Sonntag, 30. November 2014

Tessa

Rezension


Autor: Nicola Karlsson
Preis: 18,00 €
Seitenanzahl: 304
Verlag: Graf Verlag
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Inhalt:
Tessa ist mitte Zwanzig, hat keinen Job und nun auch keinen Freund mehr… Nach einem Streit mit Nick, flüchtet sie mit einer Freundin in eine nahegelegene Bar und betrinkt sich dort bis zum kompletten Kontrollverlust.
Von ihrer Freundin allein gelassen, kann sie sich gegen den Barmann nicht wehren, der sie hinter dem Gebäude vergewaltigt.
Völlig durcheinander und schockiert findet Tessa den Weg zurück nach Hause, wo Nick sie findet. Tessa ist nicht bereit dem besorgten Mann zu erklären, wo ihre Verletzungen herkommen und zu retten ist die Beziehung zwischen ihnen sowieso nicht mehr, obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht.
Doch ihre krankhafte Eifersucht und depressiven Phasen machen es ihren Mitmenschen auch nicht gerade einfach. Tessa fühlt sich nur gut und attraktiv, wenn sie sich betrinkt und kokst, ob sie die Menschen dabei kennt oder nicht, spielt nicht wirklich eine Rolle.
Tessa braucht dringend Geld, nur ohne Job ist das schwer zu realisieren, so beginnt sie den Leuten Geld zu klauen. Die meisten ihrer flüchtigen Bekannten registrieren das ohnehin nicht, da sie meist noch betrunkener sind als Tessa selbst.
Der Strudel zieht Tessa immer weiter abwärts, dabei will sie doch eigentlich nur geliebt werden, dass sie Liebe dabei oft mit Sex verwechselt, bemerkt sie nicht einmal. Den Sinn für die Gefahr, in der sie sich befindet, hat sie schon längst verloren.

Meine Meinung:
Dieses Erwachsenenbuch beschreibt peinlichst genau, wie Tessa sich fühlt, egal in welchen Situationen. Die detaillierten Beschreibungen sind dabei nicht immer gut gelungen, da sie auf den  Leser auch teilweise abstoßend wirken können.
Auf jeden Fall nichts für schwache Nerven.

Nicola Karlsson zeichnet mit „Tessa“ ein Generationenporträt, das von Alkohol, Sex und Drogen bestimmt wird.
An einigen Stellen ziemlich verwirrend für den Leser, genauso wie den Protagonisten selbst.
Es wird ein trauriger Zweig der Gesellschaft beschrieben, aus dem man nur dann verschwinden kann, wenn man sich selbst eingesteht, dass man Hilfe braucht und auch dazu bereit ist, sich diese gegeben zu lassen, doch das geschieht meist erst dann, wenn das schlimmste Szenario eingetreten ist.

Schloss der Engel - Trilogie

Rezension
***Spoiler möglich ***



Autor: Jessica & Diana Itterheim
Preis pro Buch: 12,99 €
Seitenanzahl: Schloss der Engel: 400
                        Tanz der Engel: 527
                        Fluch der Engel: 432
Verlag: Aufbau Verlag
Leseprobe zum Schloss der Engel: >> gibt es hier <<


Die beste Engelsreihe, die ich bisher gelesen habe! 





Jessica & Diana Itterheim haben mit ihrer romantischen Saga um Lynn und Christopher eine Geschichte ohne irgendwelche Schwachstellen in der Geschichte erschaffen. 

„Schloss der Engel“, „Tanz der Engel“ und „Fluch der Engel“ erzählen Lynns Weg vom verliebten Menschen zum – ich würde sogar sagen – stärksten Racheengel der Engelswelt. Ihre Kraft liegt nicht unbedingt im Kämpfen, sondern in ihren Gefühlen. 

Am Anfang der Trilogie hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass sich Lynn vom kleinen hilfsbedürftigen Mädchen zu einer starken Frau wandelt. Auch wenn sie am Ende noch lange nicht fertig ist mit ihrer Ausbildung und auch noch eine Menge lernen muss, hat sie Chris an ihrer Seite, der sein eigenes Leben für sie opfern würde. 
Über die drei Bände hinweg wird der Kampf gegen Sanctifer immer größer. Doch scheint es zuerst keinen Weg vorbei an Christophers ehemaligen Tutor zu geben. 
Nach unzähligen überstanden Gefahren, muss Lynn ihren Pakt mit Sanctifer nun doch eingehen und ein Jahr lang bei ihm verbringen. Ihr Tutor und inzwischen auch ihr Freund Aron bereitet sie sowohl mental als auch körperlich auf die Folter vor, mit der Sanctifer versuchen wird, Lynn in ihre Schattengestalt zu zwingen.
Um Christopher zu schützen, muss sie ihn nicht nur aus ihren Gedanken verbannen, damit er seine Verbindung zu ihr nicht ausnutzt, um zu fühlen, wie es ihr geht, sondern ihm auch das Herz brechen. 
Durch eine Falle schafft Lynn es mit Arons Hilfe Chris aus Venedig zu verbannen und spielt Sanctifer so unwissend die Macht sie alle zu zerstören in die Hand. 
Nach und nach versteht Lynn das gesamte Ausmaß Sanctifers Boshaftigkeit, doch es ist schon fast zu spät. 

Packend und fesselnd strebt die Trilogie auf den letzten Kampf über den Dächern Venedigs zu.

Eine sehr romantische – manchmal auch etwas zu kitschige – Liebesgeschichte wurde hier erschaffen. Das einzige, was ein wenig störte, war das teilweise viele einfach gestaltete Sätze aneinandergereiht wurden, sodass – zumindest bei mir – der Lesefluss etwas gestört wurde. 
Was mich an dieser Engelsreihe so fasziniert ist, dass sie zwar sehr komplex gestaltet ist, aber keine Fragen am Ende offen lässt. Jedenfalls keine existenziell Wichtigen ;)

Die Chronik der Unsterblichen: Die Wiederkehr

Rezension


Autor: Wolfgang Hohlbein
Preis: 8,95 €
Seitenanzahl: 382
Verlag: Ullstein
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Inhalt:
Der fünfte Band aus Hohlbeins Reihe „Die Chronik der Unsterblichen“ beginnt im Wien des 16.Jahrhunderts.
Andrej und Abu Dun suchen in der von den Türken belagerten Stadt nach dem Medicus Franz von Breiteneck. Die beiden Unsterblichen wollen endlich das Geheimnis ihrer Herkunft lüften. Breiteneck soll sich mit finsteren Mächten eingelassen haben und das Geheimnis um den Ursprung der Vampyre erforscht haben.
Auf der Suche nach ihm müssen sich die Beiden mit den Belagerern Wiens herumschlagen.
Schnell spricht sich in der Stadt herum, dass Andrej und vorallem Abu Dun keine Wunden von den schweren Kämpfen davongetragen haben.
Während die Stadt immer mehr ihre Wut auf Abu Dun, der in ihren Augen einer der Türken ist, überträgt, will der Oberbefehlshaber der Stadt, Graf Niklas von Salm, die Hilfe Andrejs.
Von Salm weiß, wer oder besser was Abu Dun und Andrej sind. Er versucht Andrej zu erpressen, indem er Abu Dun gefangen nehmen lässt. Andrej geht auf sein Angebot ein und soll nun den Befehlshaber der Türken töten.
Der Weg ins feindliche Heer und damit zum Befehlshaber Sultan Soliman führt durch die Katakomben Wiens. Von den Ausgestoßenen der obrigen Stadt ausgenommen, trifft Andrej hier auf eine Armee Untoter und einen alten Freund: Frederic, sein Ziehsohn!
Während ein erbitterter Kampf um die Stadt entbrennt, kämpft Andrej seinen eigenen...
Was soll er mit Frederic, der für den Tod so vieler unschuldiger Menschen verantwortlich ist, anstellen?

Meine Meinung:
Hohlbein versteht es mal wieder meisterlich, den Leser mit einer relativ einfachen Sprache in Andrejs Welt zu entführen. Wer dieses Buch lesen möchte, sollte aber auf jeden Fall die vorherigen Bücher gelesen haben, da Hohlbein in seiner Erzählung oft auf vorherige Abenteuer zurückgreift.

Das Einzige was zu bemängeln ist, ist dass Andrej, der als Unsterblicher und als bester Schwertkämpfer der Welt bekannt ist, sich dieser Macht nicht bewusst ist und immer wieder verliert. Außerdem weint er oft rum, wie schwach und verletzlich er ist. Ab einem bestimmten Zeitpunkt der Erzählung funktionieren seine Selbstheilungskräfte nicht mehr so schnell und er braucht Tage um große Brustwunden zu schließen. Das ist für den Leser nicht gleich verständlich (zumindest für mich nicht). Nach und nach klärt es sich dann langsam auf. Die gesamte Geschichte ist zwar spannend geschrieben, aber hat man nach einigen Seiten auch das Gefühl, dass sich die Ereignisse immer öfter wiederhohlen.

Die Geschichte um Andrej und Abu Dun ist, wie jedes Buch von Hohlbein, sehr detailliert beschrieben. Auch überrascht er immer wieder mit Personen, die der Leser in dieser Situation, wo Hohlbein sie auftreten lässt, nicht erwarten würde. Im Großen und Ganzen ist es allerdings nur ein Buch für diejenigen, die bereits die ersten Bände Hohlbeins gelesen haben, da die Geschichte sonst überhaupt nicht zu verstehen ist.
Die große Frage ist nun, ist das gut oder schlecht? 

Sannah & Ham

Rezension


Autor: Tom Ellen, Lucy Ivison
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 400
Verlag: Chicken House
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Tom Ellen und Lucy Ivison haben in Zusammenarbeit einen realistischen Jugendroman erarbeitet, der auf die verschiedenen Gefühle beim Erwachsen werden eingeht.
Manchmal lustig, manchmal traurig und manchmal schockierend ernst erzählen die beiden Autoren die Geschichte von Hannahs und Sams Liebe.

Inhalt: 
Die Abschlussprüfungen sind beendet und nun wird gefeiert, dass die Prüfungsergebnisse noch nicht feststehen ist egal. Hannah wollte eigentlich auf der Hausparty ihrer besten Freundin Stella zum ersten Mal mit einem Typen schlafen, doch stattdessen trifft sie auf Sam und es macht sofort Klick zwischen den beiden. Das blöde ist nur, keiner von beiden weiß, wer der andere ist. Ein Verlieren und Wiederfinden beginnt und endet schließlich auf einem Festival mit dem ersten Kuss. Doch dann kommt alles wieder ganz anders...

Meine Meinung:
Mir persönlich war die Geschichte ein wenig zu vorhersehbar. Zum zwischendurch lesen nicht schlecht, aber auch nicht das große Erlebnis.
Sowohl Hannah als auch Sam heulen einen Großteil der Geschichte rum, dass sie sich nicht wiederfinden und vertun dadurch nicht nur eine Chance zueinander zu finden. Was die Geschichte ein wenig auflockert ist Stella. Durch ihre herrschsüchtige Art gibt sie der Geschichte etwas interessantes, da Hannah sich auch mal aufregen kann.
Der Schreibstil und die Sprache ist sehr locker und dem heutigen Jugendgebrauch angepasst, was ich sehr gut finde. Dennoch kamen bei mir nicht die großen Gefühle beim Lesen auf, die diese eigentlich doch sehr schöne Liebesgeschichte hervorrufen könnte.
Was ich sehr gut fand, war der ständige Szenenwechsel zwischen Hannah und Sam. Dadurch beide Sichten ergründen zu können, macht das Buch schon wieder zu etwas Besonderem.

Besonderes:
Dank dem ChickenHouse Verlag, konnte ich dieses Buch nach einem Gewinnspiel in mein Regal stellen und dass auch noch signiert. Ihr könnt euch vermutlich vorstellen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe.



Partnerblogs:

>> Rezension von Ronjas grüner Bücherblog <<

Raum

Rezension


Autor: Emma Donoghue
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 416 
Verlag: Piper
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„Raum“ ist für uns, wie eine Parallelwelt!



Inhalt:
Für Jack ist der Raum, in dem er mit seiner Ma lebt, die ganze Welt.
Dinge, wie Hunde, Eis, Bäume und Autos gibt es nur im Fernseher. Aber alles was im Fernseher ist, ist nicht in echt.
Als Jack fünf Jahre alt wird, glaubt er alles zu können und zu verstehen, schließlich ist er ja schon fünf!
Nach und nach fängt seine Ma an ihm Dinge zu erzählen, über das Draußen. Bis zu diesem Punkt war für Jack das Draußen nur das Weltall.
Jack soll verstehen, dass es noch andere Jungen gibt, mit denen er spielen könnte, wenn sie nur endlich aus Raum raus könnten.
Für Jack ist das nur schwer zu begreifen, doch als er ein Flugzeug in dem Oberlicht von Raum sieht, beginnt er allmählich seine Ma zu glauben.
Old Nick, den mochte Jack ohnehin noch nie, doch als seine Ma ihm erzählt, dass er sie entführt hat und sie dadurch ganz traurig war, bis Jack in ihrem Bäuchlein gewachsen ist, mag Jack ihn noch weniger.
Zusammen beginnen die beiden an einem gefährlichen Fluchtplan zu arbeiten, bei dem Jacks ganzer Mut gefragt ist und das obwohl er immer noch nicht genau weiß, ob er seiner Ma glauben soll und eigentlich lieber in Raum bleiben würde...

Meine Meinung:
Emma Donoghue schafft mit "Raum" einen Roman zu zwei der schlimmsten Themen der Welt.
Dadurch das Jack als Protagonist eingesetzt wurde, wird dem Roman in bestimmten Teilen die Schwere genommen, in anderen dafür teilweise verstärkt. Wir können uns heute meist gar nicht vorstellen, wie es ist ohne genug zu essen und ohne viel Platz zum Spielen groß zu werden.
Die kindliche Denk- bzw. Sprechweise macht es dem Leser leichter bestimmte Zusammenhänge zu verstehen.

Selbst nach dem Lesen lässt einen dieses Buch einfach nicht los.

Gut zu wissen:
Wer Hardcover bevorzugt, sollte sich in nächster Zeit in seinem Buchladen umschauen, denn da es anscheinend aus dem Sortiment genommen wurde, verkaufen viele Läden es nun für 3,99 €.

Der Schattenjäger Codex

Rezension


Autor: Cassandra Clare, Joshua Lewis
Preis: 15,99 €
Seitenanzahl: 320
Verlag: Arena Verlag
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Viel zum Codex sagen kann man eigentlich nicht, außer: Er ist unglaublich!
Eine Mischung aus Nachschlagewerk, Trainingsbuch und Geschichtsbuch. Eine tolle Ergänzung zu den Bestsellerreihen von Cassandra Clare!

Der Codex erklärt einem die Runensprache, die gebräuchlichsten Waffen und die Verhaltensregeln eines Nephilim. Darüber hinaus klärt er den Leser darüber auf, wo Idris liegt, wie man dorthin gelangt (oder eben auch nicht) und überhaupt wie die Schattenjäger entstanden sind (also auch noch Grundzüge einer Nephilimbibel).
Um die teilweise doch recht trockenen - wenn auch interessanten - Geschichtspassagen aufzulockern haben Clary, Simon und Jace ihre Kommentare hinterlassen (Die sich meistens damit beschäftigen, dass Simon findet, Clary und Jace sollten sich ein Zimmer nehmen.).
Aufpassen sollte man als Leser nur dann, wenn man noch nicht alle Bücher um Clary gelesen hat, denn dann könnten die vorhandenen Kommentare manchmal Spoilern.
Ansonsten ein sehr schönes und aufwändig gestaltetes Buch - wie ihr auf dem Bild erkennen könnt -, das man sicher mehr als einmal in die Hand nimmt.

Wolke 7 - Das Kreativbuch zum Verlieben

Rezension


Autor: Luisa Celestino
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 144
Verlag: Planet Girl
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Bei diesem Buch ist der Name wirklich Programm!
Du bist verliebt oder warst es schon einmal? Dann ist dieses Buch genau das richtige für dich! Aber auch wenn nicht, verspricht es viel Spaß und gute Laune durch lustige Test, interessante Fakten und tolle Bastelideen oder Rezepte.
Wenn man verliebt ist und sozusagen auf Wolke 7 schwebt, dann möchte man die ganze Welt daran teilhaben lassen. Ob man es nun zeigt durch ein selbstgemachtes Herz T-Shirt oder durch süße CupCakes ist dabei eigentlich egal. Süß sind die Ideen von Luisa Celestino allemal und auch die vielen schön gestalteten Tests von Anja Häussermann bringen Spaß.

Und wer will nicht wissen, welcher Verliebtheitstyp man ist? Ob aus Spaß oder Interesse sei hier mal so dahingestellt.

Besonders toll: 
Der Erscheinungstermin war das Beste: Passend zum Valentinstag kam das Buch am 14.Februar in die Buchläden. Perfektes Timing!

Samstag, 29. November 2014

Selection: Die Elite

Rezension


Autor: Kiera Cass
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 384
Verlag: Fischer Sauerländer
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Inhalt:
Nur noch 6 Mädchen kämpfen im Casting um Prinz Maxon und somit um die Krone Illeás. Während die anderen sich darum bemühen Maxon zu gefallen, hat America ein ganz anderes Problem, denn sie weiß immer noch nicht, wen sie wählen soll: Maxon oder Aspen.
Auch wird der Konkurrenzdruck immer stärker, da es ja nun nur noch die Elite der Mädchen ist, die sich im Palast befinden.
Als würde das nicht schon reichen, weiß America nun auch nicht mehr, ob sie Maxons Worten Glauben schenken kann oder ob er nur mit ihr spielt. In ihrer Verzweiflung darüber, ob sie als Prinzessin bestehen könnte, steigt ihre Eifersucht auf die anderen Mädchen.
Im Streit begeht sie einen folgenschweren Fehler, der alles zwischen ihr und Maxon verändert, einschließlich ihrer Gefühle...

Meine Meinung:
Im zweiten Band der hochgelobten Dystopien-Trilogie „Selection“ von Kiera Cass wird der Leser von Anfang an mit Americas verwirrenden Gefühlen konfrontiert. Aus dem ersten Band ist ihr Zwiespalt Maxon und Aspen betreffend ja schon bekannt, doch steigert sich das ganze jetzt so stark, dass sie beinahe in jedem Kapitel ihre Meinung ändert. Dies ist für den Leser zwar nachzuvollziehen, zeitweise aber auch einfach nur etwas nervig, muss ich gestehen.
Auch diese ständigen Fragen, ob Maxon sie wirklich mag, sind doch ein wenig überflüssig, da er ihr ja durch seine Handlungen immer wieder zeigt, dass er sie liebt.
Aspens Rolle hingegen gefällt mir überhaupt nicht mehr. Im ersten Band dachte ich noch, dass er es ihr leichter machen wollte und deshalb mit ihr Schluss gemacht hat. Die späte Einsicht kommt ja immerhin und er will ja dann auch um ihre Liebe kämpfen. Aber er hetzt schon ganz schön gegen das Königshaus, obwohl er als Palastwache ja gerade gegen die Rebellen und somit für das Königshaus kämpft.
Er beteuert auch immer wieder seine Liebe zu America, doch tut reichlich wenig, um ihr diese zu beweisen und merkt es noch nicht einmal, als ihr Herz bricht. Ich werde aus seinem Charakter jedenfalls leider nicht mehr wirklich schlau und hoffe, dass der dritte Band ein wenig Licht ins Dunkel bringen wird.


Alles in allem ist die Geschichte wieder so spannend und fesselnd erzählt, auch wenn es ein paar Mängel gibt, was den Inhalt manchmal angeht, dass man das Buch nicht wieder aus der Hand legen möchte, was ich für meinen Teil auch nicht getan habe. Die ganze Trilogie ist einfach eine Welt für sich, die viele Kinder und Jugendliche in ihren Bann ziehen wird, doch auch Erwachsene mit einem Hang zur Romantik oder Prinzessinnen können sich mit Selection auf eine Geschichte freuen, die zwar von der Liebe erzählt, dabei aber durch die einzelnen Kampfszenen, sei durch die Rebellen oder durch Americas und Celestes „Zuneigung“, nicht zu schnulzig wird.

Gut zu wissen: 
Wie viele Fans dieser Reihe schon wissen werden, hat Kiera Cass bekannt gegeben, dass es auf jeden Fall noch einen vierten und fünften Band geben wird.
Auch den inzwischen im Deutschen erschienenen Selection Storys werden noch welche Nachfolgen.

Selection - Der Erwählte kommt nächstes Jahr im Februar in die Buchläden.

Und auch für die, die nicht länger warten wollen: Der vierte Band kommt bereits im Mai auf Englisch raus. Unter dem Titel: "The Heir"

Die neuen Selection Stories erscheinen im März, aber auch erstmal nur auf Englisch.


Death

Rezension



Autor: Melvin Burgess
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 352
Verlag: Chicken House
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Inhalt:
Death ist der neue Renner bei den Jugendlichen. Eine atemberaubende Woche liegt vor jedem, der die Droge nimmt. Der einzige Haken den achten Tag erlebt man nicht mehr.
Als Jimmy Earle, ein berühmter Sänger, die Droge nimmt und stirbt, nutzen die Zeloten den Trubel um eine Revolution ins Leben zu rufen.
Adam und Lizzie verstricken sich in die Geschehnisse der Nacht. Dann stirbt plötzlich Adams perfekter Bruder Jess. Adam streitet sich mit Lizzie, und dann hat plötzlich überhaupt nichts mehr einen Sinn. Adam wagt den Schritt und schluckt Death.
Doch schon bald wird er zusammen mit Lizzie in die Drogengeschäfte hineingezogen, was das absolvieren seiner grandiosen Woche schwer, wenn nicht sogar unmöglich macht.

Meine Meinung:
Melvin Burgess hat einen Thriller erschaffen, der vermutlich viele Jugendliche ansprechen wird. Die Geschichte an sich ist interessant gestaltet und der Schreibstil macht es dem Leser sehr leicht sich in die Geschichte hineinzufühlen.
Schön fand ich die kleinen Totenköpfe unten auf jeder Seite.

Mein Problem bei diesem Buch war einfach, dass ich von tausend Seiten gehört habe, wie toll "Death" ist. Ich hatte einfach ziemlich hohe Erwartungen daher an das Buch, nur leider sind die überhaupt nicht erfüllt worden. Ich verstehe diesen Hype darum nicht, da es für mich leider einfach kein Buch war.
Für mich war es einfach nur eine schöne Unterhaltung für Zwischendurch.

Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen

Rezension


Autor: Albert Borris
Preis: 13,90 €
Seitenanzahl: 256
Verlag: Carlsen
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Inhalt:
Owen hat das Leben satt. Nach seinem dritten Suizidversuch, liefert seine Mutter ihn in der Psychiatrie ab. Dort lernt er Jin-Ae kennen, die ebenfalls aufgrund eines Suizidversuchs dort ist. Im Internet treffen die beiden auf zwei weitere Jugendliche, die sterben möchten: Frank und Audrey.
So begeben sich die vier Jugendlichen auf eine Promi-Selbstmord-Tour mit dem Ziel Death-Valley und ihrem gemeinschaftlichem Selbstmord.
Doch irgendwo zwischen Seattle und San Francisco beginnen sie sich alle zu fragen, ob Sterben wirklich der richtige Weg ist, oder ob es nicht doch etwas gibt wofür es sich zu leben lohnt und wenn es nur das Baden in einem Fluss bei Regen ist.

Meine Meinung:
Albert Borris beschreibt ein sehr schwieriges Thema der Gesellschaft. Vor Selbstmord werden die Augen am liebsten immer ganz verschlossen, da niemand weiß wie man damit umzugehen hat. Er beschreibt die Gedanken und Gefühle der Kids mit Leichtigkeit und Witz, jedoch ohne dabei den Ernst des Themas zu vergessen. Es geht zwar offensichtlich um den bevorstehenden Selbstmord den die Kids in einem Pakt festgelegt haben, doch beim Lesen merkt der Leser immer wieder, dass es eigentlich viel mehr darum geht, dass die Kids selbst sich verändern. Dass sie beginnen wieder zu fühlen. Sie merken, dass sie sich nicht verletzen müssen, ob durch spitze Fingernägel oder dadurch sich blutig zu beißen.

Obwohl das Thema so schwer ist, zieht es einen nicht hinunter, dafür sorgt der gut eingeflochtene Humor, der tief zwischen den Zeilen steckt.
"Zehn Gründe die todsicher fürs Leben sprechen" ist zwar als Jugendbuch gedacht, doch ist es durchaus auch eine Lektüre für Erwachsene. Das Buch weckt Verständnis und zeigt, wo man eigentlich hinsehen müsste und wie man es verhindern könnte, dass es bei Jugendlichen soweit kommt, dass sie sterben möchten. Denn man hat zwar immer eine Wahl, doch sieht man diese nicht immer gleich von alleine, dabei braucht man oft Hilfe. Dieses Buch zeigt die Facetten der Einsamkeit auf und wie man aus der Depression mit der Hilfe von Freunden wieder herauskommen kann, auch wenn es eigentlich um nichts anderes geht als um den eigenen Tod.

Gut zu wissen:
Als Kinder und Jugendbuch würde ich es auf jeden Fall erst ab 14 Jahren empfehlen, da es sonst denke ich etwas schwer verständlich sein könnte und unter Umständen zu dummen Ideen hinreißt.

Donnerstag, 27. November 2014

Loewe spendet ein Lächeln!


Viele haben sicherlich schon von der Spendenaktion des Loewe Verlags gehört. 

Seit dem 3.November 2014 hat der Loewe Verlag eine große Spendenaktion für den "Dachverband der Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V." ins Leben gerufen.

Es werden bis zu 7.777,- Euro an die "Klinikclowns" gespendet und zwar 
50 Cent für jeden neuen Loewe Verlag-Facebookfreund. Seit dem Start der Aktion konnten schon ca. 2.500 neue Facebook-Freunde gewonnen werden. 
Nun braucht es eure Hilfe, um weitere 13.000 Freunde und indirekte Spender zu erhalten, damit die  Maximal-Spendensumme von 7.777,- Euro erreicht werden kann!

Also teilt schnell diese Aktion mit euren Freunden und wenn ihr es noch nicht getan habt, liked schnell die Seite des Loewe Verlags auf Facebook:

Die Klinikclowns sind eine wichtige Sache und wenn ihr dem Loewe Verlag helft, dann spendet auch ihr ein Lächeln! 

Schlachtfeld

Rezension



Autor: Luca Bloom
Preis: 9,95 €
Seitenanzahl: 128
Verlag: C. Ueberreuter
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Zu Beginn des Buches dachte ich alleine schon vom Titel her, dass Bloom eine typische Amoklaufstory zum Besten geben möchte. Dieser Gedanke blieb auch bis zur letzten Seite des Buches bestehen. Ganz falsch ist das ja auch nicht…

Inhalt:
Jede Schule hat einen Schüler, der den Ton angibt und vor dem so ziemlich jeder Angst hat. Und jede Schule hat einen Lehrer, den jeder Schüler als absolutes "Arschloch" bezeichnen würde. Am Marie-Curie-Gymnasium sind das David Mickner und Herr Zinn.
Als David, von allen Schülern nur Mick genannt, die Klasse wiederholt, landet er in der Klasse von Johannes. Dieser versucht sich einfach weiterhin unsichtbar zu machen. Leider gelingt ihm das nicht, da er dauernd in Micks Angelegenheiten mit reingezogen wird.
Zwischen Herrn Zinn und Mick herrscht ein wahrer Kleinkrieg. Mick sabotiert den Unterricht, wo er nur kann und Zinn wird beleidigend und stellt ihn als Idioten da. So läuft es eine ganze Weile. Immer abwechselnd landet einer von beiden einen anständigen Treffer.
Mick schmiert „Kinderficker“ an die Haustür von Herrn Zinn. Dieser kontert mit dem Ausschluss aus dem Hockeyteam, Micks große Leidenschaft.
Dieser Krieg steigert sich immer weiter bis es keine Regeln mehr gibt und sich keine Partei mehr entziehen kann. Und Johannes wird immer weiter mit hineingezogen. Dann lügt er für Mick aus Angst um sich selbst und verstrickt sich somit so weit, dass auch er nicht mehr zurück kann.
Aber ein Krieg ist irgendwann zu Ende… Die Frage ist nur, wie er endet!

Meine Meinung:
Dadurch, dass Bloom die Sicht von Johannes wählt, schafft er eine gewisse Distanz den anderen Protagonisten. Johannes ist der typische „Mitläufer“, auch wenn er sich selbst nicht so bezeichnen würde. Er gehört eigentlich nirgends so richtig dazu, möchte das aber auch gar nicht, dadurch passt es ihm überhaupt nicht, als er in die ganze Geschichte um Mick gerät.
So entsteht allerdings auch ein gewisser Grad an Humor. Mick und Zinn haben nicht unbedingt schlechte Sprüche drauf, doch würden sie aus deren Sicht verletzend wirken. Aus Johannes Sicht sind sie erst einmal einfach nur lustig.

Der Aufbau der Geschichte ist wunderbar stimmig und ordentlich ausgearbeitet. Auch die Verknüpfung verschiedenster Ereignisse, die zu Beginn ziemlich unwichtig erscheinen, haben im Nachhinein gesehen eine wichtige Rolle. So wird im gesamten Buch auf das Ende hingewiesen, nur dass der Leser es nicht weiß und erst am Ende begreift.

Ein wundervoll ausgearbeitetes Buch, das einem wundervoll den Tag füllen kann.

Nachtmahr - Das Erwachen der Königin

Rezension



Autor: Ulrike Schweikert
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 416
Verlag: Penhaligon
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Inhalt:
Lorena führt ein ruhiges Leben und sticht auch nicht gerade durch ihre Schönheit hervor. Das würde jedenfalls jeder ihrer Kollegen unterschreiben. Doch was niemand weiß ist, dass in Lorena ein Wesen der Nacht schlummert. Nacht für Nacht zwingt dieses Wesen sie, sich in einen Nachtmahr zu verwandeln. Strahlend schön liegt ihr die Männerwelt zu Füßen. Was andere Menschen sich ersehnen würde, empfindet Lorena als Fluch und gibt alles dafür den Nachtmahr in ihr zu bändigen. Als sie auf ihre High-School-Liebe Jason trifft, wird es für sie noch komplizierter. Aus Angst ihn oder andere Menschen zu verletzen, spinnt sie ein Netz aus Lügen um sich, dass ihr langsam die Luft zum atmen nimmt. Als wären diese Probleme noch nicht genug, erinnert sie sich langsam an ihre Vergangenheit, an ihre tote Familie und ihre einsame Großmutter im Pflegeheim. Doch erst als sie auf Raika, einen anderen Nachtmahr, trifft, beginnt sie zu verstehen, dass ihre Vergangenheit nicht so ist, wie es den Anschein hat.

Meine Meinung:
Ulrike Schweikert entführt in ihrem neuen Trilogie-Auftakt in eine Nachtwelt, die noch wenig Aufmerksamkeit erregt hat. Die Nachtmahre bieten daher sehr viel Potential für eine spannende Lesereise, die dem Leser hier auch geboten wird.
Von London aus wird der Leser durch die turbulente Stadt nach Hamburg gelotst und wieder zurück. Am eindrucksvollsten ist der ständige Perspektivenwechsel zwischen Lorena und Raika, die man beide so schon eine geraume Zeit kennt und Feststellungen über ihre jeweiligen Charakter treffen konnte, bevor die beiden sich selbst im Buch begegnen.

Obwohl das Buch mir wirklich sehr gut gefallen hat und ich dem nächsten Teil bereits entgegenfiebere, muss ich sagen, dass es auch ein paar Schwachstellen hat. Dadurch dass die ganze Geschichte sehr komplex strukturiert ist, hat sie einen relativen großen Informationsgehalt, den der Leser erst einmal präsentiert bekommen muss. Auch muss die Unsicherheit Lorenas in der Beziehung zu Jason, die ebenfalls erst einmal entstehen muss, deutlich dargestellt werden. Daher beginnt die Geschichte erst ab ca 200 Seiten sich richtig spannend und mitreißend zu entwickeln. Was zu dieser schleppenden Erzählung dazukommt, ist das Lorena sich in Form eines Tagebuches erinnert und diese Passagen meist nicht sehr spannend sind, auch da man teilweise schon weiß, an was sie sich erinnert und nur die Bestätigung bekommt, dass es wirklich so war. Auch die Langeweile ihres echten Lebens unterstreicht diese schleppende Erzählung leider. Durch die gute Erzählweise stört einen das allerdings nicht so sehr, dass man bereit wäre das Buch aus der Hand zu legen. Und es lohnt sich auch wirklich weiterzulesen, denn danach bleibt es bis zum Ende spannend und hält Entwicklungen parat mit denen man so niemals gerechnet hätte. Bis zur letzten Seite wird die Spannung immer weiter geschürt, sodass man danach gar nicht anders kann, als auf den zweiten Band zu warten.

Gut zu wissen:
Wie die Autorin heute auf ihrer Facebook-Seite bekanntgegeben hat, ist das Manuskript zum zweiten Band schon auf dem Weg zum Verlag. Da musste ich natürlich gleich nachschauen, ob es irgendwo schon einen Erscheinungstermin gibt und ja gibt es:
29.Juni 2015!
Ich bin schon soooo gespannt und kann es kaum erwarten.



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Das Herz der Nacht

Rezension



Autor: Ulrike Schweikert
Preis: 19,95 €
Seitenanzahl: 480
Verlag: egmont LYX
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Inhalt:
Ulrike Schweikert hat mit "Das Herz der Nacht" eine Mischung aus historischem und Fantasy-Roman erschaffen.
Der Graf und Vampir András Petru Bathory versucht im Wien des 19.Jahrhunderts, Fuß zu fassen. Gerade hier her aus Ungarn übergesiedelt, soll sein Leben endlich einen Sinn bekommen.
Als er auf die schöne Fürstin Therese Josepha Kinsky trifft und ihr danach auch ziemlich schnell einmal das Leben rettet, scheint es fast, als würde er zumindest einmal etwas Gutes tun. András zeigt  ihr, dass es sehr viel mehr im Leben gibt, als sich täglich von einem brutalen Ehegatten schlagen zu lassen.
Durch seine Freundschaft mit der Fürstin, lernt er die Pianistin Karoline Wallberg und ihre Tochter Sophie kennen.
Sophie, ein blindes Kind, das durch seine anderen Sinne "sieht", erkennt in András den Tod, doch fürchtet sie ihn nicht. Eher ist sie neugierig, was dieser in ihrem Haus sucht. Karoline bringt indes in Klavierstunden András das Spielen bei und auch hier erblüht langsam eine Freundschaft. Gerade Sophie wickelt den Grafen nach und nach um ihre Finger.
Graf András könnte in Frieden leben, wären da nicht unerklärliche Morde, die alle mit ihm im Zusammenhang stehen würden.
Das "Spiel" um den unbekannten Mörder nimmt immer weiter zu. Und bald ist nicht nur András selbst bedroht, sondern auch die, die ihm liebgeworden sind.

Meine Meinung:
Dieser Roman soll die Vorgeschichte zu den bekannten Peter von Borgo-Krimis darstellen. Doch als Einzelband finde ich persönlich ihn viel schöner, da der charmeversprühende András meiner Meinung nach nichts mit Peter von Borgo gemein hat.
Die Autorin zeigt ein authentisches Wien, wo der Hochadel, ihre Tanzpaläste und Kaffeehäuser im Einklang mit der Welt standen.
Hervorragend recherchiert erlebt der Leser ein Wien, wo die Zeit still steht. Die historische Kulisse erwacht im geistigen Auge und es ist ein wahrer Genuss, in diese vergangene Zeit zurückgeführt zu werden.
Neben dieser detaillierten Kulisse schafft es die Autorin, mühelos den sprachlichen Charme der Wiener einzufangen und man fühlt sich als stiller Beobachter beim Lesen. Das ganze wird mit Spannung, Mystik, Romantik und Krimielementen kombiniert. Dadurch entsteht ein wahrer Lesefluss.
Dies ist nicht zuletzt den Protagonisten und ihrer Geschichte zu verdanken.
Schnell hat der Leser seinen Lieblings-Protagonisten gefunden.
Ist es die Fürstin, die mit ihrem lauten Mundwerk schnell die Leser auf ihre Seite zieht und für den damaligen Gesellschaftsstatus alles andere als untergeben ist?
Oder ist es András selber, der durch Höflichkeit und Charme die weiblichen Leserherzen höher schlagen lässt?
Oder mag man lieber die junge Pianistin, die nicht nur durch ihre Pianokünste sich in das Herz der Leser schummelt?
Die Figuren haben eine sehr bewegende Tiefe und sind detailliert herausgearbeitet worden.
Neben diesen fiktiven Figuren hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen, auch wahre Persönlichkeiten in ihren Roman einzubauen, wie zum Beispiel Franz Grillparzer und seine Verlobte Katharina Fröhlich oder die Schriftstellerin Karoline Pichler.
Auch der zu dieser Zeit zehn Jahre alte Kaiser Franz Joseph wird erwähnt.
Kleine Längen im Roman dienen dazu, die Spannung immer weiter zu steigern und in einem großartigen Finale in Hamburg über dem Leser explodieren zu lassen. Auch hierbei bedient sich die Autorin einer wahren historischen Begebenheit, - dem Brand in Hamburgs Altstadt im Mai 1842.

Ich muss zugeben, dass mich das Buch sehr überrascht hat. Ich kannte von Ulrike Schweikert bisher nur rein historische Romane oder Kinderreihen. In diesem Roman fehlt die kindliche Naivität gänzlich, da das einzige näher erläuterte Kind Sophie, kein"normales" Kind darstellt.
Das einzige, was ich ein wenig schade fand war, dass der Bezug zum Adelsgeschlecht der Báthory nicht deutlicher hergestellt wurde. Aus dem, wie ich zumindest annehme, András stammt. Sicherlich wird die Anspielung für diejenigen deutlich, die etwas über die so genannte Blutgräfin Erzsébet Báthory wissen. Jedoch hat mich gewundert, dass keiner der Charaktere des Buches darauf reagiert hat. Die Taten der Blutgräfin waren zu diesem Zeitpunkt auf ihrem Höhepunkt angelangt.
Abschließend ist zu sagen, dies ist ein klassischer Vampirroman ohne Kuschelvampire, die im Sonnenlicht glitzern, mit einem bezaubernden Ambiente - lesenswert und historisch belegt. Bekannte Namen und Orte, eine altmodische Sprache und eine herrschaftliche Gesellschaft mit Prunk und Pomp, entführen in eine verzauberte Welt, in der man gerne mit auf dem Schlitten fahren würde.

Mittwoch, 26. November 2014

Wolfszeit

Rezension


Autor: Nina Blazon
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 576
Verlag: Ravensburger
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Hintergrund:
In „Wolfszeit“ beschreibt Nina Blazon die wohl bekannteste Legende Frankreichs. Im Gévaudan streift eine Bestie durch die Wälder und greift junge Mädchen und Kinder an. Aus Kirchensicht straft Gott so die Sünder unter den Menschen und die Kinder büßen für die Sünden der Eltern. Mindestens 102 Menschen fallen der Bestie im Zeitraum von 1764 bis 1767 zum Opfer. Schlussendlich wurden zwei wolfsähnliche Tiere erlegt, danach hörte das Töten auf.

Inhalt:
Thomas Auvray lebt in Versailles das perfekte Leben, wenn man mal davon absieht, dass er dafür einfach nicht geschaffen zu sein scheint. Er hat kein Interesse an der feinen Gesellschaft und findet die Versuche seines Vaters ihn mit der bestmöglichsten Verbindung zu verheiraten, grauenvoll.
Für Thomas besteht das Leben aus mehr, als nur dem Aufstreben in der Gesellschaft.
Als Student mit Stipendium bei de Buffon, einem der bedeutendsten Naturforscher Frankreichs, liebt Thomas das Reisen, die Natur, vor allem die Tiere und seine größte Leidenschaft und sein größtes Talent ist das Zeichnen. Seinen Bildern haucht er Leben ein, sodass sie wirken, wie eine Fotografie. Seit er einen Artikel über die Bestie im Gévaudan gelesen hat, ist er beinahe besessen davon, herauszufinden was für ein Tier es sein könnte. Denn dass es ein Wolf ist, davon ist Auvray nicht überzeugt.
Mit ein wenig Geschick schafft er es, selbst ins Gévaudan zu reisen um dort Studien durchzuführen. Dort knüpft er Freundschaften, die sich schon bald, als ziemlich kompliziert herausstellen.
Doch als ihm die bezaubernde und irgendwie auch verwirrende Isabel über den Weg läuft, ändert sich alles für ihn. Aber Isabel ist eine d’Apcher und steht somit weit über ihm. Und bald fürchtet Thomas nicht nur um das Leben der Bauern, sondern auch um Isabels.

Meine Meinung:
Nina Blazon hat die Geschichte wirklich gut und mit viel Liebe zu den Hintergrundinformationen gestaltet. „Wolfszeit“ ist das erste Buch über „La Bête du Gévaudan“ indem ich wirklich alle Theorien gefunden habe.
Das einzige was mich dieses Mal nicht wirklich überzeugt hat, war die Spannungskurve. Sonst war ich bei Büchern von der Autorin immer sofort gefesselt und mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, bei diesem hier, war es leider nichts so. Die Geschichte ist zwar sehr spannend und interessant, wenn es um die Bestie geht, doch zumindest die Liebesgeschichte zwischen Isabel und Thomas hat mich nicht gänzlich überzeugt.
Ich denke, was auch problematisch für die Spannung war, ist dass die Geschichte doch recht vorhersehbar war.
Trotzdem kann ich das Buch für eine kleine Lektüre zwischen durch sehr empfehlen. Ist vermutlich aber wirklich mal ein Buch, dass nur etwas für Jüngere ist, aufgrund der Vorhersehbarkeit.

Jersey Angel

Rezension


Autor: Beth Ann Bauman
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 224
Verlag: Carlsen Choice






Inhalt:
Angel ist gerade 17 Jahre alt geworden, wohnt am Strand und es sind Ferien. Der Sommer kann kommen! Doch der süße Joey hat keine Lust mehr nur ein Abenteuer zu sein und Angel hat keine Lust auf eine feste Beziehung, aber Joey will sie trotzdem... 
Ihre beste Freundin Inggy ist auf Collegetour. Angel selbst weiß, dass sie es höchstens auf das öffentliche College schafft. Wirklich Lust hat sie da aber auch nicht drauf. Plötzlich verbringt Angel viel Zeit mit Inggys Freund Cork, zu viel Zeit. Und dann bricht über Angel das Leben ein...

Meine Meinung:
Beth Ann Baumans Buch konfrontiert den Leser mit den Sorgen und Ängsten der hübschen Angel. Der Titel lässt zwar auf ein schönes Sommerbuch schließen, doch außer, dass es im Sommer beginnt, hat es nicht wirklich viel damit zu tun. Die meiste Zeit geht es um Angels Sorgen um die Zukunft und um ihr, sagen wir mal, ziemlich durcheinander geratenes Sexualleben. Angels Gefühle werden dem Leser auf sehr direkte Art und Weise beigebracht. So zeigt Bauman an Angel das Durcheinander im Leben eines Teenagers, der noch nicht weiß, was das Leben ihm bringen wird.
Alles in allem ist es ein Mädchenbuch, das nicht unbedingt den Geschmack von jedem treffen wird.
Generell würde ich das Buch ab dem 12.Lebensjahr empfehlen, aufgrund der doch ziemlich hervorgehobenen Sexualthematik, aber auch die anderen Themen im Buch sind für jüngere nicht unbedingt geeignet. Der Verlag empfiehlt es ab dem 14.Lebensjahr.

Jeansgröße 0

Rezension


Autor: Brigitte Blobel
Preis: 5,00 €
Seitenanzahl: 256
Verlag: Arena
Leseprobe: >> gibt es hier <<
Verlagswebsite: >> hier lang <<

Blobel macht ihrem Namen mal wieder alle Ehre!



Seit ich "Ritzen bis aufs Blut" gelesen habe, bin ich begeistert von dieser tollen Autorin. Die Gefühlstiefe bei solche sensiblen Themen hat mich sehr beeindruckt.
Daher waren meine Erwartungen an "Jeansgröße 0" auch entsprechend hoch. UND ich wurde nicht enttäuscht!

Inhalt:
Mit einer beeindruckenden Sensibilität erzählt Blobel, wie Katharina in die Großstadt zieht und sich versucht dort durchzusetzen. In ihrer WG läuft es leider nicht wie erwünscht, denn zu Beginn hat sie weder zu Zoe noch zu Lilja eine gute Beziehung. Doch während sie mit der Zeit mit Zoe immer besser klar kommt, zieht die perfekt erscheinende Lilja Katharina immer weiter runter. Lilja ist schlank, reich und wunderschön, zumindest in Katharinas Augen. Sie will genauso sein wie Lilja. Katharina will ihr zeigen, dass sie auch jemand ist; dass Lilja auf ihr nicht herumtrampeln kann. Die sich gegenseitig hochschaukelnden Mädchen begreifen die Gefahr nicht; erkennen die Magersucht erst, als es schon fast zu spät ist.

Meine Meinung:
Ein Buch für alle, die mal etwas anderes als die phantasievollen Jugendbücher lesen möchten. Der Leser setzt sich gemeinsam mit Katharina mit ihrem Körper auseinander und steigt mit ihr zusammen in die Magersucht ein. Daher empfehle ich denjenigen, die vielleicht selbst schon einmal mit Magersucht in Berührung gekommen sind, am eigenen Leib erfahren haben, wie das ist und noch nicht damit abgeschlossen haben, dieses Buch NICHT zu lesen, da es eine stark triggernde Wirkung haben könnte.
Allen anderen, die sich für Anorexia Nervosa interessieren, empfehle ich das Buch einmal zur Hand zu nehmen.
Allerdings ist die psychische Seite nicht so stark beleuchtet, wie ich sie gerne gehabt hätte. Blobel spricht zwar einiges an, aber führt dies dann nicht weiter aus.

Leserpreis 2014


Es ist soweit, die Shortlists stehen!


Wie einige sicher schon mitbekommen haben, findet auf LovelyBooks momentan der Leserpreis 2014 statt.
Hier seid ihr nun gefragt! Noch zwei Tage habt ihr die Chance eure Stimme abzugeben.
Denkt dran, dass ihr so auch die Autoren unterstützt.

Also schnell abstimmen unter:
http://www.lovelybooks.de/leserpreis/



Normalerweise gewinnen Bücher Preise, die sich gut verkaufen oder die eine Jury für gut befindet, doch beim LovelyBooks Leserpreis ist das anders. Hier bestimmen alleine die Leser, welche Bücher ihnen 2014 besonders gut gefallen haben.
Mit diesem Preis danken die Leser den Autoren für die spannenden, vergnügten und aufwühlenden Lesestunden. Gleichzeitig zeigt der Preis anderen Lesern, welche Bücher sie unbedingt lesen sollten.
2014 ist es bereits das 6. Mal, dass der Preis vergeben wird. Es ist der größte von Lesern vergebene Buchpreis im deutschsprachigen Raum.

Bis zum 19. November konnte man pro Kategorie ein Buch nominieren, dass im Zeitraum vom 01.12.2013 bis 31.10.2014 erstmalig erschienen ist.

Aus diesen Vorschlägen wird eine Liste mit den meistgenannten Büchern erstellt. Die sogenannten Shortlists. Diese bestehen aus 35 Büchern pro Kategorie.

Die Abstimmung ist am 20.November gestartet und läuft nun noch bis morgen, den 27.November.
Also stimmt schnell noch ab und entscheidet, welche Bücher den Leserpreis 2014 erhalten sollen.

Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 28.November!

Unterstützt schnell eure Lieblingsautoren und stimmt ab! :)

Montag, 24. November 2014

Zeit für die Liebe - eBook

Rezension



Autor: Anna Herzig
Preis: 1,99€
Seitenzahl: 156
Verlag: Forever (Ullstein)
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"Zeit für die Liebe" ist das interessante Debüt von Anna Herzig. 



Inhalt: 
Sophie hat etwas, dass sich alle Frauen wünschen: Christopher, den PERFEKTEN Mann. Er würde für sie sogar den Mond vom Himmel holen. Aber Sophie reicht das alles nicht. Und dann lernt sie plötzlich Adrian kennen. Adrian, der viel besser zu ihr zu passen scheint. Adrian, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Und plötzlich steht Sophie nicht nur vor einer schwierigen Entscheidung, aber das Schicksal lässt sich nicht umgehen und führt sie dennoch in die richtige Richtung.

Meine Meinung: 
Erstmal muss ich anmerken, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe. Ich dachte, hier kommt nun ein schöner, manchmal trauriger Liebesroman, doch damit lag ich falsch. Es ist zwar die Geschichte einer Liebe, aber ganz anders, als man es gewohnt ist. Das Buch hat zwar nur 156 Seiten, dennoch braucht man durchaus länger, weil es eben kein Buch ist, das man einfach so durchliest und dann zum nächsten übergeht. 
Zu Beginn war mir der ständige Perspektiven- und Zeitwechsel etwas zu viel und auch zu abrupt. Dadurch hatte ich das Gefühl immer wieder auf dem Lesefluss geworfen zu werden. Kann natürlich auch an dem Format des eBooks auf meinem Handy gelegen haben. Wenn man nachher erst einmal in der Geschichte drin ist, stellt dieser ständige Wechsel kein Problem mehr dar. Nein, er macht es sogar noch interessanter.
Am Besten muss ich sagen, hat mir der "Dämonenkindergarten" von Sophie. Niedlich und gleichzeitig erschreckend traurig erläutert Sophie damit ihre Ängste, Probleme und Gefühle.
Mit Sophie hat Anna Herzig eine Protagonistin erschaffen, die so anders ist, als alle Personen sonst in Liebesromanen. Ihre abweisende Haltung zu Beginn der Geschichte kennt man sonst ja doch eher vom männlichen Geschlecht. Zumindest in Liebesromanen. 
Rückblickend handelt "Zeit für die Liebe" von Entscheidungen, damit verbundenen Folgen und dem Sinn des Lebens. 
Sehr überrascht hat mich der Schreibstil, da dieser sich doch sehr von der Norm abhebt. Eine wunderschöne und perfekt passende Wortwahl erzeugen ein ganz neues Gefühl beim Lesen.

Ich danke Anna Herzig, dass ich in den Genuss ihrer Geschichte kommen durfte.

Die Seiten der Welt und Bibliomantische Prüfung

Rezension



Autor: Kai Meyer
Preis: 19,99 €
Seitenanzahl: 560
Verlag: Fischer FJB
Leseprobe: >> gibt es hier <<





Inhalt:
Kennt ihr die verborgene Macht, die den Büchern inne wohnt? Wisst ihr, wie viel Macht ein einzelner Mensch aus Büchern ziehen kann? Die Welt ist durchdrungen von Bibliomantik, doch nur wenige wissen davon: die Bibliomanten. Mit Hilfe von Büchern können sie von einem Ort zum anderen Springen und uralte Mächte entfesseln. Verliert ein Bibliomant seine Liebe zu Büchern, so verliert er auch seine Kräfte. Doch die Bibliomantik hat auch ihre Schattenseiten… Eine davon sind die Exlibri, Figuren, die aus ihren Büchern gefallen sind, nun in der richtigen Welt leben müssen und keinen Weg zurück in ihre Geschichte finden können… Gelenkt wird dieses bibliomantische Treiben von der Adametischen Akademie. Mit ihren Agenten und strengen Regeln, verfolgt sie jeden Verräter bis in den Tod. 
Furia Salamandra Faerfax gehört seit ihrer Geburt zu den Verrätern. Zusammen mit ihrem Vater Tiberius und ihrem kleinen Bruder Pip versteckt sie sich in einer abgelegenen Villa vor der Akademie. Alles was von dem großen Ruhm des einstigen Hauses Rosenkreutz übrig geblieben ist, ist ihre große Bibliothek, tief im Gewölbe der Residenz gelegen. 
Als fremde Gestalten in die Residenz eindringen, versucht Furia mit ihrem Bruder zu fliehen, doch Pip bleibt in der Gewalt der Eindringlinge zurück… Furia sucht in Libropolis, der Stadt der Buchläden, nach Hilfe um ihren Bruder zu retten und gerät immer tiefer in ein Intrigennetz, das viel mehr umfasst, als Furia auch nur erahnen kann. 

Meine Meinung:
Kai Meyers neuster Roman umfasst eine wundervolle Geschichte; Ein Buch, indem es um Bücher geht. Um Bücher und ihre Auswirkungen, ihre geheime Macht, die ihnen innewohnt. Jeder, der schon mal ein gutes Buch gelesen hat, weiß wie sehr es einen fesseln kann, sodass man es gar nicht mehr aus der Hand legen mag und es lässt einen auch nach dem Lesen nicht so schnell wieder los. So ein Buch ist „Die Seiten der Welt“.
Dieses Buch enthält die Liebe zu Büchern, wird von einem spannenden Erzählstil belebt und lässt den Leser eintauchen in ein Gefühlschaos. Die Personen erscheinen einem so lebendig, als könnte man ihnen auch morgen einfach so auf der Straße begegnen. 
Ein wundervolles Buch, nicht nur für die Jugend geeignet, das mit viele fantastischen Elementen überzeugt. 
Und jetzt werde ich mir ein Origami ins Regal stellen, damit es hoffentlich allen Staub von meinen Bücherregalen frisst. 

Besonderheit: 
Was ich an diesem Buch schon vor dem Lesen super fand, war der große Aufwand, der betrieben wurde, um es bekannt zu machen. 
Die schön gestaltete Internetseite, die viele Gewinnspiele darum... Das war einfach der Wahnsinn, schon lange bevor das Buch überhaupt im Handel erhältlich war.
Wie viele andere auch, habe ich die Bibliomantische Prüfung abgelegt und bestanden! Ihr könnt euch vermutlich vorstellen, wie groß meine Freude, war als der Postbote mir dieses Paket in die Hand drückte: 

Und der Inhalt erst... Meine Güte ich war so begeistert! 
Brief, Autogrammkarte, signiertes Hörbuch, signiertes Seelenbuch mit signierter Buchhülle, signierter Schuber und das Wichtigeste: "Die Seiten der Welt"!



Dieser Brief ist beinahe das Highlight im ganzen Paket.
Geprägter Briefumschlag und Papier, das alt anmutet.
Die Handgeschriebene Nachricht gibt einem wirklich das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.



Die Nächste Überraschung war das signierte Seelenbuch (leeres Notizbuch) mit dem limitierten Buchumschlag - ebenfalls signiert.












Hier ist noch einmal das ganze Paket auf einen Blick zu erfassen.
Das Hörbuch habe ich bisher noch nicht geschafft zu hören, wird aber demnächst nachgeholt.







Der tolle Schuber hat es sich inzwischen in meinem Regal gemütlich gemacht und hat auch schon Gesellschaft von einem kleinen staubfressenden Vögelchen bekommen. 








Es gab aber auch einen kleinen Punkt, der mich die ganze Zeit geärgert hat, wenn ich mir dieses phantastische Paket angesehen habe.
"Die Seiten der Welt" ist leider nicht signiert, da der schöne Schuber mit Papier verschlossen war.
Als ich dann gesehen habe, dass Kai Meyer am 18.November in Kiel eine Lesung hat, stand für mich fest: Da MUSS ich hin!
Blöd nur, dass ich die doofen Abiturprobeklausuren vergessen habe... Also wurde darauf leide nichts... Also konnte ich mir auch keine Signatur ins Buch holen...
Einen Tag später war ich dann in dem Buchladen, wo Kai gelesen hat und ratet mal, was da so rumstand und mich förmlich angefleht hat, mitgenommen zu werden.



Dieses wunderschöne signierte Exemplar.
Scheiß drauf, dass das Buch nun zweimal im Regal steht. Was der Meister in Händen hatte, muss auch in meinen Händen liegen!
Jetzt ist die Sammlung endlich vollständig. *-*






Partnerblog: 

>> Rezension von Ronjas grüner Bücherblog << 

>> Rezension von Büchersüchtiges Herz³ <<

Schreibwettbewerb

Ihr wolltet schon immer eure eigene Geschichte schreiben?


Dann habt ihr nun die Gelegenheit dazu und könnt auch noch einen tollen Preis gewinnen :)

"Das Aion - Kinder der Sonne" von Michael Marrak aus dem Ravensburger Buchverlag.



















Euren selbstgeschriebenen Text einfach hier als Kommentar hochladen oder mir per Mail an post_fuer_ronja@web.de schicken und schon seid ihr dabei.
Es gibt kein festgelegtes Thema, also habt ihr jede Freiheit beim Schreiben!

Eine Jury wird eure Texte bewerten, der ich natürlich auch angehöre. Ihr dürft aber auch die Texte der anderen selbst bewerten, indem ihr diese Kommentiert.

Einsendeschluss ist der 30.November um 23:59 Uhr.

Sonntag, 23. November 2014

Im Krebsgang

Kurzrezension


Autor: Günter Grass
Preis: 9,90€
Seitenanzahl: 224
Verlag: dtv






Meine Meinung:
Also ich verstehe, warum "Im Krebsgang" von Günter Grass auf literarischer Ebene so interessant sein soll, aber dennoch finde ich das Buch nicht sehr unterhaltsam. 
Der auf den Titel verweisende Erzählstil bewegt sich langsam und träge wie ein Krebs vorwärts.
Während der Inhalt eine spannende Geschichte erzählen könnte, legt Grass den Wert eher darauf, dass auch seriöse Leute über die Thematik des 2.Weltkrieges aufklären sollen; Hier erklärt am Unglück des Flüchtlingschiffes "Gustloff". 
Das für mich einzig Interessante war die Psyche der drei Protagonisten Tulla, Paul und Konrad. 
3 Generationen, die alle aufgrund der Geschehnisse rund um die Gustloff psychisch nicht ganz auf der Höhe sind. 
Wer Unterhaltungsliteratur sucht, sollte hiervon lieber die Finger lassen. 
Wer hingegen literarische Zusammenhänge und einen tieferen Sinn erwartet, der kann ruhig zugreifen, denn damit kann Grass in Massen aufwarten.

Ich träume davon...

... endlich aus diesem öden Leben errettet zu werden.
Bei einem guten Buch wünsche ich mir oft, dass mein Lieblingscharakter heraussteigt und mich mitnimmt. 
Bei Engelsnacht war es Cam. Bei Die Bestimmung wäre es Tris. Bei Selection Maxon. Und bei Schloss der Engel würde ich mich gerne von Christopher ins Engelreich entführen lassen. 

Stellt ihr euch auch manchmal vor von jemandem in seine Welt entführt zu werden?

endless

Rezension


Autor: Meg Cabot
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 384
Verlag: Blanvalet
Leseprobe:>> gibt es hier <<


,,Endless“ von Meg Cabot ist die gelungene Fortsetzung von „Eternity“. 



Inhalt:
Meena Harper, die Frau mit der Gabe den Tod vorherzusehen, hat sich dazu überreden lassen, für die Geheime Garde zu arbeiten, eine Organisation der Kirche um alle Dämonen auszulöschen. Nach den Angriffen der Dracul ist Lucien Antonescu, Meenas Exfreund und der Herrscher über alle Vampire, untergetaucht. Die Geheime Garde, allen voran Alaric Wulf, macht Jagd auf Lucien. Während Meena versucht den Jägern und auch Lucien selbst klar zumachen, dass nicht jeder Vampir von Grund auf Böse ist, sondern eine Wahl zwischen Gut und Böse treffen kann, geschehen wieder merkwürdige Dinge in New York. Touristen verschwinden und als Meena dann auch noch von ihrem Exfreund David, der inzwischen ein Vampir ist, angegriffen und überraschenderweise von Lucien gerettet wird, beginnt der Wahnsinn. Lucien hat sich verändert; wie Alaric zu ihr steht, weiß Meena nicht; Und dann taucht auch noch ein neuer Priester auf…

Meine Meinung:
Meg Cabot hatte mit Eternity den Grundstein zu einer interessanten Geschichte gelegt, die nun mit Endless fortgeführt wird. Auch dieses Mal hat das Buch eine Menge Wendungen, die man nicht sofort erwartet. Das Klischeehafte ist leider geblieben, aber das komplett auszuradieren, wäre ja auch nicht möglich. Besonders gut finde ich, dass alle Fragen, die ich am Ende von „Eternity“ hatte, geklärt worden sind.
Auch die Dreiecksbeziehung von Alaric, Meena und Lucien bringt wieder Spannung in die Geschichte.
Beeindruckend herausgearbeitet sind vor allem die Veränderungen bzw. Weiterentwicklungen der Charaktere, sodass der Leser sich mit fast allen Protagonisten gut identifizieren kann.
Die ganze Geschichte steuert  auf das spannungsgeladene Finale mitten in New York zu.
Da sich der Schreibstil der Autorin nicht verändert hat, ist auch „Endless“ voller Emotionen. Von der ersten Seite an, möchte man das Buch nicht wieder aus der Hand legen.
Alles in allem ist es Meg Cabot gelungen zwei schöne Vampirromane zu schreiben, die sich zwar einigen Klischees bedienen, aber dennoch es wert sind gelesen zu werden und auch definitiv mehr sind, als eine reine Lektüre für zwischen durch.

Gut zu wissen: 
Wie auch schon beim ersten Band möchte ich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, das diese beiden Bände reine Erwachsenenliteratur sind. 

eternity

Rezension   


Autor: Meg Cabot
Preis: 8,99 €
Seitenzahl: 512
Verlag: Blanvalet
Leseprobe:  >>gibt es hier<<






Inhalt:
Meena Harpers Leben gerät aus den Fugen, als der Sender für den sie schreibt beschließt in die Serie „Eternity“ einen Vampir einzubauen. Meena hasst Vampire… Sie sind arrogant, von sich selbst überzeugt und benutzen Frauen als Spielzeug. Außerdem existieren sie nicht! 
Meena selbst besitzt die Gabe anderen Leuten zu sagen, wie und teilweise auch wann sie sterben werden. Wenn es so etwas geben kann, warum dann nicht auch Vampire? Das begreift Meena auch, als Alaric, seines Zeichens Vampirjäger, sie in ihrer eigenen Wohnung überrascht und zu allem Überfluss berichtet, dass ihr neuer Freund Lucien Antonescu, der ausnahmsweise perfekt zu sein scheint und kein Verfallsdatum hat, nicht nur ein Vampir ist, sondern der Vampir schlechthin: Der Prinz der Finsternis, der Gesalbte von allem, was unheilig ist, Vlad Draculs Sohn. 
Kurzerhand findet sich Meena in einem Vampirkrieg wieder und begreift, dass das alles kein Spiel ist, doch auf wessen Seite wird sie letzten Endes stehen: Luciens oder Alarics?

Meine Meinung:
Auf Meg Cabots Vampirroman „Eternity“ bin ich durch Zufall gestoßen, da sich meine kleine Schwester den zweiten Teil gekauft hat und ich die Geschichte recht interessant fand, war für mich klar, der erste musste her. Ein wenig enttäuscht war ich zu Beginn von den Namen der Personen. Meena, Jonathan, Abraham, Alaric, Lucien und Dimitri sind doch recht typische Namen, wenn es um Vampire geht. Allerdings hat Meg Cabot zumindest einen Teil der Namen nachher mit Stokers „Dracula“ in Verbindung gebracht, sodass die Namenswahl ein wenig lustig wurde – zumindest was Meena und Jonathan angeht. Durch den Schreibstil der Autorin liest sich das Buch sehr gut, und einmal angefangen möchte man nicht mehr wirklich aufhören, auch wenn das Geschehen teilweise doch manchmal recht albern ist… Vorallem das „Ende“ des ersten Bandes hat mich ein wenig, naja, sagen wir mal, deprimiert. Da Meenas Gabe die doch recht klischeehafte Geschichte interessant macht, freue ich mich jetzt dennoch darauf, den zweiten Teil zu lesen. Vor allem bin ich darauf gespannt, wie sich die Dreiecksbeziehung zwischen Lucien, Alaric und Meena weiterentwickelt. Wird Alaric ihn weiterhin töten wollen, wird Meena die Beziehung zu Lucien doch fortführen oder wendet sie sich doch von ihm ab und eher in Richtung Alaric, der ihr ja bereits seine Gefühle gezeigt hat, auch wenn er das selbst nicht mehr weiß? 

Gut zu wissen:
Dieses Buch ist ein Erwachsenenroman und für unter 16 Jährige auch auf gar keinen Fall geeignet, weshalb meiner kleinen Schwester das Buch auch entzogen wurde, da sie bisher weder den ersten noch den zweiten Teil gelesen hat – zum Glück.