch die Vermischung, die Vergleiche die Bärbel Schäfer zu ihrem Leben, ihren Verwandten zieht, brechen diese erdrückenden Gefühle in sich zusammen.
Jedes Mal, wenn man gespannt an Evas Lippen hängt, darauf wartet, ja innerlich drängt, weiter zu berichten, haut die Autorin hier dazwischen.
Die Ausführungen von Bärbel sind zwar sehr interessant, doch für mich waren sie zu massiv. Eva ging schon fast ein wenig unter, fand ich. Sie rückte etwas sehr  in den Hintergrund...

Ich drehte die Schachtel in meiner Hand. 
Das hier war echt. Kein Geschichtsbuch. 
Das war nah, und das tat weh. 
Das war meine Familie. 
Jetzt waren es nicht mehr die anderen. 
- Seite 19

Natürlich ist die Betrachtungsweise der Autorin durchaus interessant und auch das was sie berichtet, doch mir geht es hier im ersten Sinne doch um Eva, weshalb ich mit dem Buch in dieser Form leider nicht wirklich warm werden konnte. Und das trotz der wirklich tollen sprachlichen Umgebung zwischen den Wörtern.

Und doch liefert uns Eva ehrliche und wahre Worte. Gefühle, die wir nur bruchstückhaft erfassen können.
Bärbel zeigt uns ihre Welt, ihren Umgang mit dem "Vergessen" der älteren Generation.
Beide zeigen uns, dass nicht alles selbstverständlich ist...

"War der Schnee auch mal dein Freund, Eva?" 
"Nur am Tag der Befreiung. Wie in Zeitlupe sehe ich noch heute, wie mich der Soldat in das Wintersonnenlicht trug. Zurück ins Leben. Zwischen Leben und Tod. Leicht wie eine Feder. Damals hat er mir Schnee unter die Nase gehalten, ich habe ihn vorsichtig gegessen."
- Seite 37




Freitag, 12. Januar 2018

Das Tagebuch der Anne Frank

Gegen das Vergessen 

Quelle: Wikipediaartikel "Anne Frank"

Viele von euch werden von Anne sicherlich schon einmal gehört haben.
Das jüdische Mädchen, das nicht leben durfte...
Das Mädchen, das der Welt vorenthalten wurde...
Das Mädchen, dessen Geschichten nie die Welt erblicken durften...
Anne wäre sicherlich eine große Schriftstellerin geworden...

Anneliese Marie Frank wurde am 12.Juni 1929 in Frankfurt am Main als zweite Tochter von Otto und Edith Frank geboren.
1934 zog die Familie nach Amsterdam, in der Hoffnung den Anfeindungen der Deutschen zu entgehen.
Als am 10.Mai 1940 die Niederlande angegriffen und besetzt wurde, war schnell klar, dass nun die gleiche Gefahr drohen würde, wie zuvor in Deutschland.

Auch Anne und ihre ältere Schwester Margot bekamen die Folgen der NS-Politik nun zu spüren. Besonders für Anne war dies ein Problem, war sie doch ein sehr kämpferischer und starker Charakter, der es gewohnt war, sich durchzusetzen.

Otto Frank versuchte mehrfach Asyl in Amerika oder Kuba zu erhalten, leider vergeblich. So wie ihm ging es vermutlich vielen... Anne und Margot hätten ein langes Leben haben können, wenn einer dieser Anträge durchgegangen wäre...

Die Lage spitzte sich immer weiter zu und als Margot einen Aufruf bekam sich zu melden, zog die Familie am 06.Juli heimlich in das Versteck im Hinterhaus von Otto Franks Firma.
Für die Außenwelt waren die Franks einfach verschwunden. Viele nahmen an, sie seien in die Schweiz geflohen.
Mit der Familie van Pels und Fritz Pfeffer begann nun eine sehr schwierige Zeit. Etwas mehr als zwei Jahre lebten die 8 Personen in ihrem Versteck.

Am Morgen des 04.Augusts wurde das Hinterhaus von der Gestapo gestürmt. Anne und ihre Familie wurde nach Auschwitz geschickt. Dort entging sie dem sofortigen Tode nur, weil sie kurze Zeit zuvor 15 Jahre alt geworden war. Ansonsten wäre sie sofort ins Gas geschickt worden.
Dem Tod entgehen konnte Anne letztlich dennoch leider nicht. Sie und ihre Schwester starben im März 1945 kurz vor der Befreiung im KZ Bergen-Belsen vermutlich an Fleckfieber.

Otto Frank überlebte als einziger der vier Familienmitglieder das KZ. Er fand Annes Tagebuch:

"Er beginnt im Tagebuch seiner Tochter zu lesen. Es ist eine Offenbarung, denn so gut kannte er seine Tochter nicht. In ihrem Tagebuch liest Otto auch, dass Anne den Plan hatte, nach dem Krieg ein Buch über ihre Zeit im Hinterhaus zu veröffentlichen. Sie hatte sogar schon einen großen Teil ihres ursprünglichen Tagebuchs überarbeitet. Otto Frank zögert zuerst, entschließt sich dann aber doch, den Wunsch seiner Tochter zu erfüllen." (Quelle: www.annefrank.org)


Meine Meinung zur nun erschienenen Graphic Novel: 
Inhaltlich musste viel zusammengefasst werden, da es sonst ein Ausmaß von über 3.000 Seiten angenommen hätte. Ich selbst finde diese „Reduzierung“ des Inhalts aber gar nicht schlecht.
Anne war ein sehr intelligentes Mädchen mit großer Selbstreflektion und einem lyrischem Schreibstil. Den Reifeprozess, den sie im Versteck durchmacht, kann man auch an ihren Einträgen erkennen. Und auch in dieser Graphic Novel kann man dies nachvollziehen, da darauf geachtet wurde, Annes kluge und tiefgehende Gedankengänge dadurch deutlich zu machen, auch ganze Textpassagen abzudrucken und diese nur mit einem Bild zu unterlegen.
Ich kenne viele - gerade jüngere - Leser, die das richtige Tagebuch zur Seite gelegt haben, weil ihnen Anne zu viel „geschwafelt“ hat. Für viele war es zu viel Text. Und zu viel, was man zwischen den Zeilen lesen musste. Anne schreibt nicht wie jemand aus ihrer Altersklasse. Sie schreibt auch nicht für diese. Sie schreibt an Kitty, das Gegenstück zu sich selbst... Die Freundin, die sie gerne gehabt hätte.
Ich hoffe ja, dass die Novel als Ansatzpunkt für junge Leser dient. Ich hoffe darauf, dass sie Anne verstehen und zum richtigen Tagebuch greifen, um Anne in ihrer Gänze kennenzulernen. Dieses sensible Mädchen, dem sicherlich eine große Zukunft beschieden gewesen wäre, wäre sie nicht in einem Konzentrationslager kurz vor der Befreiung an Typhus gestorben...
Ich war in Bergen-Belsen... ich stand vor ihrem symbolischen Grabstein und konnte nur daran denken, wie leid es mir tut, dass sie und viele andere in einer falschen Zeit geboren wurden... wie leid es mir tut, dass im ersten Weltkrieg keine Kugel mit dem Namen Hitlers in einem Gewehr steckte... Wie leid es mir tut, dass sie alle streben mussten, weil sich ein ganzes Volk blenden ließ...
Ich hoffe, dass Annes Zeilen durch diese Novel auch die Menschen, die nicht so sehr zwischen den Zeilen lesen können oder wollen, berühren und Annes Schicksal stellvertretend für alle Verfolgten, Ermordeten, Gequälten nahegebracht wird. Die Bilder machen die Angst, das Grauen für viele sicherlich greifbarer.
Die Bilder sind mal klar, mal scharf, mal symbolträchtige und mal hart und kalt. Aber es finden sich auch schöne Momente. Ein kurzes Aufblitzen einer Idee... eines Gedankens, wie es ohne diese Angst wäre...

Ari Folman und David Polonsky haben hier aus Annes Einträgen eine gute Auswahl getroffen, um den Kern ihrer Aussagen zu treffen.
„Unser Ziel war stets, den Geist Anne Franks in jedem einzelnen Bild zu bewahren.“

Meiner Meinung nach ist Ihnen das sehr gut gelungen. Annes unbeschreiblichen Lebenswillen, ihren Humor, aber auch ihre dunklen Stunden sind hier abgebildet ohne Wertung. Es wurde hier wirklich versucht ein Porträt zu schaffen, von einem Mädchen, das die Welt niemals richtig kennenlernen durfte.

Graphic Diary. Umgesetzt von: Ari Folman und David Polonsky
Übersetzt von: Mirjam Pressler, Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
Preis: 20,00 €
Seitenanzahl: 160
Verlag: Fischer

Montag, 8. Januar 2018

Blogtour Tag 1: #Cabin10onTour

#7aufeinenStreich



Hey Leute,

ich freue mich, euch zum ersten Tag der Blogtour rund um "The Woman in Cabin 10" begrüßen zu dürfen. Letztes Jahr hatten wir bereits das Vergnügen eine Tour zu "Im dunklen, dunklen Wald" von Ruth Ware auszurichten. Nun folgt das nächste Buch der Autorin.

Im Rahmen dieser Blogtour möchte ich euch heute ganz in Ruhe und ohne viel Aufregung (also anders als beim Lesen) das Buch vorstellen:

Wie kann eine Frau verschwinden, die es nie gegeben hat?
Die Journalistin Lo Blacklock nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs durch die norwegischen Fjorde teil. Ein wahr gewordener Traum. Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper. Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier. Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben.


Autor: Ruth Ware
Preis: 15,90 €
Seitenanzahl: 384
Übersetzer: Stefanie Ochel
Verlag: dtv premium
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich hierbei um einen nervenaufreibenden Thriller. Mehr zur Bewertung des Buches wird es in unseren Rezensionen geben. Erst einmal bleiben wir hier ganz neutral. ;)

#7aufeinenStreich hat dieses Buch nun auf Herz und Nieren geprüft und interessante Themen für diese Tour rausgesucht.
Natürlich haben wir auch dieses Mal wieder ein kleines Gewinnspiel für euch:
In Kooperation mit dem dtv Verlag werden 3 Pakete rund um das Buch verlost, bestehend jeweils aus einem Buch, dem passenden Schlüssel zu Cabin 10 und einem Plakat.

Was ihr bei mir tun müsst, um in den Lostopf zu gelangen? Kommentiert diesen Beitrag. Sagt mir
bitte, ob ihr über das Buch im Vorfeld bereits einmal gestolpert seid und ob ihr im Buchladen danach greifen würdet.
Außerdem wird in jedem Beitrag je ein Wort eingebaut und farbig markiert. Wenn ihr alle Wörter gefunden habt, ergeben diese einen Lösungssatz. Diesen sendet ihr bitte per Mail an: irveliest@gmx.de
Wenn ihr diese Aufgaben erfüllt, habt ihr eine hohe Chance auf eines der Gewinnpakete.
(Teilnahmebedingungen weiter unten)


Nun wünsche ich euch einen schönen Start in die Woche!


Tourplan

>> Dienstag, 09. Januar 2018
Bei Eva von Scattys Bücherblog lernt ihr weitere Thriller kennen, die auf hoher See spielen

>> Mittwoch, 10. Januar 2018
Pauli, die Lesende Samtpfote, macht mit euch einen Rundgang übers Schiff – aus Sicht einer Katze, versteht sich

>> Donnerstag, 11. Januar 2018
Anja von Zwiebelchens Plauderecke stellt euch Norwegen vor – ein Teil der Kreuzfahrt findet auf norwegischen Gewässern statt

>> Freitag, 12. Januar 2018
Sabine vom Niliversum widmet sich dem Thema „Frauen und Sucht“

>> Samstag, 13. Januar 2018
Bei Julia von Ruby´s Cinnamon Dreams geht es mit Verbrechen auf hoher See schaurig zu

>> Sonntag, 14. Januar 2018
Heike von Irve liest beschäftigt sich mit dem Thema „Halluzinationen und Sinnestäuschungen“#

TEILNAHMEBEDINGUNGEN
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Leserunden















Hey Leute,

ich mache immer mal wieder Leserunden unter Freunden. 
Ab jetzt möchte ich diese hier öffentlich machen. Ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen. Ihr dürft natürlich auch gerne Bücher vorschlagen, die wir zusammen lesen sollen! :)

http://buecherstoeberecke.blogspot.de/p/leserunden.html 

Die erste Leserunde läuft schon ;)
Ihr seid herzlich eingeladen uns zu begleiten :) 

Scythe - Die Hüter des Todes

Rezension 


Autor: Neal Shusterman
Preis: 19,99 €
Seitenanzahl: 528
Übersetzer: Pauline Kurbasik, Kristian Lutze
Verlag: Fischer Saueränder
Leseprobe: >> gibt es hier <<



Inhalt: 
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.

Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …


Meine Meinung: 
Dieses Buch ist seit langem mal wieder ein Werk, das mich so richtig in seinen Bann ziehen konnte. Denn hier liegt eine Geschichte vor uns, die sowohl Actionroman als auch Dystopie verkörpert. Die Seiten sind gefüllt mit Spannung und Emotionen!
Aber das Buch lädt durchaus auch zum Nachdenken ein. Klingt für mich wirklich nach einer perfekten Mischung.
Die Geschichte an sich ist wirklich nicht ohne! Ich würde das Buch nicht unbedingt an jüngere Leser geben, auch wenn nicht allzu viel detailliert beschrieben wird, was die Gewalt angeht. Hier wird unsere Vorstellungskraft ganz schön beansprucht. Und die ist manchmal schlimmer, als jedes geschriebene Wort.

Die Idee des Buches hat mir mehr als gut gefallen. Unsere Medizin und die Forschung laufen heute schon auf Hochtouren. Was wäre denn, wenn es wirklich eines Tages gelänge, dass niemand mehr sterben müsste?!
Bei Neal Shusterman ist genau dies der Fall. Menschen sterben nicht mehr. Egal, ob aufgrund von Krankheiten, Unfällen oder ähnliches. Menschen sterben einfach nicht. Aber was soll man tun, wenn zu viele Menschen da sind?
Hierfür gibt es die „Scyhte“. Diese entscheiden, wer zu sterben hat.
Aber wie entscheidet man so etwas? Bereits heute streiten sich die Menschen, ob Sterbehilfe in Ordnung ist. Wie soll man dann erst bei gesunden Personen diese Entscheidung treffen?!

Alleine diese Überlegungen lösen bei einem doch schon Gänsehaut aus. Da wird einem die Unsterblichkeit geschenkt und plötzlich entscheiden einige Auserwählte, wer sterben muss und wer nicht…

Das Buch überrascht auf jeden Fall mit einigen Wendungen, die den Leser noch mehr ans Buch fesseln. Wir haben als Leser wirklich das Gefühl hautnah dabei zu sein, was nicht immer gut für unsere emotionale Lage ist, aber auf jeden Fall ein großartiges Lesevergnügen verspricht.

Dieses Jugendbuch ist auch sehr gut für Erwachsene geeignet. Nur unter 14 Jahren würde ich es nicht empfehlen.

Dienstag, 2. Januar 2018

Wunschtag

Rezension 


Autor: Lauren Myracle
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 368
Übersetzer: Andreas Decker
Verlag: ivi & you
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Es kommt nicht darauf an, ob du an Magie glaubst – entscheidend ist, ob die Magie an dich glaubt.



Inhalt: 
Es ist Tradition in Nataschas Heimatort Willow Hill: In der dritten Nacht des dritten Monats nach dem dreizehnten Geburtstag kann man drei Wünsche äußern. Der erste ist ein unmöglicher Wunsch. Der zweite ist ein Wunsch, den man sich selbst erfüllen kann. Und der dritte ist der tiefste Wunsch, verborgen im eigenen Herzen. Ein schöner Brauch, findet Natascha, als ihr Wunschtag angebrochen ist. Sie glaubt zwar nicht an Magie, aber was kann schon passieren? Und sie weiß genau, was sie sich wünscht:
1. Der unmögliche Wunsch: dass meine Mutter noch am Leben ist
2. Der Wunsch, den man sich selbst erfüllen kann: dass ich geküsst werde
3. Der tiefste Wunsch, verborgen im eigenen Herzen: dass ich für jemanden etwas ganz Besonderes bin
Was kann schon passieren?

Meine Meinung: 
Zu Beginn dachte ich, die Story ist ganz interessant, aber mehr auch nicht. Es fehlte mir irgendwie der Gedanke, der mich ans Buch fesselte.
Leider legte sich das auch nicht wirklich.
Die Geschichte wurde zwar interessanter, doch dazwischen gab es immer wieder Passagen, die sich endlos zogen.
Das Ganze war meiner Meinung nach auch sehr leicht zu durchschauen. Also nicht der Teil mit der Magie, der war großartig! Aber diese Sache mit dem heimlichen Verehrer. Da war von der ersten Sekunde an klar, wer es ist. Nur die Protagonistin und ihre Schwestern konnten das zunächst nicht sehen...
Die Figuren an sich sind eigentlich ganz toll entworfen und haben auch einiges an emotionaler Tiefe. Man merkt hier beim Lesen aber sehr deutlich, dass es ein Buch ab 12 Jahren ist. Wobei ich denke, auch jüngere Leser könnten es ruhig schon in die Hände bekommen.

Am Ende musste ich dann doch beinahe einmal kurz weinen, weil es so emotional und irgendwie auch schön war. Und es gab auch ein zwei Stellen an denen ich laut lachen musste.
Und dann endete das Buch völlig unzufriedenstellend... unbefriedigend!!! Wie abgehackt... Also ich finde Cliffhanger ja in Ordnung, aber dieser hier wirkt, wie nicht richtig durchdacht...
Ich kann euch verraten, dass es im April 2018 den zweiten Band geben wird. Den ich nun vermutlich doch lesen muss, um dieses Ende aus meinem Kopf zu bekommen.

Stilistisch muss ich nochmal einwerfen, dass es Dinge gibt, die man einfach nicht übersetzen sollte, so wie englische Sprichwörter oder Songs von Johnny Cash.