Donnerstag, 26. Februar 2015

Eure Lieblingsblogs?

Hey,
mir ist aufgefallen, ich stöbere in letzter Zeit viel zu selten auf anderen Blogs.
Wenn ihr selbst einen betreibt, dann schreibt mir doch gerne den Link hier drunter und ich werde bei euch in den nächsten Tagen mal vorbeischauen.

Nun werde ich erst einmal vermehrt auf diesen hier stöbern:

http://die-rezensentin.blogspot.de/
Über Facebook entdeckt und festgestellt, dass die liebe Annette und ich so ziemlich denselben Krimigeschmack haben (also wenn ich mal welche lese). Seitdem schaue ich gerne mal bei ihr vorbei. Bei ihr werdet ihr auch wundervolle Berichte über Lesungen finden. Nur niemals Fantasy oder Vampire.

http://buechersuechtiges-herz.blogspot.de/
Oooohhh... Hier könnte ich nun einen ganzen Roman schreiben, aber ich versuche mich mal kurz zu fassen. Mit der lieben Janine habe ich schon so manche Stunde verquatscht. ;) Auch ein Büchlein aus ihrem Besitz ist bei mir schon eingezogen.
Bei ihr werdet ihr wundervolle Bücher finden. Ich würde sagen, sie liest so ziemlich alles (wenn es nicht stimmt, korrigier mich bitte :D). Aber ihr könnt auch über Filme mit ihr sprechen. UND sie liest wirklich verdammt schnell!

http://www.grueneronja.de/
Auch hier könnt ich einen ganzen Roman schreiben. Die liebe Ronja vom grünen Bücher-Blog ist deshalb schon ein Muss in meiner Liste, weil Ronjas ja zusammenhalten müssen! ;)
Ihr erinnert euch vielleicht noch an mein Weihnachtswichteln und an das fantastische Paket, das ich bekommen habe. Das stammte von meiner lieben Namensvetterin.
Bücher über Bücher und ihr müsst euch unbedingt ihr Regal ansehen... Ein Traum, auch wenn der Lichtschlauch momentan kaputt ist...

http://lebensleseliebelust.blogspot.de/
Irgendwann bin ich auf diesen Blog gestoßen und habe mich gleich wohlgefühlt beim Stöbern. Irgendwann haben die liebe Ingrid und ich angefangen uns in privaten Nachrichten auszutauschen. Ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam. Aber was grandios war, ich hatte beim Schreiben mit ihr von Anfang an das Gefühl auf einer Wellenlänge zu sein. Meist entwickelt sich soetwas ja erst nach einer Weile. Ich schaue so gerne in ihre Buchvorstellungen und begleite sie ab und an auch gerne über den Blog beim Geocaching.

https://astrolibrium.wordpress.com/
Zur kleinen literarischen Sternenwarte von Arndt, weiß ich gar nicht genau, was ich sagen soll.
Bücher sind etwas ganz besonderes und haben für einen bibliophilen Geist eine große Bedeutung. Arndt fördert in jedem Buch das besondere zu Tage und präsentiert es auf eine Art und Weise, dass man als Leser gleich weiß, dieses Buch muss in meine Hände. Durch das Lesen der Artikel "Gegen das Vergessen" bin ich dazugekommen meine eigene Reise anzutreten. Ein Besuch in der Sternenwarte schadet nicht. Ich denke, ihr werdet euch dort genauso wohlfühlen wie ich.

http://jellygrafix.de/ 
Diese Seite ist noch recht neu und gehört einer guten Freundin von mir. Sie ist eine leidenschaftliche Fotografin und hat übrigens auch meinen Banner für diesen Blog gestaltet. Ihre Fotos sind wirklich wunderschön. Sie würde sich sicherlich freuen, wenn ihr einmal vorbeischaut.

So das waren meine liebsten Blogs bisher. Wenn ihr findet, dass dort unbedingt noch einer zu muss, schreibt ihn mir doch in die Kommentare, dann werde ich mal vorbeischauen.

Kennt ihr einen der obigen Blogs denn schon?

Mittwoch, 25. Februar 2015

Atlantia

Gastrezension


Autor: Ally Condie
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 416
Verlag: Fischer FJB
Leseprobe: >> gibt es hier <<

"Meine Schwester ist fort. Sie hat sich entschieden, nach Oben zu gehen. Sie würde so etwas niemals tun. Sie hat es getan. Das Letzte, was sie zu mir gesagt hat, war, dass die Stadt atmet. Ich höre jetzt meinen eigenen Atem, ein und aus, ein und aus. Ich lebe hier. Ich werde hier sterben. Ich werde niemals fortgehen." (S. 16)

Inhalt:
Rio und Bay sind Schwestern, Zwillinge, zweeiige Zwillinge zwar, aber sie ähneln einander äußerlich sehr.
Die beiden Schwestern Leben in Atlantia , einer großen Stadt auf dem tiefen Meeresgrund.
Sie führen ein ruhiges und beständiges Leben, dienen dem Tempel als Schülerinnen und verehren ihre Mutter Ozeana, die Hohepriesterin von Atlantia ist.
Als Ozeana plötzlich unter mysteriösen Umständen stirbt, verändert sich ihr Leben grundlegend .

Rios Traum sich am Jahrestag der Trennung für das Oben zu entscheiden, gibt sie auf, um bei Bay zu bleiben.
Der Verrat trifft sie hart , als sie untätig mitansehen muss, wie Bay sich für das Oben entscheidet und sie sofort getrennt werden.

Was hat Bay zu dieser Entscheidung getrieben und wer hat ihre Mutter getötet?
Was führt der neue Hohepriester Nevio im Schilde und kann sie ihrer Tante Maire, die eine Sirene ist , trauen ?
Und bei all diesen Fragen trägt Rio noch eine schwere Bürde, ein Geheimnis mit sich, dass nicht ans Licht kommen darf.
Wird sie einen Weg finden nach Oben zu gelangen ?

Meine Meinung:
Ally Condie hat einen außerordentlich ruhigen Schreibstil, den man anfänglich als inhaltslos oder träge empfinden könnte, allerdings entwickelt er sich im Laufe des Buches zu einer spannenden Erzählweise.
Rückblickend gesehen, finde ich die fehlende Emotinalität in den ersten Kapiteln nachvollziehbar, schließlich musste Rio ihr ganzes Leben ihre Emotionen unterdrücken und verstecken, da ist es eigentlich ein gelungener Schachzug von Ally Condie die Stimmung im Buch auch dementsprechend zu gestalten.
Sobald Rio sich öffnet, Gefühle zulässt und zu ihrem Selbst findet , verändert sich auch die Atmosphäre und die Erzählweise im Buch.

Die Welt von Atlantia ist eindrucksvoll und detailgetreu beschrieben, und ich fand es sehr faszinierend über die Lebensumstände und den Glauben der Bewohner zu lesen, dennoch hätte ich mir zu Beginn der Geschichte ein wenig mehr Informationen zur Entstehung der Stadt gewünscht.
Stellenweise etwas langgezogen, bekommt der Leser nur häppchenweise Antworten auf die vielen aufkommenden Fragen. So wirkt das Ende leider etwas konstruiert und zu schnell abgehakt.

Dennoch hat mir die Geschichte um Atlantia und ihre Bewohner gut gefallen und auch den fantastischen Einschlag durch die Sirenen fand ich gelungen.
Ich möchte nicht allzu viele Details verraten, da diese einfach ausschlaggebend für die Geschichte sind.

Fazit
Atlantia ist eine ruhige Dystopie mit Fantasy Komponenten, die nicht durch spannende Kämpfe oder Katastrophen überzeugt, sondern durch einen langsam aufgebauten Spannungsbogen und ein wirklich fantasievolles neues Weltkonstrukt.
Der ewige Kampf der Menschen sich für das Gute einzusetzen und ihre Vorurteile gegenüber dem Unbekannten zu vergessen, sowie Familie und Freundschaft sind zentrale Themen dieses Buches.


von Nina
My life with books - Buchfee's Lesewelt
Lovelybooks Profil: Buchfee81

Sonntag, 22. Februar 2015

Dornenherz

Rezension


Autor: Jutta Wilke
Preis: 14,95 €
Seitenanzahl: 224
Verlag: Coppenrath Verlag
Leseprobe: >> gibt es hier <<


>> Jedem Ende wohnt ein Anfang inne <<




Inhalt:
Heute: Anna hat das Gefühl nach Ruths Unfall vor einem Jahr zusammen mit ihrer Schwester beerdigt worden zu sein. Sie gibt sich den Schuld am Tod der Schwester. Denn hätte sie den Bus nicht verpasst, hätte Ruth sie nicht abholen müssen... Mit Leon, dem ehemaligen Freund ihrer Schwester ist Anna zwar zusammen, doch liebt sie ihn wirklich?
Als sie wieder beginnt zu zeichnen, ändert sich plötzlich alles. Denn bei ihrem Streifzug über den Friedhof findet sie ihren Rosenengel und trifft auf Phil.
Phil, der in ihr nicht nur die Schwester des toten Mädchens sieht...
1883: Joanna, Tochter aus gutem Hause, freut sich auf das Wiedersehen mit ihrem Kindheitsfreund Leonard. Als Sohn eines guten Freundes ihres Vaters ist Leonard der perfekte Stoff zum Heiraten. Doch dann lernt Joanna den Maler und Bildhauer Philipp kennen...

Meine Meinung:
In diesem Buch lernt der Leser nicht nur Annas Geschichte kennen, die sich um Leon und Phil dreht, sondern auch Joannas, die mit ihren Gefühlen für Leonard und Philipp kämpft.
In perfekter Abwechslung erzählen beide Mädchen ihre Geschichten. Doch die eine endet mit dem Tod, während die andere gerade dadurch weiter leben kann. Die Umstände in denen die Mädchen gefangen sind, unterscheiden sich sehr stark und hängen doch miteinander zusammen und erschaffen so eine einzige Geschichte.
Durch die Kürze der Erzählung werden alle Personen außer die Liebenden eher oberflächlich gehalten. Dies ist aber keineswegs schlimm, denn letztendlich sind die anderen nur Statisten.
Ich hatte ehrlich gesagt weniger von dem Buch erwartet. Ich dachte hier wird die typische Dreiecksgeschichte auf den Plan gerufen. Doch Jutta Wilke bietet dem Leser viel mehr. Sie zeichnet hier eine Geschichte von Trauer, Liebe, Verlust und Schmerz, eine Geschichte von großen Gefühlen, die wir Menschen nicht immer annehmen wollen.
Eine wirklich schöne Lektüre für zwischendurch, die leider viel zu schnell durchgelesen ist...
Also ich habe ungefähr 2 Stunden gebraucht, da ich das Buch nicht wieder aus der Hand legen konnte.
Und um einen Ausflug nach Hamburg komme ich nun wohl nicht drumrum. Warum? Lest selbst! ;)

Donnerstag, 19. Februar 2015

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

Rezension


Autor: Lilly Lindner
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 400
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Leseprobe: >> gibt es hier <<

Lilly Lindner erzählt eine Geschichte über wahre Schwesternliebe, über Krankheit und den Schmerz des Verlusts.


Inhalt:
Phoebes große Schwester April musste aufgrund ihrer Magersucht in eine Klinik.
Das kleine Grundschulmädchen vermisst seine Schwester so sehr, dass es beginnt ihr Briefe zu schreiben. Briefe in denen Phoebe ihre ganze Trauer, Wut und auch Angst um April zum Ausdruck bringt. Mit einer Wortgewalt, die man einem so jungen Mädchen gar nicht zugetraut hätte, beschreibt Phoebe, was die Krankheit von April Zuhause anrichtet und vor allem wie sehr ihr ihre wundervolle Schwester in jeder Sekunde fehlt.
Später im Buch kommt auch April zu Wort. Sie beschreibt ihre Sicht der Dinge und hier merkt man die große Schwesternliebe zwischen Phoebe und April. Auch April jongliert mit Worten, wie ihre kleine Schwester und so spürt man in jeder Zeile den großen Schmerz und die Qual, die das 16-jährige Mädchen umgibt.

Meine Meinung:
Lilly Lindner spricht mir mit vielen Sätzen ihrer Protagonisten aus der Seele. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Zitate abfotografiert, wie beim Lesen dieses Buchs.
Das sprachliche Niveau hat mich genauso begeistert, wie die emotionale Geschichte von April und Phoebe.
Eine so starke Liebe, so eine Verbundenheit zwischen zwei Menschen ist eine Seltenheit, die sich dennoch jeder Mensch zutiefst ersehnt.
Schon als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt und das Cover bestaunte, wusste ich hier versteckt sich etwas ganz Besonderes hinter. Die Frage, was anderen Menschen fehlen würde, wenn man verschwinden würde, stellt sich so ziemlich jeder Mensch mindestens einmal im Leben. Doch man bekommt nie wirklich eine Antwort darauf. Weil es sich einfach niemand vorstellen mag, dass ein geliebter Mensch nicht mehr da ist. Und wenn man verschwunden ist, weiß man ja nicht mehr, wie sich die übrig gebliebenen fühlen. Lilly Lindner hat aus dieser Überlegung einen wundervollen Jugendroman gemacht.
Ich empfehle ihn aber nicht nur Jugendlichen, denn dieses Buch überwindet jegliche Altersbeschränkung...
Eigentlich weiß, ich gar nicht genau, was ich noch über dieses Buch sagen soll, denn im Grunde ist es einfach unbeschreiblich. Die Tiefe der Gefühle hat nicht nur einmal dafür gesorgt, dass ich angefangen habe beim Lesen zu weinen. Und das tue ich wirklich selten!
Dieses Buch ist mit keinem zu vergleichen, das ich bisher gelesen habe. Noch nie habe ich solche Sätze gelesen... So schön, metaphorisch...
Ich kann dieses Buch einfach jedem ans Herz legen!

Dienstag, 17. Februar 2015

Reise gegen das Vergessen: Der Junge auf der Holzkiste

„Mister Leyson, ich bin so froh, dass Sie es geschafft haben.“  Dieser Satz eines Schülers bewegte Leon Leyson zutiefst. Doch nicht nur dieser Schüler sprach Leyson auf seine Geschichte an, nachdem am 23.Januar 1994 ein Artikel mit eben dieser veröffentlicht wurde. Mit diesem Artikel wurde der Grundstein für viele Vorträge gesetzt, die Leon Leyson gerne hielt, obwohl er immer wieder den Schrecken und die schmerzlichen Verluste seiner Kindheit durchlebte.


Leon Leyson war ein sehr begabter Mann. Er hatte ein gutes Gehör für Musik und für Sprachen. Er sprach Englisch, Jiddisch, Polnisch, Hebräisch und Deutsch, Russisch, Ungarisch und ein bisschen Tschechisch, Japanisch und Spanisch. Er liebte Lieder in Moll, hatte einen schwarzen Gürtel in Judo, spielte ziemlich gut Tennis und war ein ausgezeichneter Bowlingspieler.  Leon Leyson führte ein schönes Leben in Amerika. 39 Jahre lang lehrte Leon als Lehrer an der Huntington Park High School. Dort lernte er auch seine Frau kennen. In seinem Leben war er Sohn, Bruder, Vater, Ehemann, Onkel und Großvater.

Doch lange Zeit wusste niemand, was Leon Leyson wirklich durchgemacht hatte. Bis zum 23.Januar wusste niemand, dass es ein Kind namens Leib Lejzon gab. Ein Kind dem Oskar Schindler durch seine Liste das Leben rettete. 

„Ich weiß, wer du bist“, sagte er mit einem Aufleuchten in den Augen. „Du bist der kleine Leyson.“
Ich hätte wissen müssen, dass Oskar Schindler mich nie enttäuschen würde. (S.10)

Leon Leyson wurde 1929 unter dem Namen Leib Lejzon in Narewka, einem kleinen Bauerndorf im Nordosten Polens geboren. Er war das jüngste von fünf Kindern. Später zog die Familie nach Krakau, wo der Vater in einer Glasfabrik arbeitete.
Als der zweite Weltkrieg begann, fürchtete man, dass kräftige Männer zur Zwangsarbeit eingezogen werden würde, wie es schon einmal der Fall war. Leons Vater und sein ältester Bruder Herschel beschlossen die Flucht nach Narewka anzutreten, um nicht eingezogen zu werden. Doch der Vater kehrte bald zurück, da er seine jüngsten Kinder und seine Frau nicht alleine zurücklassen wollte. Herschel sollte alleine nach Narewka fliehen.
Später sollte die Familie erfahren, dass er dort nicht in Sicherheit war.
„Nun erfuhren wir, dass Herschel tatsächlich bis Narewka gekommen war, jedoch nur, um dort an jenem schrecklichen Tag im August von den SS-Mördern umgebracht zu werden.“ (S.167)

Im März 1941 zog die Familie Leyson ins Krakauer Ghetto. Schon beim Einzug hatte Leon das Gefühl er würde an einen Ort ziehen, der sein Friedhof werden sollte.
Am 08.Juni kam der nächste Schicksalsschlag. Leon verlor seinen geliebten Bruder Tsalig.
Der inzwischen 17-Jährige hätte einen eigenen Blauschein benötigt, den er aber nicht besaß. So nahmen die Soldaten in mit und steckten ihn in denselben Zug, in dem sich auch Itzhak Stern befand.

In solchen Viehwaggons wurden die
Häftlinge transportiert...

Oskar Schindler läuft auf dem Bahnsteig entlang und ruft nach seinem Buchhalter. Diese Szene
kennen so viele Menschen, doch was der Film nicht zeigt, Schindler entdeckte einen Jungen im Zug und erkannte in ihm den Sohn seines Arbeiters. Er könnte ihn retten, doch der Junge will seine Freundin nicht im Stich lassen. Tsalig kam im Lager Belżec in einer Gaskammer ums Leben, weil er aus Liebe zu seiner Freundin sein eigenes Leben opferte.
Noch Jahre später hoffte Leon insgeheim, sobald er einen Menschen sah, der Tsalig ähnelte, dass sein Bruder heimgekehrt sei...


Das Konzentrationslager Plazów
„Als wir uns später dem Lager Płazów näherten, war ich noch immer voller Freude darüber, dass es mir gelungen war, das Ghetto zu verlassen. Es war mir nur wichtig, wieder mit meiner Familie zusammen zu sein. Doch als wir Płazów betraten, sah ich eine Welt vor mir, die weit schlimmer war, als ich es überhaupt für möglich gehalten hätte. Wer durch diese Tore ging, hatte das Gefühl, den innersten Kreis der Hölle [zu] betreten.“ (S.109)

Göth in alliierter Internierung, August 1945


Leon wurde von seiner Familie getrennt und von den Nazis als zu schwach angesehen, dennoch
schaffte er es, sich in den Transport der kräftigen Männer zu schmuggeln. So wurde er nach Płazów gebracht, wo er bald auch wieder auf seine Familie traf. Doch waren sie in getrennten Abteilungen des Lagers untergebracht.
Das Lager war die Hölle, geführt von dem Sadisten Amon Göth mussten die Inhaftierten ständig darum fürchten, ohne jeden Grund erschossen oder gefoltert zu werden, nur weil Göth Spaß daran hatte.
(Am 13.September '46 wurde der "Schlächter von Plazów" als verurteilter Massenmörder erhängt. )

Doch bald sollte sich für die Familie Leyson alles ändern. Oskar Schindler hatte Leons Vater Mosche schon vor der Deportation nach Płazów in seiner Emaillewarenfabrik angestellt. Nun stellte er auch noch Leon, seinen Bruder David, seine Schwester Pesza und seine Mutter Chanah an. Durch den Bau des Nebenlagers war die Familie sicher vor den sadistischen Spielen Göths.
"289. Lejzon Leib" der damals 12 oder 13 Jährige Leon Leyson auf Schindlers Liste

Oskar Schindler rettete Leon Leyson und seiner verbliebenen Familie das Leben, weil er daran glaubte, „dass [ihre] Leben etwas wert waren und dass es sich lohne, [sie] zu retten, sogar wenn er sein eigenes Leben aufs Spiel setzte.“ (S.11) 

Diese Post machte den emotionalen
Reiseabschnitt erst möglich.

Am 12.Januar 2013 ist Leon Leyson gestorben, doch er erlebte noch, dass sein Manuskipt, seine Lebensgeschichte, von Peter Steinberg betreut werden sollte. Die Veröffentlichung des Buches, seines Buches konnte er leider nicht mehr miterleben.  Seine Frau Elisabeth B. Leyson schrieb im Nachwort:
„Der Antrieb, der Leon dazu brachte, seine Geschichte Jahr um Jahr zu erzählen, obwohl er jedes Mal den herzzerreißenden Kummer wieder erlebte, war, das Andenken an seine Familie und an die Millionen anderen Opfer des Holocaust zu ehren. Ich weiß, dass es ihn glücklich machen würde, zu wissen, dass mit diesem Buch die Erinnerung, an seinen Helden Oskar Schindler und an die Zeiten unaussprechlichen Elends für Generationen bewahrt bleiben.“ (S.197)




In Gedenken an all die Menschen, die Schindler nicht retten konnte, doch auch an die, die er retten konnte. Leib Lejzon war der Jüngste auf Schindlers Liste. Ich hoffe sehr, dass ich mit diesem Bericht ihm und seinem Wirken gerecht geworden bin. 
Solange es Menschen gibt, die jedes Leben wertschätzen, gibt es Hoffnung.



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Donnerstag, 12. Februar 2015

TAG: 7 Deadly Sins

TAG der Woche von Mikka liest

So ich bin mal wieder getaggt worden... ABER dieser Tag ist wirklich mega cool! Anders kann ich ihn nicht beschreiben :D
Aber ihr fragt euch sicherlich wer mich überhaupt getaggt hat und um welchen Tag es sich dreht:

Getaggt wurde ich von Mikka von Mikka liest.
Und der Tag der Woche ist:
„7 Deadly Sins“        ------------>      >> hier geht's zu Mikkas Beitrag <<

Der Tag wurde auf Youtube von BookishlyMalyza ins Leben gerufen.
Mikka hat ihre Fragen übernommen, aber ins Deutsche übersetzt. Zu jeder Todsünde gibt es eine passende Frage. Und da ich den Teufel und den Tod und Sünden mag, gibt es keinen Tag, der besser zu mir passen würde.

GEIZ - Was ist dein teuerstes Buch? Was ist dein billigstes Buch?

(Geschenkte Bücher oder Leseexemplare zählen nicht!)
Mhm… die Frage nach dem teuersten Buch ist bei mir eigentlich ziemlich schwer zu beantworten.
Wenn ich mich in meinem Zimmer so umschaue, stolpere ich über so viele Mängel- und Rezensionsexemplare, dass ich meine normalen Bücher kaum noch entdecken kann. Und wirklich teure habe ich gar nicht. Meine teuersten Bücher sind dann die Hardcover für 19,99€.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden!


ZORN — Mit welchem Autor verbindet dich eine Hassliebe?
Hassliebe mhm… schwere Frage… Ich glaube ich habe gar keinen Autor bei dem ich so etwas sagen kann. Bisher konnten mich entweder alle Bücher eines Autoren überzeugen oder es waren gleich nur Einzelbände, wo ich dann beschlossen habe, dass der Autor nichts für mich ist.  Das einzige was man vielleicht als Hassliebe annehmen könnte, wäre meine Meinung von Wolfgang Hohlbein. Ich hasse es, dass er sich im Fernsehen auf RTL 2 in einer Sendung präsentiert, die für mich wirklich unterstes Niveau ist, aber ich liebe seine Bücher.

VÖLLEREI — Welches Buch hast du ohne Scham immer und immer wieder verschlungen?
Da muss ich leider passen. Ich bin da dann doch ein sehr gezügelter Mensch, was die Völlerei angeht. Im Geiste leben einige Geschichten und Bücher noch lange weiter, aber ich lese grundsätzlich kein Buch zweimal. Dafür gibt es zu viele schöne Bücher, die ich sonst aus Zeitmangel nicht lesen könnte.


TRÄGHEIT — Welches Buch hast du aus Faulheit vernachlässigt und nicht gelesen?
Mhm… eigentlich quäle ich mich ja durch jedes Buch, aber bei den letzten Schullektüren, habe ich dann doch aufgegeben, weil ich einfach zu faul war, sie zu Ende zu lesen. Das eine „Im Krebsgang“ habe ich inzwischen aber doch beendet, weil es eigentlich doch ganz interessant war.
Aber „Tod in Venedig“ habe ich dann doch irgendwie vernachlässigt.


Klappentext zu "Im Krebsgang":
»Diese Geschichte fing lange vor mir, vor mehr als hundert Jahren an, und zwar in der mecklenburgischen Residenzstadt Schwerin.« Hier wird 1895 jener Mann geboren, der später als »Blutzeuge« gefeiert und einem Schiff den Namen geben wird, dessen Untergang am 30. Januar 1945 die größte Katastrophe in der Geschichte der Seefahrt darstellt. Das ehemalige Kraft-durch-Freude-Kreuzschiff »Wilhelm Gustloff« mit Tausenden von Flüchtlingen und Soldaten an Bord wird von den Torpedos eines sowjetischen U-Boots versenkt, schätzungsweise fünf- bis neuntausend Menschen finden in der eisigen Ostsee den Tod. 


Eine der Überlebenden des Grauens ist die hochschwangere Tulla Pokriefke aus Danzig, die schon in ›Katz und Maus‹, in ›Hundejahre‹ und in ›Die Rättin‹ eine Rolle spielt. Ihr in jener Nacht geborener Sohn Paul, Journalist und Chronist der Geschichte, stößt eines Tages zufällig auf die brisante Internet-Seite einer »Kameradschaft Schwerin«, die ihn fortan umtreibt. Dabei fördert er ein menschliches Drama zutage, das bis in unsere Gegenwart hineingreift und nicht zuletzt seine eigene Familie tangiert.


HOCHMUT — Über welches Buch sprichst du, wenn du wie ein intellektueller Leser klingen willst?
Das ist eine sehr gute Frage, auch wenn ich erst einmal darüber lachen musste.
Ich glaube am häufigsten benutze ich dann „Faust“ von Goethe. Ich liebe Mephisto und die gereimte Form des Textes. In meiner Altersklasse ist es auch durchaus nicht mehr üblich, dass jemand „Faust“ gelesen hat. Für einige meiner Schulkameraden ist schon „Twilight“ Weltliteratur… Es ist gut und ein Bestseller, aber nichts was auch noch in 100 Jahren gelesen werden wird. (Das ist zumindest meine Meinung)

Klappentext:
Der Universalgelehrte Faust befindet sich in einer tiefen Krise bei seiner Suche nach dem, »was die Welt im Innersten zusammenhält«. Eingesperrt in seine Gelehrtenstube drängt es ihn schließlich bis nahe an den Selbstmord. Nur die Osterglocken retten ihn. Beim berühmten Osterspaziergang wird ihm bewusst, dass er sich nach umfassendem Weltwissen gleichermaßen wie nach irdischer Weltlust sehnt. Da er sich aber von allen irdischen Lebenswerten abgeschnitten sieht, verflucht er das Leben. Hier nun wittert der Teufel in Gestalt des Mephisto seine Chance und bietet Faust einen Pakt an: Würde dieser auch nur einen Augenblick das Leben genießen und dabei verweilen wollen, wäre Fausts Seele auf immer verloren. 


Faust lässt sich auf den Handel ein und wird von Mephisto nun mit derbsten Sinnesgenüssen überschüttet: Aber sowohl die Studentenrunde in Auerbachs Keller als auch den Spuk in der Hexenküche erträgt Faust nur widerwillig. Erst die Begegnung mit dem nur 14-jährigen Gretchen erweckt in Faust irdisches Verlangen. Nun nimmt das Drama seinen Lauf ... 



WOLLUST — Welche Eigenschaft findest du an männlichen oder weiblichen Charakteren am attraktivsten?

Vor dieser Frage habe ich mich eigentlich gefürchtet… Also dann mal los. Ich glaube ich passe total in das Teenagergirl Klischee, wenn ich nun zugebe, ich stehe total auf Bad Boys. Wenn das schon mal gegeben ist, dann ist es eigentlich auch völlig egal, was sie sonst noch so tun. Ich bin ihnen in den meisten Fällen hoffnungslos verfallen.
Arroganz ist ganz wichtig!
Mein Lieblingscharakter ist immer noch Marek aus "Kinder des Judas" von Markus Heitz *-*

Klappentext:
»Ich spüre nicht nur den Tod – ich bin eine seiner Göttinnen!«

Leipzig 2007: Sie ist die gute Seele eines Krankenhauses. Hier steht sie denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein sollen. Jeder, der die junge Frau am Bett eines Sterbenden wachen sieht, wird sie für einen Engel halten. Denn niemand weiß, wer sie wirklich ist. Oder was.

NEID — Welches Buch würdest du am liebsten als Geschenk erhalten?
Oh… da fallen mir so viele auf Anhieb ein. Aber da sich diese Frage auf die Todsünde Neid bezieht,
habe ich glaube ich die perfekte Antwort gefunden.
Ich erzähle meiner Mutter seit Jahren immer wieder, wenn wir im Buchladen sind, dass ich die Göttlich-Trilogie im Schuber haben möchte. Doch bisher hat es einfach nicht funktioniert. Meine Stiefschwester hat nun zum Geburtstag genau diesen Schuber bekommen… und meine Mutter hat ihn besorgt… Da war ich sowas von neidisch… ach was heißt hier war… Ich bin es immer noch! :D

Klappentext des ersten Bandes: 
Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe!

Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket – und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen – indem sie sich ineinander verlieben …



Ich hoffe, der Teufel holt mich jetzt gleich nicht ab, da ich ja anscheinend allen Todsünden erlegen bin... Naja, wenn er kommt, ist vielleicht auch ganz gut. In der Hölle ist es wenigstens warm und ich friere endlich nicht mehr. ;)


Achja:
Ich würde den Tag gerne weiter auf die Reise schicken und würde mich freuen, wenn sich


beteiligen würden.
Ich freue mich jedenfalls, wenn ich auf euren Blogs stöbern gehen kann ;)

Samstag, 7. Februar 2015

Reise gegen das Vergessen: Ich habe den Todesengel überlebt

Die beiden vordersten Kinder sind Eva (links)
und Miriam (rechts)
Miriam Mozes durfte nur 29 Jahre alt werden, weil ein Arzt sie und ihre Zwillingsschwester Eva zu medizinischen Zwecken missbrauchte.
Miriam wäre heute wie ihre Schwester Eva Mozes Kor 81 Jahre alt, doch sie starb aufgrund der Injektionen, die ihr ein Mediziner in Auschwitz injiziert hatte. Ein Mediziner, der nie zur Rechenschaft gezogen wurde, sondern nach Amerika floh. Er war es, der entschied, wer leben durfte und wer starb. Er wartete an der Rampe, die für viele den Weg in den Tod oder einen weiteren Schritt in die  Hölle bedeutete. Mengele wollte perfekte Arier erschaffen. Wollte herausfinden, wie Zwillinge „funktionieren“. Er wollte blonde, blauäugige Babys                                                                              erschaffen können.
Der Todesengel Josef Mengele wurde nie für seine grausamen Experimente bestraft und bis heute weiß Eva nicht, was genau in den Spritzen war…

„Mama packte Miriam und mich bei der Hand. Wir stellten uns nebeneinander auf der Betonrampe auf. Mir fiel der Geruch auf: ein widerlicher Gestank, wie ich ihn nie zuvor gerochen hatte. Er erinnerte mich an verbrannte Hühnerfedern. Zu Hause auf dem Bauernhof sengten wir, wenn die Hühner fertig gerupft waren, die letzten Federchen über einer Flamme ab, um die Tiere zu säubern. Hier aber war der Gestank überwältigend. Es war, als liefe man durch ihn hindurch, in ihm umher. Er war überall und unausweichlich. Ich fand nicht gleich heraus, woher er tatsächlich rührte.
Dieser Ort war verwirrend und laut.
Menschen kreischten.
Da waren Schreie.
Durcheinander.
Verzweiflung.
Gebell.
Befehle.
Weinen, weinen, weinen. Das Weinen von Kindern nach ihren Eltern. Das Weinen von Eltern nach ihren Babys. Das Weinen verstörter, fassungsloser Menschen. Das Weinen von Menschen, die mit Gewissheit erkannten, dass ihre Alpträume Wirklichkeit geworden waren.  In all diesem Weinen, hallte der äußerste, unvorstellbarste Schmerz wider, der Schmerz aus menschlichem Verlust, Trauer und Leid.“ (Ich habe den Todesengel überlebt S.49/50)

Eva und Miriam Mozes 1935

Das war es was Eva und vermutlich auch Miriam dachte, als sie im Mai 1944 in Auschwitz ankamen. Eine einzige Tatsache rettete ihnen das Leben: Sie waren Zwillinge. Und damit brauchbar für die Forschungen des Lagerarztes Josef Mengele. Aufgrund ihrer identischen weinroten Kleider waren sie in der Menge der angekommenen Häftlinge gut zu erkennen. Wäre niemand auf die Zwillinge aufmerksam geworden, wären die 10-jährigen Mädchen wohl gleich ins Gas geschickt worden.

„ „Sind das Zwillinge?“, fragte er Mama.
Sie zögerte. „Ist das gut?“
„Ja“, sagte der Wachmann.
„Sie sind Zwillinge“, antwortete Mama.
Ohne ein Wort packte er Miriam und mich und riss uns fort von Mama.
„Nein!“
„Mama! Mama! Nein!“
Miriam und ich schrien und weinten, reckten die Hände nach unserer Mutter, die ebenfalls mit ausgestreckten Armen darum kämpfte uns zu folgen, aber von einem Wachmann festgehalten wurde. Er schleuderte sie roh zur anderen Seite der Rampe.
[…]
Wir wussten nur, dass wir urplötzlich allein waren. Wir waren erst zehn Jahre alt.
Und wir sahen Papa, Mama, Edit und Aliz nie wieder.“ (Ich habe den Todesengel überlebt S.12/13)

Eva und Miriam mit 15 Jahren (1949)

Die Befreiung am 27.Januar 1945 verbanden die Zwillinge mit den Worten „Wir können tun, was wir wollen. Alles, was wir wollen. Wir sind frei.“
Erst lebten die Mädchen bei ihrer Tante, die als einzige Verwandte die Konzentrationslager überlebte und zogen später zu ihrem Onkel Aaron nach Israel.  




Im Buch „Ich habe den Todesengel überlebt“ erzählt Eva Mozes Kor nicht nur ihre eigene sondern auch Miriams Geschichte. Sie berichtet von dem Grauen, das ihnen durch die Behandlungen von Mengele wiederfahren ist.
Trotz all dem Leid und der Tatsache, dass außer einer Tante und ihrer Schwester Miriam niemand von der Familie überlebt hat, vergab Eva Mozes Kor am 50. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz persönlich allen Nationalsozialisten ihre Taten.
Sie gründete die Children of Auschwitz-Nazi’s Deadly Lab Experiments Survivors (C.A.N.D.L.E.S.) und machte bisher 122 Überlebende der Zwillingsexperimente ausfindig. Bis heute kämpft sie darum, die medizinischen Hintergründe und Folgen der Versuche zu ergründen, damit die Opfer hinreichend behandelt werden können.


Heute veranstaltet Eva häufig Führungen und Vorlesungen, um über die Geschehnisse aufzuklären und Mut zu machen. 

„Im Moment des Vergebens verliert dein Peiniger die Macht über dich…“
Eva Mozes Kor





Auch einige meiner Partnerblogs haben sich mit Evas Geschichte befasst... 
Astrolibrium hat sie sogar persönlich getroffen: 

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Donnerstag, 5. Februar 2015

Januar Rückblick und Februar Leseliste

So ich habe mich endlich dazu aufgerafft, meinen Monatsrückblick zu schreiben. Und in dem Zuge präsentiere ich euch auch gleich mal mein Lesevorhaben für Februar.

Monatsrückblick Januar

Gelesene Bücher: 

  1. Die Verwandlung - Franz Kafka                Lesezeit: ca. anderthalb Stunden
    1. das wirst du bereuen - Amanda Maciel     Lesezeit: um und bei 10 Tage
    2. Hinter den Spiegeln - Ulrike Schweikert  Lesezeit: um und bei 16 Tage
    Neuzugänge:
              1. das wirst du bereuen Rezensionsexemplar
              2. Obsidian - Jennifer L. Armentrout  Weihnachtsgutschein
              3. Onyx - Jennifer L. Armentrout  Geschenk von Mama :) 
              4. Gated: Die letzten 12 Tage - Amy Christine Parker  Weihnachtsgutschein
              5. Alice im Wunderland - Lewis Carroll  Weihnachtsgutschein
              6. Secrets: Ich fühle - Heather Anastasiu  Weihnachtsgutschein
              7. Everflame Hörbuch   Gewinn über Facebook
              8. Recon Team Angel - Brian Falkner Gewinn beim dtv bookmark über Facebook
              9. Alice hinter den Spiegeln - Lewis Carroll Weihnachtsgutschein
    Geschriebene Rezensionen: 
    1. Die Schüler von Winnenden
    2. Es wird keine Helden geben - Anna Seidl
    3. Wen der Rabe ruft - Maggie Stiefvater
    4. Krieg - Janne Teller
    5. das wirst du bereuen - Amanda Maciel
    6. Das Skript - Arno Strobel
    7. Was fehlt, wenn ich verschwunden bin - Lilly Lindner  Gastrezension
    8. Nichts: Was im Leben wichtig ist - Janne Teller
    Veranstaltungen: 
    • 02. Januar 2.Bloggerkommentiertag auf Facebook
    • 10. Januar Eulenspiegelball (Karnevalsveranstaltung) 
    • 23. Januar 1.Gemeinsamer Leseabend
    • 25. Januar Kommentiertag für Bücherblogs
    Sonstiges: 
    1. TAG:Sisterhood of the World Bloggers Award
    2. Mein Selectionkleid *-*
    3. Meine Schwester hat sich den Ellbogen ausgerenkt...
    4. Gewinnbenachrichtigung Loewe-Verlag: Schlusstakt - Arno Strobel (erscheint im März)
    5. 220 "Gefällt mir"-Angaben auf Facebook geknackt
    6. 27. Januar 70 Jahre Auschwitz Befreiung
    7. Antritt der Reise gegen das Vergessen












    Leseliste Februar

    1. Der Junge auf der Holzkiste: Wie Schindlers Liste mein Leben rettete - Leon Leyson
    2. Was fehlt, wenn ich verschwunden bin - Lilly Lindner 
    3. Romeo und Julia - William Shakespeare
    4. Dornenherz - Jutta Wilke 



    Von "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" habe ich leider noch kein Bild, weil es erst noch hier ankommen muss. Das Buch habe ich bei Vorablesen.de gewonnen. 





    Das ist jedenfalls so der Plan, aber ob das wirklich klappt und ob es wirklich diese Bücher sind, die ich nachher lese, wird sich zeigen! 
    Momentan bin ich jedenfalls schon bei der Hälfte von "Der Junge mit der Holzkiste" und muss jetzt schon mal sagen, es ist ein wirklich bewegendes und interessantes Buch. Und ich bin sehr froh darüber, das Leon Leyson das Manuskript noch vor seinem Tod beenden konnte. So gerät er wenigstens nicht in Vergessenheit. Er nicht und auch Oskar Schindler nicht. Obwohl Schindler alleine durch den Film "Schindlers Liste" lange weiterleben wird. 

    Kennt ihr eines der Bücher in diesem Artikel? Haben sie euch gefallen? Ist ein Buch für euch dabei, dass ihr lesen würdet?

    Dienstag, 3. Februar 2015

    Hinter den Spiegeln

    Rezension


    Autor: Ulrike Schweikert
    Preis: 19,99 €
    Seitenanzahl: 464
    Verlag: Mira Taschenbuch
    Leseprobe: >> gibt es hier <<


    Luise tanzt mit dem Leser im Walzertakt durch Wien.



    Inhalt:
    Bei einem tragischen Reitunfall nur knapp mit dem Leben davon gekommen, hat die Komtesse Luise von Waldenberg nun ein großes Problem: Sie hat ihr Gedächtnis verloren. In die Welt voller Prunk und Pomp hineingeboren, schaut sie nun hinter die glamouröse Fassade des Wiener Adels.
    Luise fühlt sich alleine und flüchtet schon bald in die Zuckerbäckerei der Bruckers. Schnell freundet sie sich mit dem Sohn der Zuckerbäckerin an. Stephan zeigt ihr wie freundlich und warm eine familiäre Umgebung sein kann und frei von Intrigen.
    Doch der Gedächtnisverlust macht Luise das Leben schwer. Sie fühlt sich bei keinem ihrer Familie wohl, ausgenommen ihrem Cousin Max, der jedoch viel mehr für Luise empfindet, als nur Freundschaft. Von ihrem Verlobten weiß Luise gar nichts und auch der Reitunfall ist wie ausgelöscht. Ist sie vielleicht tatsächlich an dem tragischen Unfall, der ein Leben forderte, schuld? Bald fragt sich nicht nur Luise, wer Freund und wer Feind ist.

    Meine Meinung:
    Ulrike Schweikert entführt den Leser endlich wieder in ihre persönliche Lieblingsstadt Wien. Als Leser fliegt man nur so durch die Geschichte und möchte keinen Augenblick aufhören zu lesen. Man fiebert mit der Komtess mit und sucht verzweifelt nach einer Erinnerung.
    Mit einer spannungsgeladenen Erzählweise steuert Ulrike Schweikert auf den Höhepunkt der Geschichte zu, der so ähnlich zwar zu erwarten war, dennoch mit so einigen Überraschungen auftrumpfen kann.
    Für mich hat diese Buch wirklich alles in sich vereint: Es war lustig, spannend, manchmal traurig und dann wieder einfach nur wunderschön.
    Jede Figur ist schon für sich ein kleines Kunstwerk. Nicht perfekt, weil jeder Mensch hat nun mal seine Fehler und Schwächen, aber so realitätsnah wie nur möglich. Ich könnte mir tausend weitere Szenarien ausdenken und wüsste immer genau, wie die Figuren handeln würden.
    Und das was mich am meisten begeistert hat – was mich immer an jedem Buch von Ulrike Schweikert begeistert – ist die Genauigkeit mit der sie recherchiert und ihre Geschichten erzählt. So lerne ich bei jedem ihrer Bücher etwas dazu und auch bei „Hinter den Spiegeln“ habe ich eine Menge über Wiens Geschichte gelernt.
    Ich könnte wirklich ewig über dieses Buch schwärmen, aber dann würde ich euch zu viel verraten…
    Was mich persönlich noch an diesem Buch begeistert hat, war die Zeit in der es spielt. 1892 liegt noch in der Regierungszeit von Kaiser Franz-Joseph und seiner Frau Elisabeth; drei Jahre nach dem Selbstmord des Kronprinzen Rudolf in Mayerling.
    Jetzt kann ich es kaum noch erwarten, bis endlich der zweite Band der Reihe herauskommen wird, aber das kann wohl noch eine Weile dauern. Denn als nächstes kommt erst einmal der zweite Band von „Nachtmahr“.



    Für mich ist das Buch aus zwei Gründen nun etwas ganz Besonderes, denn die liebe Ulrike hat mir das Buch persönlich signiert und zugeschickt. 

    Liebe Ronja, 
    tanzen Sie mit mir im 
    Walzertakt durch Wien. 
    Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.
    Herzlichst
    Ulrike Schweikert
    Okt 2014