Sonntag, 24. Mai 2015

Bin mal kurz tot

Rezension


Autor: Lance Rubin
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 352
Verlag: ivi (Piper)
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Wir wissen, dass unsere Wissenschaft immer weiter voran kommt. Für viele stellt der Tod alleine schon deshalb eine Bedrohung dar, da wir nicht wissen, wann genau wir sterben werden. Diesen Gedanken hat Lance Rubin in "Bin mal kurz tot" auf humorvolle Art und Weise verarbeitet.
Wenn wir wissen, wann wir sterben, können wir uns emotional darauf vorbereiten und vorher noch alles tun, was uns wichtig erscheint.

Inhalt:
Denton Little hat versucht sein Leben wie jeder andere Teenager zu verbringen. Er wollte ein normales Leben führen, jedenfalls die 17 Jahre lang, die er es führen können würde. Doch heute ist der Tag vor seinem errechneten Todesdatums. Er weiß, dass er morgen sterben wird und das ist eine ziemlich beängstigende Vorstellung... Darüber hinaus vermasselt Denton alles, was es noch zu vermasseln gibt... Der verrückteste Tag seines Lebens hat begonnen! Ihm bleiben nur noch wenige Stunden, bis er tot sein wird und ihm wird klar, es gibt so vieles, dass er nie getan hat und nun vermutlich auch nicht mehr tun wird. Als dann aber dieser merkwürdige Mann auf Dentons Beerdigungszeremonie auftaucht, wird es erst so richtig verrückt und Denton fürchtet bald um sein Leben, obwohl er doch ohnehin bald sterben wird.

Meine Meinung:
Eines ist "Bin mal kurz tot" auf jeden Fall, nämlich interessant. Ich glaube, viele Menschen haben schon mal darüber nachgedacht, dass es leichter wäre sein Leben zu leben, wenn man wissen würde, wann man stirbt. Wenn ihr dieses Buch gelesen habt, dann seid ihr froh, dass ihr es nicht wisst!
Auf humorvolle Art und Weise versucht Lance Rubin uns Dentons Geschichte zu erzählen.
Die Geschichte eines Jungen, dessen leibliche Mutter bei seiner Geburt starb. Der mit fünf Jahren erfahren hat, dass er mit 17 sterben wird. Der einen Bruder, Freunde und ein schönes Leben hat. Nur eben ein sehr kurzes.
Ein wirklich gut gemachtes Szenario und überaus amüsant. Nur leider auch sehr vorhersehbar...
Als ich anfing zu lesen, dachte ich "Super!". Der Schreibstil ist locker und leicht. Und obwohl der Leser sofort ins Geschehen geworfen wird, ist nichts irgendwie unverständlich. Nach den ersten Seiten war mir allerdings schon klar, wie das Buch enden würde und das hat den Lesefluss dann schon ziemlich gestört. Je näher ich dem Ende kam und je mehr ich gemerkt habe, meine Vermutungen sind richtig, desto mehr verlor ich die Lust am Lesen...
Ich hasse es, wenn ich schon zu Beginn genau, weiß wie ein Buch endet.
Trotzdem hat mich die Geschichte zwischenzeitlich sehr gut unterhalten.
Allerdings habe ich das Buch auch immer wieder weggelegt, weil für mich keine Spannung vorhanden war. Was vermutlich durch die Vorhersehbarkeit kam.

Fazit:
Also wenn ihr nur etwas für zwischendurch sucht, dann ist es eine wirklich lustige Geschichte, die euch auch nicht die Nerven rauben wird, aber mehr leider auch nicht.


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>> Rezension von Büchersüchtiges Herz³ <<

Donnerstag, 21. Mai 2015

Büchersucht...? Oh ja, und wie!

Ich bin ein bekennender Bücherjunkie! Mein Zimmer besteht eigentlich nur aus Büchern. Wenn eines meiner Regale von der Wand fallen würde, wäre es aus mit mir! ;)
Zum Glück halten meine Regale das Gewicht der Büchermassen bisher ganz gut. Zum Teil wohl auch deshalb, weil es nur noch knapp 370 Bücher in meinem Zimmer sind. Ein Teil ist in den Keller ausgelagert worden... Es musste halt Platz geschafft werden...

Aber ich wäre keine Bücherwahnsinnige, wenn ich
a) die ausgelagerten Bücher nicht vermissen würde
und
b) schon daran denken würde, mir neue Bücher anzuschaffen!

Dabei umfasst mein SuB oder besser gesagte meine beiden Regale - ja ich habe nicht ein RuB, sondern zwei - bereits 133 Bücher!
Alle Büchersüchtigen werden wissen, was diese beiden Abkürzungen bedeuten, aber für alle anderen nochmal hier:

SuB bedeutet Stapel ungelesener Bücher

RuB bedeutet Regal ungelesener Bücher

Aber ich kann es einfach nicht lassen und wisst ihr, wer daran eine große Mitschuld trägt, dass mein SuB immer weiter wächst?



Arvelle!!! ( >> Hier zur Website << ) 



Ihr kennt Arvelle noch nicht? Das müssen wir schleunigst ändern!
Wer viel liest, der weiß, Bücher sind auf Dauer nicht billig... Es sei denn man findet tolle Bücher auf den Mängelexemplar-Tischen der jeweiligen Buchhandlung. Aber das ist schon selten... Leider... Na gut, immer noch zu oft - denn ein wahrer Büchersüchtiger, kann keinem guten Buch widerstehen!
Was würdet ihr sagen, wenn es nun aber eine Seite im Internet gebe, auf der ihr lauter Mängelexemplare bestellen könntet?
Wäre super oder?
Und genau hier kommt Arvelle ins Spiel! Denn dort könnt ihr nach Herzenslust nach Mängelexemplaren stöbern!

>> Hier gelangt ihr sofort zu den Bücherschnäppchen! <<

Es sind viele unterschiedliche Verlage und Genres vertreten. Und ab einem Bestellwert von 19,- € ist die Lieferung sogar Versandkosten frei!
Naja, und wer zahlt schon gerne 2,95 € Versand, wenn er stattdessen einfach ein paar Bücher mehr kaufen kann... ;)

Dementsprechend lagen meine Bestellungen eigentlich alle über 20,- €! Und deshalb passt mein SuB nicht mehr auf ein Regal...


























Ja, so sehen sie momentan aus... Wird wohl nicht lange halten... Ein bisschen Platz ist ja im rechten Regal noch... :D

Und jaaa, da stehen Bücher von Arvelle! Ihr wollt wissen welche, ich zeig sie euch:



So sah meine allererste Bestellung bei Arvelle aus :D

Für einen Bücherjunkie ist dieses viele Klebeband allerdings ziemlich nervig ;)

Da dauert es sooooooooooo lange, bis das Paket endlich auf ist!


Hier ist der ganze Stapel der Bücher und wollt ihr wissen, was ich bezahlt habe?

20,58 € !!!

Unglaublich oder?

Die Lucy Walden Trilogie von Mary Hooper ist sogar die Leinengebundene Ausgabe *-*

Nur leider hat ein Bücherjunkie nie genug Zeit für all die Bücher... Deshalb sind bis auf "Als wir Nora verstecken mussten" noch alle Bücher ungelesen im Regal...

Aber ist doch auch schön, wenn man sich darauf freuen kann, sie irgendwann zu lesen, oder?




Dank Arvelle sind auch diese schönen Bücher bei mir eingezogen und bisher ist allerdings nur "Die Jäger der Nacht" gelesen...

Ich konnte bei "Dark Academy" aber einfach nicht widerstehen, da es als Aktionspaket angeboten wurde.
Genauso bei den untersten drei Büchern. Ein
Dystopien-Paket und da ich Dystopien liebe... Tja... da ging es gar nicht anders...

>> Die momentanen Aktionspakete findet ihr hier <<

Gerade gibt es "Virals" Band 1 - 3 von Kathy Reichs oder
die komplette "Prophezeihung der Schwestern"-Trilogie von Michelle Zink. Jeweils für nur 18,99 €... Ich gestehe, ich bin schon wieder schwach... und überlege...



Auch Bildbände zu Serien könnt ihr bei Arvelle finden. Ich bin durchgedreht, als ich das Buch zur Serie "Downton Abbey" gesehen habe und musste einfach sofort bestellen! :D
Aber auch hier ist bisher nur eines der Bücher gelesen... Und zwar "Die Schüler von Winnenden".
Übrigens bekommt man ab bestimmten Bestellwerten auch Geschenke!!!
Also bestellen lohnt sich, auch wenn das Zimmer unter Bücher versinkt!
Aber was wären wir denn für Buchverrückte, wenn es nicht so wäre?
Und ich bin nach wie vor der Meinung Bücher sind Wandschmuck!
Und lieber Bücher, als Schuhe...



Mittwoch, 20. Mai 2015

Neuerscheinung: Das Licht von Aurora

22. Juni 2015


Heute möchte ich euch mal eine der Neuerscheinungen vorstellen, auf die ich mich nächsten Monat besonders freue! :D

Und zwar "Das Licht von Aurora" aus dem Loewe Verlag

Aber nun erst einmal die wichtigsten Daten:

Autor: Anna Jarzab

Band 1 der neuen Aurora-Trilogie.

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Ulrike Brauns, Birgit Pfaffinger

Im Amerikanischen sind bereits Band 1 und 2 erschienen. Der dritte soll demnächst aber auch auf den Markt kommen.

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Seiten: 448 Seiten

Preis: 17,95 € (D)

Aufmerksam geworden bin ich auf "Das Licht von Aurora", weil es in der Beschreibung des Loewe Verlags hieß: "Eine Geschichte voller Fantasy, Romantik, Geheimnisse und Verrat – für alle Fans der Bestseller-Trilogie Selection. "
Ich liebe Selection und darum musste ich mir das Buch einmal näher anschauen und es hat sich wirklich gelohnt. Spätestens nach dem Klappentext war ich Feuer und Flamme für dieses Buch!


Klappentext:
Ich hatte nicht das Gefühl, als würde er nach Aurora gehören. 
Ich hatte eher das Gefühl, als würde er zu mir gehören, egal wo ich war. 
Aber das lag ja nicht in meiner Hand und in seiner auch nicht. 


Schon immer wollte die 16-jährige Sasha in die Rolle ihrer liebsten Romanheldinnen schlüpfen und Abenteuer in fernen Welten erleben. Nicht ahnend, dass die Geschichten ihres Großvaters über Parallelwelten tatsächlich wahr sind, landet sie plötzlich unfreiwillig in Aurora – einer modernen Monarchie. Neben einem Leben am Hofe erwartet Sasha hier auch die ganz große Liebe. Doch Palastintrigen und Verrat drohen ihre Träume zu zerstören ...


Nun konnte ich mir die Leseprobe nicht entgehen lassen...  Aber lest am besten selbst ;)

>> Hier zu finden <<

Und ich liebe es!!! Jetzt heißt es leider 32 Tage warten... Mist! :D

Wäre das Buch was für euch? Ich jedenfalls kann es nicht mehr erwarten... ^^


Samstag, 16. Mai 2015

Kindheit in Trümmern

Reise gegen das Vergessen


Autor: Barbara Warning
Seitenanzahl: 192
Preis: 19,99 €
Verlag: Ravensburger
Verlagswebsite: >> hier lang <<






„Kindheit in Trümmern“ ist ein beeindruckendes Sachbuch des Ravensburger Verlags.
Für Beteiligte ist es oft nicht leicht über ihre Erlebnisse rund um den zweiten Weltkrieg zu sprechen. Zu viele Gefühle brechen sich dabei Bahn. Im Rahmen der Erstellung dieses Buches haben dennoch 21 Zeitzeugen über ihre Kindheit gesprochen.

Auf den ersten Seiten bekommt man einen schnellen, aber ausführlichen Überblick der Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg. Von den Reichstagswahlen 1932 bis zur Wiedervereinigung 1990 ist jedes wichtige Datum aufgeführt. Dadurch fällt es dem Leser später leichter, sich im Wirrwarr der ganzen Geschehnisse zu Recht zu finden.

Die Geschichten der 21 Zeitzeugen sind in 7 Kapitel unterteilt:
- Flucht und Vertreibung aus der Heimat
- Verlorene Kinder
- Leben in den Besatzungszonen
- Überlebende im DP-Camp
- Alltag in Schutt und Asche
- Warten auf den Vater
- Lernen in Ruinen

Für Kinder ist vieles damals nicht verständlich gewesen. Zum Beispiel warum sie fliehen mussten, oder warum der Vater erst so spät wieder kam – wenn er denn überhaupt wieder kam…

Was soll man tun, wenn man seiner Heimat entrissen wird, weil diese plötzlich nicht mehr zum eigenen Land gehört, aber niemand einen in den neuen Gebieten haben will?
Nicht wenige starben auf den harten Fluchten aus ihrer Heimat. Einige wurden umgesiedelt, denen blieb dann nur die Sehnsucht nach der alten Heimat. Doch viele flohen schon früher vor der näher rückenden Front. Diesen blieb nur die Flucht über die Ostsee, die nicht selten tödlich endete…

Nicht wenige Kinder gingen gerade in dem letzten Kriegsjahr verloren. Ihre Eltern waren verstorben oder in den Kriegswirren abhandengekommen.
So entstanden die sogenannten Wolfskinder. Sie hausten in den Ruinen und suchten sich ihr Essen zusammen. Viele von ihnen starben…

Das Leben in den besetzten Zonen war nicht einfach. Plünderungen, Vergewaltigungen und Hunger standen auf der Tagesordnung.

Besser ging es den Menschen in den Displaced Persons (DP) Lagern. Für die vielen Opfer der Konzentrationslager waren diese DP-Camps wie der Himmel auf Erden. Es gab genug zu essen, Wärme und Kleidung. Nicht wenige entschieden sich in diesen Camps dafür, Deutschland für immer zu verlassen.

Für die Deutschen begann schon bald der Wiederaufbau… Viele Städte lagen in Schutt und Asche. Behelfswohnungen mussten her, diese waren meist Kalt und sehr beengt.
Auch die Schulen sahen nicht besser aus. Zudem durften viele Lehrer aufgrund ihres Hintergrundes zunächst nicht mehr unterrichten.

Für viele Familien endete der zweite Weltkrieg nicht mit der Kapitulation. Viele wurden auch später noch verletzt und misshandelt.
Hinzukam die bleibende Angst um Brüder, Väter und Männer in der Gefangenschaft. Viele galten aus Vermisst und die Hoffnung blieb noch Jahre lang, dass diese Männer zurückkehren würden. Die wenigsten taten es… Viele mussten für tot erklärt werden… Bis heute weiß man bei einigen nicht, was mit ihnen tatsächlich geschah.

All diese selten berichteten Seiten beleuchtet „Kindheit in Trümmern“. Unterstützt werden die Geschichten der Zeitzeugen durch Fotos, alte Dokumente und verschiedene Randnotizen und Exkurse.
Durch diese Exkurse und Notizen wird das Gedächtnis des Lesers wieder aufgefrischt. Und manche Dinge mit mehr Daten gefüttert.
Für interessierte Leser, die sich bereits im Vorfeld mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, wird dieses Buch eine tolle Ergänzung zum eignen Wissen darstellen.
Für Leser, die bisher nichts oder kaum etwas über den zweiten Weltkrieg wissen, wird es schwer zu verstehen sein.
Generell könnte es eine gute Erfahrung sein, wenn diese unerfahrenen Leser, dieses Buch mit ihren Großeltern lesen, die zu dieser Zeit selbst Kinder waren.
Ich weiß von meinem Großvater, dass er selbst aus Ostpreußen fliehen musste. Beinahe wäre er mit der Gustloff gefahren und vermutlich ertrunken… Zum Glück bestand sein Vater darauf den Zug zu nehmen. Viele Verwandte und Freunde starben auf diesem Schiff…

Es ist ein wundervoll recherchiertes Sachbuch, das keine Wertung der Erfahrungen vornimmt. So ist es jedem Leser selbst überlassen, was er als schlimm empfindet und was nicht so sehr. Die Reflektion wird dadurch stark gefördert.

Ich persönlich bin beeindruckt von dem Umfang des Sachbuches, da man ja dennoch nicht vergessen sollte, dass es für Jugendliche geschrieben wurde. Selten hatte ich für Jugendliche ein Buch in der Hand, das in so einem Umfang über die Geschehnisse nach dem zweiten Weltkrieg sprach…
Trotzdem gibt es auch Exkurse zum KZ Bergen-Belsen und zum KZ Neuengamme. Im Rahmen von Bergen-Belsen kommt auch Anne Frank kurz zur Sprache.
Zwischen durch wird auch angesprochen, wie mit ehemaligen Naziführern umgegangen wurde.

Aber lassen wir die Kinder von damals doch jetzt selbst zu Wort kommen:

„Ich habe auf der Flucht als Kind von zehn Jahren noch nicht viel verstanden von dem, was um mich  herum geschah. Aber dass gerade etwas ganz Schlimmes passierte, das habe ich damals sehr wohl begriffen.“
- Ilse Tamm (Flucht über die Ostsee aus Ostpreußen)

„Ich war so jung. Für mich war die Fahrt ein Abenteuer. Mit 15 Jahren denkt man doch nicht über Gefahren nach. Ich hatte deshalb auch keine Angst um mich. Angst hatte ich nur um meinen Vater und um meinen geliebten Bruder.“ 
- Therese Braband (Floh alleine nach Westen)

„Es kommt doch auf den einzelnen Menschen an. Wer verallgemeinert, tut dem Einzelnen unrecht.“
- Karl Heinz Ritschel (Vertrieben aus Böhmen)

„Als Kind nimmt man alles als gegeben hin, fragt nicht nach. Auch über die Vertreibung und Ermordung der europäischen Juden wurde nicht geredet.“
- Eleonore von Rotenhan (Flucht aus Schlesien)

„Aber der Verlust der Heimat ist eine Katastrophe. Menschen zu vertreiben ist eine grausige Sache, das Schlimmste, was man ihnen antun kann.“
- Peter Onderka (Flucht in den Westen)

„Ich hatte in der ersten Zeit immer wieder Todesangst. Aber irgendwann ist man todesbereit und denkt bei einer neuen Gefahr nur noch: Gut, jetzt ist es eben so weit. Jetzt muss ich sterben.“
- Ursula Heller (Als Wolfskind in Polen)

„Zum Geburtstag bekam ich immer vom Spalierobst am Haus meiner Großeltern eine Birne nur für mich. Das war der Inbegriff von Luxus. Ich kann seitdem kein Essen wegwerfen, vor allem kein Brot.“
- Klaus Roitsch (Waise in Dresden)

„Ich habe mich damals in die Situation gefügt. Was blieb mir anderes übrig? Ich war doch noch so klein.“
- Katharina Wahl (Im serbischen Waisenhaus)

„Meine Mutter hat mir nach dem Krieg aus einer Decke einen Mantel genäht. Da war ich doch wer! Wer hatte denn einen neuen Mantel, auch wenn er bloß aus einer Decke war?“
- Renate Engel (Leben in Ostberlin)

„Über die Juden wurde getuschelt, das seien keine richtigen Menschen, mit denen dürfe man sich nicht einlassen. Wie konnten die Deutschen damals ideologisch so verblendet sein? Das kann ich nicht verstehen!“
- Harald Sunkel (Annäherung an den „Feind“)

„Man muss sich informieren über das, was geschehen ist. Nur wenn man das weiß, kann ein solches Verbrechen in Zukunft verhindert werden.“
- Dorothea Kritzer (Unter britischer Besatzung)

„Wie konnte eine Kulturnation wie die deutsche mit ihren berühmten Musikern und Philosophen einen solchen Massenmord begehen? Die Deutschen sind Hitler nachgelaufen. Alles, was er gesagt hat, haben sie gemacht. Das kann man nicht verstehen.“
- Teresa Stiland (Geburt als Matla Rozenberg, KZ Auschwitz, KZ Neuengamme, KZ Bergen-Belsen)

„Es ist das Vermächtnis der im KZ Ermordeten, dass wir Überlebende Zeugnis ablegen von dem, was geschehen ist. Wir müssen wachsam sein, damit so etwas nie wieder passiert.“
- Janusz Kahl (Mit 17 im Konzentrationslager)

„Als ich meinen Vater gefragt habe, warum sechs Millionen Juden ermordet wurden, hat er gesagt: Du sollst nicht glauben, dass wir etwas falsch gemacht haben. Wir haben nur einen anderen Glauben. Vergiss nie, dass du Jüdin bist.“
Shoshana Lasowski (Geboren als Rosa Fischer)

„Ich habe mir als Kind geschworen: Elfriede, nie wieder! Nie wieder wirst du hungern! Nie wieder frieren! Nie wieder ohne eigene Wohnung sein!“
- Elfriede Wippel (Zu Hause in der Nissenhütte)

„Auch in größter Armut und bei schlimmsten Entbehrungen darf man sich nicht gehen lassen. Das hat mit Würde zu tun. Zumindest für sich selber muss man wer sein.“
- Gina Ritschel (Kindheit als Staatenlose)

„Ich habe ihn vermisst, aber nicht, weil ich Hilfe von ihm gebraucht hätte, sondern weil er nicht da war. Natürlich rückt ein Mensch, den man nicht täglich sieht, etwas in den Hintergrund. Aber mein Vater blieb mir immer nah und das nicht als ferne Sagengestalt, sondern sehr lebendig. Er war ja zum Glück nicht tot, wir wussten, dass er irgendwo in Russland lebte.“ 
- Klaus Buschenhagen (Elf Jahre ohne Vater)

„Diese Männer hatten entsetzliche Gewalt erfahren, die viele in der Familie weitergaben, denn anstatt die seelischen Verletzungen aufzuarbeiten, wurde geschwiegen. Neuanfang und Wiederaufbau waren wichtig. Die Vergangenheit störte dabei nur.“
- Margret Uhle (Nicht jeder Mann kam als liebevoller Vater zurück)

„Mit meinem jüngeren Bruder habe ich damals oft Vater, Mutter, Kind gespielt. Ich war die Mutter und er war der Sohn. Der Vater fehlte. Er war immer verreist. So spiegelte sich unsere Lebenswirklichkeit in unseren Spielen.“
- Brigitte Treumann (Sehnsucht nach dem Vater)

„Die Lehrer waren an der Front und wurden durch Aushilfen ersetzt, es gab keine Hefte, keine Schulbücher, die Schule war immer wieder über Monate unterbrochen. Viel lernen konnte man unter den Umständen nicht. Im Grunde ist es ein Wunder, dass meine Generation, die in dieser wahnsinnigen Zeit zur Schule ging, überhaupt Lesen und Schreiben gelernt hat.“ 
- Renate Pfeiffer (Chaotische Schuljahre)

„Wir wurden an die Front geschickt, dabei waren wir völlig unerfahren und noch halbe Kinder. Das war eine sehr bittere Erfahrung. Ein Menschenleben war nichts mehr wert. Sie haben uns einfach verheizt.“
- F.C. Gundlach (Statt Schule an die Front)

Freitag, 15. Mai 2015

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Rezension


Autor: Sabaa Tahir
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 507
Verlag: One (Bastei Lübbe)
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Es gibt Bücher, bei denen liest du die letzte Seite, klappst sie zu und bist dennoch nicht zufrieden… Du weinst innerlich, schreist, ja flehst sogar, dass dies nicht das Ende sein kann. Und wenn du dann erfährst es gibt keinen zweiten Teil bisher und es ist auch noch keiner in Planung, dann bist du völlig verloren und sagst nur noch leise „gemein, gemein, gemein!“ vor dich hin.
„Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ ist so ein Buch!

Inhalt:
Die Martialen beherrschen das Land, unterwerfen und versklaven die Kundigen. Sie bilden ihre Kinder zu Masken aus, den gefährlichsten Kämpfern der Welt. Sie sind darauf trainiert zu töten, nicht
zu verhaften…
Elias Veturius ist ein Maske und eigentlich gerade fertig mit der Ausbildung. Er muss nur noch seinen Abschluss entgegennehmen. Dann kann er fliehen aus Schwarzkliff. Er kann fliehen vor seiner Mutter und all der unrechten Gewalt, die Schwarzkliff verströmt. Elias möchte frei sein, doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihm…
Laia ist eine Kundige ihr Leben verläuft relativ ruhig, bis ihr Bruder Darin einen verheerenden Fehler begeht und Laia auf der Stelle alles verliert, ausgelöscht durch eine Maske. Um Darin zu retten würde Laia alles riskieren, doch kann sie dem Widerstand vertrauen? Kann sie so sein, wie ihre Mutter? Wird sie jemals wieder die Welt außerhalb von Schwarzkliff sehen, wenn sie das Gelände betritt?

Meine Meinung:
Als ich zum ersten Mal las, worum es ging, dachte ich mir, naja gut, dass Grundkonzept hast du ja nun schon tausend Mal gelesen… Doch dann stieß ich auf die Leseprobe und war von den ersten Sätzen an völlig verschwunden aus dieser Welt…
Dadurch das Sabaa Tahir ihrem Buch immer wieder zwischen den beiden Protagonisten Elias und Laia hin und her springt, verstärkt sie die Spannung ins Unermessliche!!! Wenn man ein Kapitel durch hat, muss man schon das nächste lesen, weil man wissen will, wie es dann im darauffolgenden weitergeht und dann immer so weiter. Versteht ihr mich? :D
Also es ist immer ein Kapitel aus Elias Sicht und dann eines aus Laias geschrieben. Wenn man das von Elias durch hat, will man wissen, wie es mit ihm weitergeht, deshalb muss man das von Laia lesen, und wenn man dann das von Elias gelesen hat, muss man weiter lesen, weil man wissen will, wie es mit Laia weitergeht… Also ein Teufelskreis!!!
Lest dieses Buch bloß nicht, wenn ihr euch wie ich auf das Abitur oder eine andere Prüfung vorbereiten müsst! Dann kommt ihr nicht zum Lernen, oder ihr ärgert euch – so wie ich – weil ihr das Buch immer wieder aus der Hand legen müsst…
Der lockerleichte Schreibstil von Sabaa Tahir macht es dem Leser leicht, gleich in die verzwickte Geschichte um Elias und Laia einzusteigen.
Die dazukommenden Personen geben dem ganzen noch eine weitere Spannung hinzu.
Empfindet Kinan nur Abscheu für Laia, oder steckt da mehr dahinter?
Wieso benimmt Helena sich Elias gegenüber plötzlich so merkwürdig?
Was hat die Kommandantin wirklich vor?
Wer ist Köchin und warum hasst sie den Widerstand so?
Was plant Mazen wirklich?
All das sind Fragen, die beim Lesen auftauchen und teilweise leider auch nicht geklärt werden… Deshalb plädiere ich ganz eindeutig für einen weiteren Teil!!!

„Elias & Laia“ ist eine Geschichte, die euch den Schlaf rauben wird, weil man sie am liebsten in einem Stück durchlesen möchte. Des Weiteren werdet ihr während des Lesens, schreiend und weinend auf und ab hüpfen, euch die Haare raufen und zwischenzeitlich auch einfach laut „Nein!“ rufen… Das Buch besticht durch die Auflehnung gegen die Grausamkeit des Martialensystems und durch den inneren Ruf, der durch jede Seite hallt: „Wo Leben ist, ist Hoffnung!“


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Mittwoch, 13. Mai 2015

Die Krumpflinge - Egon schwänzt die Schule (Hörspiel)

Rezension


Sprecher: Stefan Kaminski
Preis: 7,99 €
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Laufzeit: ca. 1 Stunde
Verlag: der Hörverlag
Hörprobe: >> gibt es hier <<

Band 3



Inhalt:
Die kleinen grünen Wuschelwesen in Albert Artichs Keller habt ihr ja bereits kennen gelernt.
Nach dem Egon nun nicht nur einen Freund, sondern mit Lulu Vogelsang einen zweiten gefunden hat, könnte das Leben so schön sein. Leider wohnt Egon aber immer noch in der roten Kindergießkanne und die ist ziemlich ungemütlich, was dazu führt, das Egon schlecht schläft…
Dann fallen ihm auch noch im Unterricht von Professor Honigschwamm die Augen zu… Ein schlechter Start für die am nächsten Tag folgende mündliche Prüfung…
Egon soll seinen fiesesten Trick vorführen, doch leider hat er überhaupt keine Idee dafür… Denn unser kleiner Egon ist ja eigentlich gar nicht sooo gemein.
Er beschließt seine Freunde um Hilfe zu bitten. Und obwohl das ja eigentlich ganz liebe Kinder sind, weiß Albi eine Menge fiese Tricks. Aber woher kennt ihr die denn bloß? Von Zuhause bestimmt nicht… Egon beschließt es wird Zeit mal in Albis Schule nach dem Rechten zu sehen!

Meine Meinung:
Ich habe ja schon bei den ersten beiden Hörspielen erwähnt, dass Stefan Kaminski ein Stimmenwunder ist. Und das ist er wirklich.
Ich bin eigentlich überhaupt nicht der Typ für Hörbücher und Hörspiele. Bin ich noch nie gewesen, aber Stefans Stimme fesselt mich jedes Mal an die Boxen meiner Anlage.
Jeder kleine Krumpfling bekommt seine ganz eigene Stimme. Sobald ein Krumpfling spricht, weiß man ganz genau, wer von den kleinen grünen Wuschelwesen, sich da zu Wort meldet.
Begeistert bin ich – wie jedes Mal – von dem Krumpfling-Song zu Beginn und zum Ende des Hörspiels. Ein perfekter Ein- und Ausstieg aus der jeweiligen Geschichte.
Und diese Geschichten enthalten Leben. Es gibt so viele Hörbücher mit monoton klingenden Sprechern, aber nicht dieses!
Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass kleine Kinder genauso gefesselt sind, von Stefans Vortragsweise.
Das Hörspiel verspricht eine schöne Stunde voll mit dem neusten spannenden Krumpflingabenteuer.

Eine Kostprobe gefällig:


Quelle: Youtube

Dienstag, 12. Mai 2015

Die Krumpflinge - Egon schwänzt die Schule

Rezension


Autor: Annette Roeder
Preis: 7,99 €
Seitenanzahl: 96
Verlag: cbj
Verlagsseite: >> hier lang <<


Band 3



Inhalt:
Die kleinen grünen Wuschelwesen in Albert Artichs Keller habt ihr ja bereits kennen gelernt.
Nach dem Egon nun nicht nur einen Freund, sondern mit Lulu Vogelsang einen zweiten gefunden hat, könnte das Leben so schön sein. Leider wohnt Egon aber immer noch in der roten Kindergießkanne und die ist ziemlich ungemütlich, was dazu führt, das Egon schlecht schläft…
Dann fallen ihm auch noch im Unterricht von Professor Honigschwamm die Augen zu… Ein schlechter Start für die am nächsten Tag folgende mündliche Prüfung…
Egon soll seinen fiesesten Trick vorführen, doch leider hat er überhaupt keine Idee dafür… Denn unser kleiner Egon ist ja eigentlich gar nicht sooo gemein.
Er beschließt seine Freunde um Hilfe zu bitten. Und obwohl das ja eigentlich ganz liebe Kinder sind, weiß Albi eine Menge fiese Tricks. Aber woher kennt ihr die denn bloß? Von Zuhause bestimmt nicht… Egon beschließt es wird Zeit mal in Albis Schule nach dem Rechten zu sehen!

Meine Meinung:
Auf wahre Freunde ist eben Verlass!
Annette Roeder hat mit Egon einen kleinen, wenn auch tollpatschigen Helden erschaffen. Der kleine Egon blamiert sich ständig und doch kämpft er gegen seine Krumpflingsnatur an, um Albi ein richtig guter Freund zu sein.
Auch im dritten Band muss Egon von seiner Krumpflingssippe eine Menge erdulden. Nur Albi und Lulu sind wirklich nett zu ihm und so schwänzt er sogar den Krumpflingsunterricht, weil er sich Sorgen um seinen Freund macht.
Mit dieser Geschichte werden kleine Kinder nicht nur gut unterhalten, sondern ihnen wird auch beigebracht, wie viel stärker man sein kann, wenn man zusammenhält.
Mobbing ist in unserer Gesellschaft ein leider viel zu häufig vorkommendes Problem. Egon sieht sich damit ja nun ständig konfrontiert, aufgrund seines kleinen Herzchenflecks auf der Brust. Für Krumpflinge ist Mobbing normal, aber nicht für einen Menschenjungen. Doch Egon weiß Albi ja zu helfen, wenn auch etwas anders als erwartet.
Das Wundervolle an Annette Roeders Geschichten rund um die Krumpflinge ist, das Kinder hier versteckt etwas lernen können. Es ist nicht nur eintönige Unterhaltung. Die Krumpflinge eignen sich prima zum gemeinsamen Lesen, da auch immer wieder mal Erwachsenen Wörter auftauchen, die zwar erklärt werden, doch hier kann man einem Kind noch viel besser erklären, was gemeint ist, oder wusstet ihr im Kindergarten oder in der Grundschule bereits was mit einem „Minderwortkamplox“  gemeint ist? Tatsächlich meint Lulu den „Minderwertigkeitskomplex“.
Jedes Problem lässt sich lösen auf die eine oder die andere Art und Weise. Und das auch ohne Eltern!
Manchmal reicht ein guter Freund.

Besonders toll finde ich immer wieder die schönen kolorierten Zeichnungen der Krumpflinge, die über das ganze Buch verteilt sind. Eben ein richtig schönes Kinderbuch, für die ersten Leseerfahrungen.
Ich habe mich mal selbst an Egon versucht ^^

Samstag, 9. Mai 2015

Der einhändige Briefträger

Reise gegen das Vergessen 


Autor: Gudrun Pausewang
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 192
Verlag: Ravensburger
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Krieg bedeutet nicht sterben... 
Frieden heißt nicht Leben...



>> Die Fronten kamen der Heimat immer näher. Und immer öfter musste der Briefträger Todesnachrichten austragen.
Am bittersten war die Zeit gegen Ende des Krieges. Angst beherrschte das Leben. Erleichtert atmete man auf, wenn der Briefträger vorbeigegangen war, ohne einen Brief abgegeben oder eingeworfen zu haben. << 
- Seite 6, Vorwort von Gudrun Pausewang

Spätsommer 1944: Nach einer Kriegsverletzung heimgekehrt, dreht der 17-jährige Johann Portner täglich seine Runde durch die umliegenden Dörfer. Dabei begleiten ihn die Hoffnungen und Träume der Einwohner und der Kämpfer an der Front…
Nicht selten begleitet ihn ein schwarzer Brief und teilt den Empfängern den Tod des geliebten Vaters, Bruders oder Mannes mit.

>> Unwillkürlich dachte er an die alte Frau Kiesewetter. Ihr Ruf war Teil seines täglichen Rundgangs, süß und unendlich traurig zugleich: besonnte Erinnerung, die jeden Nachmittag für eine Weile düster überschattet wurde.
„Johann! Johann! – Haben Sie einen Brief von meinem Enkel dabei?“ <<
- Seite 21

Doch nicht alle Menschen gehen gleich mit diesen Todesnachrichten um. Johann versucht allen bei zu stehen, doch nicht bei allen funktioniert es. Manche verdrängen, manche nehmen es hin und trauern… Meist weiß Johann nicht, wie jemand reagiert… Und dann gibt es ja auch noch die Briefe, die gar nicht wie ein schwarzer aussehen…

Gudrun Pausewang umreißt hier viele wichtige Themen des Nationalsozialismus, wie bspw. die Euthanasie-Projekte, Hitlers allbekannte (nicht vorhandene) Wunderwaffe, die HJ, den Untergang der Wilhelm Gustloff , sowie das urplötzliche Verschwinden der ortsansässigen Juden.
All das wird mit dem Hauptthema, den schwarzen Briefen, den Todesnachrichten von der Front, verwoben...

>> „Die Wilhelm Gustloff ist untergegangen! In der Ostsee. Torpediert. Voll mit Flüchtlingen aus Ost- und Westpreußen.“ 
Er starrte sie entsetzt an. „Das müssen doch Hunderte gewesen sein! Sind sie gerettet?“ 
„Gerettet?“, fragte sie zurück. „Es waren Tausende. Vielleicht ein Fünftel hat es geschafft. Die anderen sind hin. Du kannst dir die jetzige Wassertemperatur in der Ostsee vorstellen. Ein Trost: Sie hatten einen schnellen Tod.“
- Seite 102 

Jugendbücher neigen ja zum Unterschätzen, doch wehe dem, der dies hier tut...
Auch ohne diesen Fehler zu begehen, verspricht "Der einhändige Briefträger" dem Leser mehrere Schockmomente... Zwar immer noch für Kinderwissen verpackt, doch gerade dadurch vielleicht auch noch schockierender...
Da man als Autor nicht davon ausgehen kann, dass Kinder bzw. Jugendliche ab 12 Jahren schon all zu viel Wissen über den Nationalsozialismus haben, wird vieles nur angerissen, sodass diese jungen Leser nur informiert werden. Wenn man sich aber schon mehr mit der Zeit und den Geschehnissen beschäftigt hat, dann laufen einem Bilder durch den Kopf, was denn z.B. alles an dem Begriff Euthanasie hängt...

In diesem Buch wird einem auf sehr emotionale Weise nahe gebracht, wie die letzten Tage des Krieges für die Daheimgebliebenen wirklich aussah. Die Ungewissheit, das Bangen und der Schmerz, all das ist auf jeder Seite spürbar...

>> Von Monat zu Monat nahm die Zahl der schwarzen Briefe zu. <<

Nicht immer bedeutet Krieg Sterben...
Und nicht immer bedeutet Frieden Leben...

Es wird noch lange in euch nachhallen...



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Samstag, 2. Mai 2015

April Rückblick

Der April war voll mit schönen und nicht so schönen Dingen :D
Ich habe meine ersten beiden Abiturklausuren geschrieben in Kunst und Deutsch. Meine kleine Schwester hatte Konfirmation. Aber das bedeutendste war wohl mein Geburtstag! An dem ich wundervolle Geschenke bekommen habe, auch von lieben Bloggern und im Hochseilgarten war ^^
Jetzt aber erst einmal zur Statistik:

Gelesene Bücher:

  1. Bald ruhest du auch - Wiebke Lorenz Lesezeit: ca. 6 Tage
  2. Im Herzen der Vollmond - Natalie Luca Lesezeit: ca. 1 Stunde
  3. "Liebste Schwester, wir müssen hier sterben oder siegen" Briefe deutscher Wehrmachtssoldaten von 1939-45 - Marie Moutier Lesezeit: ca. 5 Tage
  4. Ewiglich... Dornröschen?! - Olga A. Krouk Lesezeit: ca. 2 Tage
  5. Die Krumpflinge: Egon zieht ein! - Annette Roeder Lesezeit: ca. 1 Stunde
  6. Die Buchspringer - Mechthilf Gläser Lesezeit: ca. 4 Tage
  7. Die Krumpflinge: Egon zieht ein! - Annette Roeder Lesezeit: ca. 1 Stunde
  8. Hörbuch: Die Krumpflinge: Egon wird erwischt - Stefan Kaminski Hörzeit: ca. 1 Stunde
  9. Sonnenschein - Dasa Drndic Lesezeit: ca. 5 Tage
  10. Elias & Laia - Sabaa Tahir (noch dabei/bis zur Hälfte)

Neuzugänge:
  1. Eden Academy: Du kannst dich nicht verstecken - Lauren Miller Gewinn bei "Mein Lesetipp"
  2. Die Blutgabe: Unberührbar - Franka Rubus Gewinn über den Blog "Lesedelfin" 
  3. Broken Dolls: Er tötet ihre Seelen - James Carol Blind-Date Buch über den Blog "Stephienchen"
  4. Der Fotograf von Auschwitz: Das Leben des Wilhelm Brasse - Reiner Engelmann zu Ostern
  5. Die Goldputzerin - Jana Barth Gewinn über die Facebookseite
  6. Sonnenschein - Dasa Drndic vom Blog AstroLibrium
  7. Der Klang der Hoffnung - Suzy Zail Geburtstag
  8. Märchenhaft Erwählt - Maya Shepherd Geburtstag
  9. Die Zwerge - Markus Heitz Geburtstag
  10. Love Letters To The Dead - Ava Dellaira Geburtstag
  11. Scherbenmädchen - Liz Coley Geburtstag
  12. Mein Herz zwischen den Zeilen - Jodi Picoult, Samantha van Leer Geburtstag
  13. Ewiglich... Dornröschen? Kiss my ass! - Olga A. Krouk zum Geburtstag von Ronja <3 vom grünen Bücherblog
  14. Der Schattensammler - Gerd Ruebenstrunk zum Geburtstag von der lieben Carola <3 von Carolas "Bücherwurm"
  15. Kindheit in Trümmern - Barbara Warning vom Ravensburger Verlag im Rahmen der Reise gegen das Vergessen
  16. Der einhändige Briefträger - Gudrun Pausewang vom Ravensburger Verlag im Rahmen der Reise gegen das Vergessen
  17. Bücher sind treu: Ein Bücher-Tagebuch - Atlantik-Verlag Gewinn über LovelyBooks
  18. Das kurze Leben der Sophie Scholl - Hermann Vinke von meiner Mama :D
  19. Hörbuch: Die Krumpflinge: Egon wird erwischt! - Stefan Kaminski Rezensionsexemplar
  20. Selection Storys 1: Liebe oder Pflicht - Kiera Cass Gutschein
  21. Fürchte nicht das tiefe blaue Meer - April Genevieve Tucholke Gutschein und Mängelexemplar
  22. Hinreißend untot - Karen Chance Gutschein und Mängelexemplar
  23. Schuldig - Jodi Picoult Gutschein und Mängelexemplar
  24. Die Bücherdiebin - Markus Zusak Gutschein
  25. Elias & Laia: Die Herrschaft der Masken - Sabaa Tahir Rezensionsexemplar
  26. Nacht ohne Namen - Jenny-Mai Nuyen Gewinn über den Blog "Bookwives" 

WOW O.o Das sind ja gar nicht viele... Upps... Wollte ich nicht eigentlich meinen SuB abbauen, statt aufbauen?... 

Geschriebene Rezensionen:
  1. Changers: Drew
  2. Der Untergang Barcelonas - Gastrezension
  3. Im Herzen der Vollmond
  4. Bald ruhest du auch 
  5. "Liebste Schwester, wir müssen hier sterben oder siegen!"
  6. Ewiglich... Dornröschen?
  7. Die Krumpflinge: Egon wird erwischt!
  8. Die Buchspringer
  9. Sonnenschein

Gesehene Filme oder Serien:


  1. Schindlers Liste
  2. Sophie Scholl - Die letzten Tage
  3. Wenn Träume fliegen lernen 

Veranstaltungen:

  • 04.April Hamburger Dom besucht
  • 05.April Besuch des Zirkus Roncalli
  • 11.April Mein Geburtstag im Hochseilgarten 
  • 28.April Kunstabitur
  • 30.April Deutschabitur

Sonstiges:

  • Letzte Schulwoche überstanden!!! 
  • 300 Gefällt mir bei Facebook geknackt und kurz darauf die 350! 
  • Hörbuchsprecher-Bewerbung für Maya Shepherds Buch "Märchenhaft Erwählt" --> Leider nicht geklappt
  • Erste Station des Projektes Sonnenschein: "Jenni Dienstfertig"
    • hinter jedem Namen verbirgt sich eine Geschichte



Ich habe von der lieben Ronja von Ronjas grüner Bücherblog ein wundervolles Geburtstagspäckchen bekommen! Und es war wirklich schwer es nicht vor meinem Geburtstag zu öffnen ;) 

Wie ihr sehn könnt, waren lauter tolle Dinge darin. 
Am coolsten ist der Ravenclaw-Schal <3
Allerdings werde ich ihn wohl doch mal wieder abnehmen,wird langsam warm draußen xD

Aus diesem Päckchen spricht einfach, dass Ronja mir wirklich zugehört hat in unseren Gesprächen und ich bin wirklich sehr froh, dass ich sie kennen gelernt habe!

<3




Auch die liebe Carola von Carolas "Bücherwurm" hat mir ein tolles Geburtstagspaket zusammengestellt. Und ihre Kinder haben sogar für mich eine Elfe gebastelt! 
Ich bin auch bei Carola sehr froh, sie gefunden zu haben. Ich möchte unsere tollen und schönen Gespräche nicht missen!!! <3

Mein Herz und andere schwarze Löcher

Gastrezension


Autor: Jasmine Warga
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 384
Verlag: Fischer Sauerländer Verlag
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Erschreckend, ehrlich und doch so hoffnungsvoll



Inhalt:
Aysel und Roman haben nicht viel gemeinsam, er beliebter Schüler und großartiger Sportler, sie introvertiert und antriebslos, doch die beiden haben ein gemeinsames Ziel... Sterben.
Sie lernen sich auf einem Internetportal für Selbstmörder kennen und planen nun gemeinsam ihr Ableben.
Der Termin steht fest, der Ort ist ausgewählt, doch ist Aysel wirklich bereit ihr Leben zu beenden ? Ist ihre Welt nicht doch voll von vielen kleinen wunderbaren Dingen, die ihr Leben lebenswert machen?

"Manchmal frage ich mich, ob mein Herz ein schwarzes Loch ist - eine Masse, so dicht, dass dort kein Raum für Licht bleibt. Aber das heißt trotzdem nicht, dass das schwarze Loch mich nicht aufsaugen kann." 
- Seite 156

Meine Meinung:
Das Cover wirkt fröhlich, fast schon verspielt und steht damit im völligen Kontrast zur Thematik des Buches. Erst fand ich das befremdlich, aber nach dem Lesen der Geschichte, wirkte das Cover einfach nur noch hoffnungsvoll auf mich.

Jasmine Warga hat sich in "Mein Herz und andere schwarze Löcher" eines ernsten Themas angenommen und es einfühlsam und auf besondere Weise behandelt.
Sie hat einen fast poetischen Schreibstil und hat es mit einer unsagbaren Leichtigkeit geschafft, die Gefühle des Lesers Achterbahn fahren zu lassen.
Ihr gelingt es die düstere und schwermütige Atmosphäre immer wieder durch viele kleine wunderbare Dinge des alltäglichen Lebens aufzuhellen und Hoffnung zu schüren, wo eigentlich keine mehr ist.

Ich muss gestehen, dass ich mit Aysel zu Beginn so meine Probleme hatte.
Sie erschien mir etwas zu naiv und leichtfertig mit dem Thema Selbstmord umzugehen, und ich musste erst nach und nach erfahren, welche Umstände sie in ihre Depression getrieben haben, um mit ihr mitzufühlen.
Ihre Entwicklung, ihr regelrechtes Aufblühen, habe ich mit Spannung und Begeisterung verfolgt. Roman war mir direkt sympathisch, sein Verlust und die andauernden Schuldgefühle haben mich tief berührt.

Dieser Roman bewegt, erschüttert und regt zum Nachdenken an.
Wir sollten alle mal nach rechts und links blicken und unsere Mitmenschen genau betrachten.
Es gibt so viele die Hilfe brauchen, verzweifelt sind und die Hoffnung bereits aufgegeben haben, doch wenn wir uns bemühen richtig hinzuhören , dann können wir vielleicht ihre stummen Hilferufe verstehen und unser Möglichstes tun, um ihnen beizustehen.

Fazit
"Mein Herz und andere schwarze Löcher" ist definitiv keine leichte Kost, aber eine die zum Lachen und zum Weinen anregt.
Erschreckend und hoffnungsvoll zugleich zeigt uns Jasmine Warga eine stille und heimtückische Krankheit , die man nicht alleine , sondern nur gemeinsam und mit viel Unterstützung und Verständnis besiegen kann.


"In meinem Bauch ist ein Brennen und Ziehen, das sich gar nicht anfühlt wie die schwarze Qualle, die mein Glück auffrisst. Da wo sonst diese unerträgliche Schwere ist, fühle ich jetzt eine perlende Leichtigkeit." 
- Seite 289


von Nina
My life with books - Buchfee's Lesewelt

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