Dienstag, 7. Juli 2015

Das Licht von Aurora

Rezension


Autor: Anna Jarzab
Preis: 17,95 €
Übersetzer: Ulrike Brauns, Birgit Pfaffinger
Seitenanzahl: 448
Verlag: Loewe Verlag
Leseprobe: >> gibt es hier <<

"Ich hasste ihn. Er war ein Lügner und Feigling und... und... hatte die ausdrucksstärksten grünen Augen, die ich je gesehen hatte."


Dieses Buch trat durch eine Leserunde auf LovelyBooks in mein Leben! Als ich das Cover in der Vorschau des Loewe Verlags zum ersten Mal gesehen habe, war ich sofort verliebt. Es ist aber auch einfach ein Traum!
Im nachfolgenden Stelle ich euch das Buch vor, präsentiere euch einige Aufgaben der Leserunde und meine dazugehörigen Antworten und werde meine Meinung zum ständigen „Selection“-Vergleich darstellen.

Inhalt:
Sasha ist ihre Verwirrung anzusehen, als plötzlich Grant Davis in ihrer Lieblingsbuchhandlung steht und sich mit ihr unterhalten möchte. Als ihr heimlicher Schwarm sie dann auch noch fragt, ob Sasha mit ihm auf den Schulball gehen würde, glaubt das Mädchen zu Träumen!
Doch bald stellt sich heraus, dass Grant gar nicht Grant ist! Und Sasha findet sich bald in der Märchenwelt aus ihren Kinderträumen wieder. Doch dort muss sie nicht nur mit aufkeimenden Gefühlen, sondern auch mit bösen Intrigen kämpfen…  Und das alles während sie in die Rolle der verschwundenen Prinzessin Juliana schlüpfen soll, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist.

Meine Meinung: 

Anna Jarzab hat sich viel Mühe gegeben, eine spannende Geschichte zu kreieren. Leider hat sie mich mit dieser nicht ganz überzeugt.
Während des Lesens fehlte mir leider eine durchgehende Spannung. Auch wenn der Schreibstil es mir sehr leicht gemacht hat in das Buch einzutauchen, hielt mich nichts dort fest. Ich konnte das Buch ohne Probleme für mehrere Stunden liegen lassen, ohne den Druck unbedingt weiter zu lesen.
Ein Großteil des Buches ist aus Sashas Sicht geschrieben, was uns unmittelbar in ihre Gefühlswelt eintauchen lässt. Ergänzt wird Sashas Sicht durch einige Kapitel erzählt von Thomas und Juliana.
Sasha hat mich zu Beginn mehr als nur genervt. Ich meine, ich kann verstehen, dass es für sie schwer ist zu begreifen, was um sie herum passiert und auch dass sie dies nicht einfach so wegsteckt. Aber ihre Handlungen sind manchmal einfach nur dämlich und führen dazu, dass sie beinahe umgebracht wird.
Thomas hingegen ist mir sofort ans Herz gewachsen. Er war einer der Gründe, warum ich wirklich weiter lesen wollte! Pflicht und Gefühle zusammen zu bringen, ist nicht immer leicht. Doch Thomas schafft es, den richtigen Weg zu wählen.
Doch ich will das Buch nicht schlecht machen, denn gerade als ich dachte, ich habe keine Lust mehr, nahm das Tempo der Erzählung rasant zu. Die Handlungen kamen Schlag auf Schlag und brachten eine gewisse Spannung mit sich. Und Wendungen, die mich dann doch überrascht haben.

Alles in allem kann ich sagen, dass „Das Licht von Aurora“ eine schöne Geschichte für zwischen durch ist. Aber generell hatte ich das Gefühl, dass die Autorin zu Beginn noch nicht ganz wusste, wo es hingehen soll. Leider fehlte mir deshalb die durchgängige Spannung. Trotzdem spielen hier große Gefühle eine Rolle und ich bin sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird.


Leserundenfragen:

Wie findet ihr die Darstellung der modernen Monarchie im Buch?

Die Modernität der Monarchie ist einzig darauf zurückzuführen, dass Juliana als Mädchen oder junge Frau regieren kann.
Ansonsten ist die ganze Geschichte mit lauter Technik vollgestopft. Das ist der einzige weitere Punkt, der für die Moderne sprechen kann.
Aber über die Politik erfährt man doch reichlich wenig. Was vermutlich dadurch kommt, dass Juliana nicht regiert und in nichts Einsicht hat, weil ihre Stiefmutter alles macht. Und die beiden haben nicht gerade das beste Verhältnis.
Ich finde die Monarchie kann man gar nicht richtig beurteilen, weil einfach zu wenig Informationen da sind.

Welche sind für euch die Besonderheiten an Sasha? (Nehmt mich nicht zu ernst ;) )

Hmm... Sie ist naiv, nervig und ziemlich dämlich... Zumindest zu Beginn der Geschichte.
Je weiter man beim Lesen kommt, desto mehr reift ihr Charakter. Das hat mich sehr fasziniert, obwohl sie oft einfach wirklich dämlich war... Ich meine nur zu Beginn, als sie wegrennt...
Na gut, Sasha ist ehrlich und hat Mitgefühl, was in diesem Buch ja fast jedem fehlt...! Das macht sie aber auch zu einem leichten Ziel...
Dennoch hat sie sich gut mit der ihr gestellten Aufgabe angefreundet. Und hat diese auch relativ gut gemeistert. Ich meine immerhin wurde sie nicht erschossen.


Selection-Vergleich: 

Wer auf diese Idee gekommen ist, weiß ich wirklich nicht. Ich glaube der Verlag selbst, wirbt mit dem Satz: Für alle Fans der  Bestseller-Trilogie Selection.
Ich muss da jetzt einmal heftig widersprechen!
Ähnlich ist zwar der Aufbau, dass es eine Monarchie gibt und Rebellen, die diese stürzen wollen. Doch das war es auch schon.
Sasha hat nichts mit America gemeinsam. Die großen Gefühle von Selection fehlen in Aurora. Was nicht unbedingt schlecht sein muss. Aber ich finde einfach nicht, dass diese beiden Bücher zu vergleichen sind. Vielleicht wird es sich in den nächsten Bänden der Aurora Reihe noch ändern, aber eigentlich gehe ich nicht davon aus. Die Grundidee bei Aurora ist doch ganz anders als die bei Selection! Während es bei Selection vorrangig um Liebe und Politik geht, handelt Aurora von Intrigen und Physik, bestimmt durch die Idee der Parallelwelten.
Und wie man oben sieht, nur weil ich Selection liebe (!!!), liebe ich Aurora noch lange nicht, auch wenn es ein gutes Buch ist.



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