Montag, 29. Juni 2015

Nachtland - Seiten der Welt 2

Rezension

Autor: Kai Meyer
Preis: 19,99 €
Seitenanzahl: 592
Verlag: Fischer FJB
Leseprobe: >> gibt es hier <<

Eine gefühlte Ewigkeit habe ich auf die Fortsetzung von Kai Meyers „Seiten der Welt“ gewartet.
Am 25. Juni war es nun soweit, die Rebellion und der Kampf gegen die Adamitische Akademie konnten öffentlich weiter gehen.


Die bibliomantische Welt braucht euch! Der Kampf gegen die Adamitische Akademie geht in die zweite Runde!
Zum Glück bin ich nicht zwischen den Seiten der Welt verlorengegangen. Aber nun brauchen Furia und ich eure Hilfe.
Unsere Gegner sind mächtiger als jemals zuvor und leider fällt uns auch das Unterscheiden zwischen Freunden und Feinden sehr schwer in dieser Zeit.

Gerade erst haben wir das Lesen und alle Bücher der Welt gerettet, doch nun steht die gesamte Bibliomantik auf dem Spiel.

Bei wem die Begriffe Bibliomantik, Seelenbuch  und Libropolis für Fragezeichen sorgen, der sollte zuerst in „Die Seiten der Welt“ eintauchen, dort hat Kai Meyer ein großartiges Fundament für eine großartige Saga gelegt. Vielleicht entdeckt ihr darüber ja den versteckten Bibliomanten in euch! So wie ich damals. Seit diesem Buch begleitet mich mein eigenes Seelenbuch jeden Tag. Und ich habe mein Leben ganz aktiv dem Widerstand verschrieben.

Ihr wisst nicht, worum es geht, dann schaut mal hier nach:

Wisst ihr, was ein Seelenbuch ist? Kennt ihr Exlibri? Und habt ihr vielleicht auch ein Staub fressendes Origami-Tierchen bei euch im Regal stehen?
Dann begebt euch mit mir, Furia, Cat, Finnian und Isis Nimmernis auf eine erneute Reise in die Welt der Bibliomantik. Helft uns im Kampf gegen die Adamitische Akademie! Was ihr dafür tun müsst?
Geht zum Buchhändler eures Vertrauens und fragt ihn nach „Die Seiten der Welt: Nachtland“. Er wird mit diesem Codewort schon etwas anzufangen wissen. Und wenn er hinter euch keinen Agenten der Akademie vermutet, dann haltet ihr schon bald ein Sprungbuch in den Händen, das euch direkt ins Herz des Widerstands führen wird.
Wir warten auf euch!


Inhalt: 
Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor. Das phantastische Reich mit seinen uralten Bibliotheken und Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert.
Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern
zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen auf das größte Geheimnis der Bibliomantik.


Kai Meyer hat mit „Nachtland“ eine großartige Fortsetzung in die Buchläden gebracht.
Wie bereits beim ersten Band hat mich der Schreibstil sofort ins Buch hineingezogen und ich musste mich der starken Sogwirkung ein wenig entziehen. Für mich hat „Nachtland“ das Potenzial ein geheimes Suchtbuch von Absolon zu sein.
Die unterschiedlichen Perspektiven erwecken das Gefühl nicht nur einen Teil der Geschichte zu
erfahren, man blickt nicht auf eine einfache Scheibe, sondern hat eine große, runde Kugel vor sich.
Jeder Bücherwurm wird die Geschichte hinter den Seiten der Welt lieben! Wer von uns hätte nicht gerne Macht besondere Dinge zu tun, „nur“ weil er Bücher liest?


In „Nachtland“ treffen wir auf viele alte Bekannte. Viele Exlibri kreuzen wieder unseren Weg, sowie einige bekannte Bibliomanten und Freunde.
Doch auch neue Gesichter begegnen uns im großen Kampf gegen die drei großen Häuser der Adamitischen Akademie. Die Häuser Cantos, Lohenmut und Himmel machen uns das Leben schwer…
Jugendliche Bibliomanten wollen die Macht übernehmen und richten ein riesiges Chaos an, kleine Biester mit dem Namen Pandora werden wirklich gefährlich und die ganze Bibliomantik scheint sich zu verändern.
Doch auf unserer Seite haben wir einen großen, starken Kerl in Südstaaten Uniform, ein depressives Kriechtier und eine kleine, zierliche Kallista mit dem Namen Nassandra.
Also der Widerstand ist stark!
Seid ihr dabei?



Was steht denn da in den Nachtlanden in der Gegend rum?

Samstag, 27. Juni 2015

Schmuckstücke selbst gemacht – Armbänder, Ketten & Co. mit Wow-Effekt

Rezension


Autor: Martha Pawlas
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 96
Verlag: BLV Verlag >> https://www.blv.de <<
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Ich habe dieses Buch auf der Plattform „Blogg dein Buch“ gesehen und wusste gleich, das möchte ich haben. Sofort habe ich mich beworben und ein paar Tage später fand ich eine E-Mail in meinem Postfach, in der stand, ich würde das Buch erhalten. Ihr könnt euch vermutlich vorstellen, wie glücklich ich war. Nun wartete ich sehnsüchtig auf den Paketboten. Als das Buch dann endlich da war, blätterte ich schnell die Seiten durch und stellte leider sofort fest, viel für mich war nicht dabei.
Aber mein Schmuckgeschmack soll dieses Buch nicht beurteilen!

Zu Beginn erhält der Schmuckbegeisterte Leser eine kurze Einleitung, was für Materialien er generell benötigen wird, wie bspw. Pinsel, eine Schere und Klebeband.
Dann werden nacheinander mehrere Bastelideen zu Armbändern, Ketten, Ohrringen und anderen Accessoires vorgestellt. Ich zeige euch am Ende der Rezension ein paar Bilder von diesen Vorschlägen.

Auch wenn bei den Ideen nicht viel für mich dabei war, habe ich doch einiges Interessantes aus dem Buch ziehen können. Denn eigentlich geht es ja nicht darum, diese Ideen umzusetzen, sondern eigene zu entwickeln. Über die im Buch abgebildeten Beispiele kann man sich schnell die richtige Technik aneignen, um ganz individuellen eignen Schmuck zu entwerfen und zu basteln.

Denn wer einmal die Techniken beherrscht, kann daraus viel schöpfen. Dieses Buch regt die eigene Kreativität an. Bereits beim Durchblättern denkt man sich bei einigen Dingen, da würde ich aber das dran ändern oder dies weglassen. Und schnell kommen eigene Ideen, die man gerne umsetzen würde, bisher aber nicht wusste, wie man da herangehen soll.

Gerade für jemanden, der gerne echte Eye-Catcher trägt, sind in diesem Buch tolle Ideen vorhanden. Jemand wie ich, der lieber kleine Ketten trägt, findet eher weniger. Allerdings sind bei den Armbändern auch einige dabei, die jeder tragen kann.

Gefreut habe ich mich zum Ende des Buches, und nein, nicht weil es zu Ende war, sondern weil dort die beliebtesten Basteladressen der Autorin aufgeführt sind. Und die befinden sich nicht nur in ihrer eigenen Stadt, sondern auch im Internet, sodass auch hier jeder Bastelverrückte zuschlagen kann. ;)
Einen der dort aufgeführten Läden habe ich aber sogar vor der Haustür, also mal sehen, vielleicht seht ihr hier ja bald Bilder von meinen eigenen Kreationen, wer weiß!





Diese Idee macht sich bestimmt auch gut als Pinnwand ;)




Freitag, 19. Juni 2015

Bannwald

Rezension

Autor: Julie Heiland
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 352
Verlag: Fischer
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Vor langer Zeit unterjochten die Tauren den Stamm der Leonen, nun ist die Zeit gekommen zurückzuschlagen! 



Inhalt:
Robin verbrachte ihr ganzes bisheriges Leben in dem Wissen ihr Volk, die Leonen wären nichts weiter, als die Sklaven der Tauren.
Und das Zauberwort ihrer Welt heißt: Macht! Die Tauren besitzen die Macht aus reiner Gedankenkraft zu töten, wohingegen die Leonen ihre Magie im Einklang mit der Natur nutzen. Sie bringen Pflanzen zum Wachsen, erschaffen Lichtkugeln, doch gegen die Kraft der Tauren können sie nichts ausrichten. Doch dann tritt Robin aus Versehen über die Gebietsgrenze und sieht sich Auge in Auge mit einem jungen Taurer. Doch statt sie zu töten, lässt er sie laufen... Aber warum?

Meine Meinung:
Julie Heiland hat ein Buch zum Träumen, Weinen und Verzweifeln geschaffen.
Die Atmosphäre des Waldes stellt eine wunderbare Kulisse dar. Robin bewegt sich beinahe unsichtbar durchs Dickicht und kann mit Tieren kommunizieren. Eine wunderbare Vorstellung. Eigentlich eine Kulisse für ein sorgenfreies Leben. Wäre da nicht die ständige Angst vor den Tauren, bei denen man nie weiß, überlebt man eine Begegnung mit ihnen.
Eingeflochten in diese Geschichte ist eine Liebe, die nicht sein darf. Ähnlich wie Romeo und Julia. Doch im Gegensatz zu Shakespeares Liebespaar lässt Julie Heiland ihre Protagonisten denkend und nicht fühlend an die Sache heran gehen. Über beiden schwebt das Schwert des Todes, so halten sie sich zurück, was den Leser, also mich!!!, zur Verzweiflung brachte. Aber durchaus im positiven Sinne. Ihr versteht sicherlich, was ich meine.

Im Vordergrund steht natürlich die Wut, aber auch die Angst der Leonen vor den Tauren. Die Aussichtslosigkeit  ihrer Situation...
Doch es gibt immer eine Möglichkeit zu handeln! Die Frage ist bloß wie?
Robin sieht einen Ausweg, doch dabei braucht sie die Hilfe ihres größten Feindes... Oder ist er das gar nicht?

Ich verrate euch den Namen der jungen Männer absichtlich nicht, da auch die Autorin einen da ziemlich lange im Dunkeln tappen lässt. Ich gestehe ja, es nervt mich tierisch, wenn eine Frau oder wie in diesem Fall ein junges Mädchen von einem Jungen schwärmt und seinen Namen nicht kennt, nennt... Ich musste solange weiterlesen, bis ich endlich Gewissheit hatte, wie er heißt. Allerdings konnte ich mich nicht zusammenreißen und habe vorher bereits jemanden gefragt, der das Buch schon gelesen hatte. Dennoch musste ich seinen Namen erst im Buch finden, um wirklich glücklich zu sein. Von diesem Punkt an, war ich definitiv gefangen... Es gab für mich keine Sekunde mehr in der ich nicht mehr lesen wollte. Bis zu den letzten 40 Seiten... Ab da habe ich das unweigerliche Ende hinausgezögert. Denn je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto spannender wird es und man will zwar dringend wissen, wie es ausgeht, hat aber gleichzeitig im Kopf, der zweite Band kommt "erst" im September... Also wollte ich nicht, dass es endet...

Julie Heiland hat wirklich eine fantastische Geschichte um die Sternenstämme erschaffen und ich bin sehr gespannt, wie es in "Blutwald" weitergeht. Ich spekuliere mal, sehr blutig.
Mit ihrem Schreibstil hat Julie mich jedenfalls sofort gefangen genommen und ich hoffe es bleibt so!

Ziemlich fies ist jedoch, am Ende des Buches ist das erste Kapitel von "Blutwald" abgedruckt... Und das ist wirklich Folter!!! ;)

Also bitte, wenn ihr noch nichts vorhabt und wenn ihr was vorhabt streicht es, lauft in den nächsten Buchladen und besorgt euch dieses Buch!

Gut zu wissen: 
Band 2 "Blutwald" erscheint bereits im September!
Ich fiebere dann mal daraufhin. Möchte sich jemand an meine Seite begeben?


Partnerblog: 


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Freitag, 12. Juni 2015

Die Goldputzerin

Rezension


Autor: Jana Barth
Preis: 13,80 €
Seitenanzahl: 282
Verlag: Klecks Verlag
Verlagssblatt: >> hier lang <<






Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden. Auf der Leipziger Buchmesse lag es an einem Stand aus und ich habe mich gleich in das Cover verliebt. Wieder Zuhause sah ich dann, dass die dazugehörige Facebook-Seite ein Exemplar des Buches verloste. Und siehe da, ich hatte Glück. Und ihr auch, denn nur deshalb kann ich euch nun dieses wirklich gute, wenn auch etwas schwer zu beschreibende Buch vorstellen.

Inhalt:
Rob hat genug von der modernen Welt! Er will seinen eigenen Staat. Die passende Insel dafür hat er auch schon gefunden, doch die finanziellen Mittel und vor allem die Untertanen fehlen. Gut, dass sich beides kombinieren lässt. Und das viele Menschen einfach zu dumm und einfältig sind.
Rob verspricht ihnen ein schönes Leben fernab der verdorbenen Gesellschaft für nur 100€ pro Person. Schon bald hat er genug Leute zusammen um sein „Projekt“ zu starten.
Nun denn die Schreckensherrschaft kann beginnen…
Doch dann funkt die Liebe dazwischen…

Meine Meinung:
Um es auf den Punkt zu bringen: Im Groben ist „Die Goldputzerin“ ein historischer Liebesroman in modernem Gewand. Aber im Feinen ist dieses Buch so viel mehr.

Rob kommt mit der Gesellschaft einfach nicht klar und möchte sein eigenes Reich haben, auf dem keine Tiere getötet werden und auf dem er sein kann, wer er ist. Schon vor dem Erreichen der eigentlichen Insel, bekommt jeder seinen Untertanen einen neuen Namen. Einen alten deutschen, einen schönen Namen! Sich selbst nennt Rob fortan Ivar. Und dieser Ivar ist ein Monster. Gleich am ersten Tag auf der Insel zeigt er sein Gesicht, indem er einem Mann die Kehle durchschneidet, nur weil dieser ihn fragt, warum Ivar in einem Schloss leben soll und die anderen sich Hütten bauen müssen.
Alles machte zu Beginn den Anschein einer Sekte und so ganz verkehrt war diese Einschätzung auch nicht.
Zu Beginn fiel es mir etwas schwer die Charaktere richtig zu verstehen, da für mich die Eigenschaften dieser sehr durcheinandergewürfelt waren. Dadurch fiel es mir zunächst schwer ihre Handlungen nachzuvollziehen. Bis mir irgendwann aufgefallen ist, dass Menschen genauso sind. In vielen Geschichten wird einem gesagt der Charakter ist gut oder böse und nach diesem System handelt er. Manchmal dreht sich das noch ein paar Mal hin und her, aber er ist immer eines von beiden. Bei Ivar und allen Menschen auf der Insel ist es anders. Es ist wahr, wie sie denken. Und es ist auch nachvollziehbar, zumindest wenn man den ersten Schock über die eigentliche Handlung überwunden hat. Jana Barth hilft einem dabei aber ganz gut, indem sie erklärt, warum jemand so handelt.
Charakterlich ist es wirklich ein besonderes Buch, aber nicht nur aufgrund der Charaktere.
Es ist ein Buch über ein hochaktuelles Thema. Ich musste sofort nach den ersten Seiten an die neue Fernsehsendung „Newtopia“ denken – die ich übrigens nicht mag. Aber es hat immer wieder einen Reiz für Menschen der Konsumgesellschaft zu entfliehen.
So eine Gesellschaft hat Jana Barth entworfen, wenn auch auf eine ziemlich grausame Art und Weise. Doch es ändert sich schon bald einiges auf der Insel, denn die Bewohner werden älter und Ivar verliebt sich. Mathilda erinnert sich kaum noch an ihr Leben vor der Insel. Nun ist sie 16 Jahre und Ivar beschließt sie zu heiraten.
An diesem Punkt tat mir Mathilda sehr leid! Hatte sie doch einen Geliebten im Dorf und verabscheute Ivar. Doch schon bald entdeckte ich Wesenszüge an Mathilda, die Ivar ebenfalls besaß.
Was soll man tun, wenn man merkt, man liebt zwei Männer? Und das obwohl der eine ein grausamer Herrscher ist?

Das Buch hat mich von der ersten Seite an mit seiner Idee gefesselt. Der Schreibstil kroch in meinen Kopf und setzte sich dort fest. Schon bald kam ich nicht mehr dazu, von den Seiten aufzublicken. Also habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen und war hinterher ziemlich platt. Und hungrig… Denn das Essen habe ich völlig vergessen. :D
Durch den Perspektivenwechsel unter den verschiedenen Charakteren lernt man nicht nur Ivar und Mathilda kennen, sondern auch ihre Magd Eila, ihren geliebten Richwin und dessen besten Freund Otwin. Man lernt die Geschichte einfach aus jeder Perspektive und mit jeder kleinen Nebenhandlung kennen.
Von Anfang an steuert alles auf ein Ende hin, dass ich so nie, nie, niemals erwartet hätte. Einfach weil es wenig Autoren gibt, die sich das trauen…

Donnerstag, 11. Juni 2015

Rabenlady

Rezension


Autor: Pauline Francis
Preis: 7,99 €
Seitenanzahl: 208
Verlag: Fischer
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Inhalt: 
Während Ned schon am Galgen baumelt und sich von seinem Leben verabschiedet hat, ergreift Lady Jane Grey die Initiative und rettet den jungen Mann. Dies könnte der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte sein, doch in den Wirren um die englische Krone soll die junge Protestantin König Edward, den Sohn von Heinrich VIII. heiraten.
Dennoch gibt sie Ned eine Chance und verliert dabei mehr als ihr Herz…

Meine Meinung:
Ich habe mir dieses Buch eigentlich nur aus Zufall bei einer meiner letzten Arvelle-Bestellungen gekauft. Es klang interessant und ich hoffte auf eine wirklich interessante Geschichte mit historischem Hintergrund. Leider hatte ich mir mehr von dem Buch erhofft, als es mir dann wirklich geben konnte.

Geschichtlich hat Pauline Francis hier eine wirklich interessante Idee aufgegriffen.
Lady Jane Grey, Königin für 9 Tage. Durch eine Machtintrige der Männer auf den Thron gehoben, der doch eigentlich der ältesten Tochter von König Henry gehört hätte.  Lady Maria, die als „Bloody Mary“ in die Geschichte eingehen sollte, wollte sich ihren Thron auch nicht nehmen lassen und mit der Gunst des Volkes eroberte sie ihn zurück. Zum Leidwesen von Jane.

Die Person der Jane Grey ist in vielerlei Hinsichten interessant. Von den Eltern geschlagen, war ihr Gemüt dennoch relativ ungebrochen. Eine starke Frau im Körper eines Kindes, die eigentlich dazu bestimmt war an der Seite des Kindskönigs Edward zu regieren, doch nach dessen Tode war dies nicht mehr möglich. So sorgten die Männer dafür, dass Edward noch vor seinem Tod seine Cousine auf den Thron erhob. Nach 9 Tagen Regentschaft eroberte Mary ihren Thron zurück. Zuerst wollte sie Jane nach einer gewissen Zeit frei lassen, doch nachdem deren Vater erneut gegen die Krone zog, um sie seiner eigenen Tochter wieder zu geben, die diese nie wollte, war es Mary nicht mehr möglich etwas anderes in Erwägung zu ziehen, als die Enthauptung ihrer eigenen Cousine.

Schuld an dem ganzen blutigen Schlamassel war das geteilte England. Durch Heinrich den VIII. war England teilweise protestantisch geworden und viele Untertanen passten sich dem neuen Glauben an.
Edward und Jane als Protestanten wären für viele Adlige ein gern gesehenes Paar auf dem Thron gewesen.
Mary hingegen hielt an dem alten Glauben, dem Katholizismus ihrer Mutter Katharina von Aragon, fest.
So ging es mehr um die Religion des Landes, als um die eigentliche Frage der Krone.

Dieser Randnotiz, wie Lady Jane gerne bezeichnet wird, hat sich Pauline Francis in ihrem Buch gewidmet. Aber auf eine andere Art und Weise. Denn was wäre gewesen, wenn diese junge Frau doch Liebe erfahren hätte vor ihrem Tode?
Dieses Szenario wird in „Rabenlady“ erzählt. Alle auftretenden Personen haben wirklich gelebt, alle außer Ned. Ned ist der „Was-wäre-wenn“-Faktor.
Leider ist diese außerordentlich komplexe Geschichte in einfachen Sätzen und teilweise ohne recht zu erkennende Struktur wiedergegeben. Demnach ist sie leider wirklich nur etwas für zwischendurch. Lässt sich dann zwar schnell runterlesen, durch die geringe Seitenanzahl, doch es bleibt ein schaler Nachgeschmack, da man eigentlich mehr erwartet hatte. Auch wenn einige Wendungen in der Geschichte vorhanden sind, waren diese für jeden mit ein wenig Hintergrundwissen leicht vorherzusehen. Ich hätte mir für Lady Jane vielleicht auch wirklich einfach nur eine wirklich glückliche Liebesbeziehung gewünscht, wo sie doch sonst von allen verraten wurde.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Shine

Rezension


Autor: R.A. Nelson
Preis: 14,95 €
Seitenanzahl: 352
Verlag: Ravensburger
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Inhalt:
Frances führt ein ruhiges, normales – teilweise sogar langweiliges – Leben bei ihren Adoptiveltern. Doch dann steht eines Tages ein Anwalt bei ihnen vor der Tür und überreicht Frances einen Brief ihrer leiblichen Mutter.
Ich muss dich sehen. Bitte komm sofort. Wir müssen es zu Ende bringen.
Bald steht für Frances fest, sie muss die Frau besuchen, die sie zuletzt vor 11 Jahren sah… An dem Tag als sie ihre drei Schwestern verlor.
Ohne ihren Eltern etwas zu sagen, machen sich Frances und Nix, der Junge, den sie liebt, auf den Weg in die psychiatrische Einrichtung...

Meine Meinung:
Inhaltlich ist das Buch wirklich schwer zu beschreiben, da es viele schwerwiegende Themen gleichzeitig anspricht.
Wie einem Jugendbuch angemessen, werden die ersten Dinge, wie die Problematik der Todesstrafe zwar angesprochen, aber nur soweit erläutert, wie es für die Geschichte notwendig ist. Ich habe leider in letzter Zeit auch anderes erlebt. Zu viel Info ist nicht immer gut.
Nach und nach wird man tiefer in die Geschichte hineingezogen. R.A. Nelson versteht es dem Leser immer wieder kleine Happen aus Frances trauriger Vergangenheit hinzuwerfen und ihn so an die Geschichte zu fesseln. Ich habe beim Lesen nicht einen einzigen Punkt in der Geschichte gefunden, an dem ich das Buch wirklich hätte weglegen können. Eher das Gegenteil war der Fall! Wenn meine Mutter etwas von mir wollte, habe ich innerlich gestöhnt… und wenn es mir möglich war, habe ich das Buch weiterhin dabei vor mein Gesicht gehalten.  ;)
Nelson vermischt ein schrecklich, grausames Geschehen mit einer jungen Liebesgeschichte und der Suche nach der eigenen Identität.
Auch die Verarbeitung einer traumatischen Erfahrung spielt eine große Rolle. Diese Verarbeitung wird uns an Hand von einer sympathischen Protagonistin gezeigt. Frances ist eine junge Frau, die vor vielem Angst hat und viel Unsicherheit mit sich herumträgt. Typisch für Traumatisierte weicht sie ihren Mitmenschen so gut wie möglich aus und hat wenig Vertrauen. Umso überraschender ist es, dass sie sich mit dem neuen Mitschüler Nix anfreundet. Da bemerkt man schon die ersten Ansätze der Verarbeitung. Nix ist ein großartiger Charakter. Er lockt Frances aus ihrem Schneckenhaus und hilft ihr so gut er kann. Er ist zwar etwas durchgeknallt, aber glücklich und auch nicht perfekt. Was ihn allerdings perfekt für Frances macht. :D

Abschließend wirft dieses Buch die Frage auf, ob die Täter wirklich immer als Täter gesehen werden können… Vielleicht ist es ja auch nur die Verkettung unglücklicher Umstände, die zur Tat geführt haben… Oder die Täter sind psychisch nicht zurechnungsfähig…

Unbedingte Leseempfehlung!

Leider ist das Buch vom Verlag aus nicht mehr lieferbar. Aber es gibt viele tolle gebrauchte Angebote ;)

Dienstag, 9. Juni 2015

Der kleine Prinz

Rezension


Autor: Antoine de Saint-Exupéry
Preis: 4,95 €
Seitenanzahl: 96
Verlag: Anaconda
Verlagsseite: >> hier lang <<


„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“


Der kleine Prinz verlässt auf der Suche nach Freundschaft seinen Planeten und seine wunderschöne Blume. Ein Jahr lang wandert er umher und je länger er fort ist, desto mehr vermisst er seine kleine Blume…

Ich habe mich auch endlich mit dem größten literarischen Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit auseinandergesetzt.
Schon beim ersten Durchblättern der wenigen Seiten, war ich fasziniert von den Originalzeichnungen von Antoine de Saint-Exupéry. Bilder und Text gehen hier Hand in Hand.
Und auch wenn viele diese Buch als Kindergeschichte abtun, ist sie doch viel mehr…
Beim Lesen dachte ich immer wieder, die Blume könnte genauso gut eine Frau sein. Und tatsächlich hatten wohl schon mehr Leute diesen Gedanken. Ob die kleine Rose tatsächlich eine Anspielung auf Antoines Muse oder auf seine Mutter sein sollte, sei mal dahingestellt.
Klar zu sehen ist, dass man aus dem Text die Kritik am Werteverfall der Gesellschaft und den Verfall des moralischen Denkens herausziehen kann. Die Erwachsenen denken zu einseitig, zu ich-bezogen.

Die Sehnsucht die der Prinz in sich fühlt, ist Bestandteil jedes Menschen. Wie sehnen uns immer nach dem, was wir nicht haben und übersehen dabei das, was direkt vor uns ist.

Auch der Tod ist Bestandteil in diesem Buch, auch wenn er hier nicht als Tod angesprochen wird. Der kleine Prinz möchte zurück auf seinen Planeten, da er sich so sehr nach seiner Blume sehnt. Er hat verstanden, was diese ihm wirklich die ganze Zeit sagen und zeigen wollte. Doch seine äußere Hülle ist zu schwer für den Weg zurück, so erklärt er dem Piloten, über den wir die Geschichte erfahren, dass er sie zurücklassen müsste und dass er wie tot erscheinen würde,  in Wahrheit aber längst zurück auf seinem Planeten sei.
Meine Mutter hat mir früher als Kind immer erzählt, wenn jemand stirbt, den wir ganz lieb haben, wird er zu einem Stern am Himmel, der ganz hell nur für uns leuchtet. Vielleicht hat das ja auch jemand Antoine de Saint-Exupéry erzählt.

Für mich ist „Der kleine Prinz“ auf jeden Fall mehr als nur eine Kindergeschichte… Und ab jetzt wird der Blick in die Sterne noch ein anderer sein… Vielleicht sehen wir ja mal den Prinzen mit seiner Blume zu uns hinunterwinken.

Montag, 8. Juni 2015

Reise gegen das Vergessen: Der Fotograf von Auschwitz

Wilhelm Brasse Jahre nach dem Grauen in Auschwitz
„Warum?“ 
Mit diesen Worten begannen, seit seiner Ankunft in Auschwitz, fast alle Fragen von Wilhelm Brasse.
„Warum werden Menschen hier so gedemütigt?“
„Warum werden sie geschlagen?“ 
„Warum greift niemand ein?“
„Warum macht man uns zu Opfern?“
(S.17)

Wilhelm Brasse, geboren am 3. Dezember 1917 in Żywiec, überlebte das Konzentrationslager Auschwitz aufgrund seines Berufes. Der aus Polen stammende junge Mann war gelernter Fotograf und hatte umfassende Deutschkenntnisse. Und so arbeitete er vier Jahre lang im Erkennungsdienstes des Lagers.
Dabei sah Brasse nicht nur in die Gesichter der abgemagerten und meist auch völlig hoffnungslosen Lagerinsassen, sondern er kam auch in Kontakt mit hochrangigen SS-Größen. Zu registrieren, dass diese Menschen Leute systematisch dem Tode übergeben, und dennoch lächelnd und ungezwungen plaudernd durch die Gegend laufen konnten, war für Brasse unbegreiflich.

Brasse im Selbstporträt von 1938
Immer wieder bekam der junge Mann Dinge zu sehen, die ihn verzweifeln ließen. Doch er hatte gar nicht großartig die Zeit, um zu verzweifeln, denn der Hungernde denkt nur ans Essen. Und Hunger den hatte Wilhelm oft genug.
Oft sah er den Satz, mit dem Auschwitz ihn 1940 begrüßte, bestätigt: „Die einzige Möglichkeit, dem Konzentrationslager zu entkommen, ist die durch den Schornstein!“ (S.29)
Doch schlimmer als die hungernden Gesichter, die er fotografieren musste, waren die Bilder, die die Mediziner von ihm verlangten.
Mengele, Wirths und Entress verlangten von Brasse, dass er ihre grausamen Experimente dokumentierte. Hunger-Experimente, Sterilisationen und Operationen musste Wilhelm Brasse mit seiner Kamera festhalten.
Da war es kein Wunder, dass er später, als das Grauen beendet war, die Bilder dennoch nicht aus seinem Kopf verbannen konnte, und den Beruf des Fotografen aufgab. Wilhelm Brasse fasste nie wieder eine Kamera an.


„Mit meinem Beitrag möchte ich aufzeigen, was passiert ist, damit sich so etwas Schreckliches nicht noch einmal wiederholt.“
(S.161)

Wilhelm Brasse starb am 23.Oktober 2012 in seiner Heimatstadt Żywiec, kaum 50 Kilometer von Auschwitz entfernt.

Bis zu seinem Tod hielt er immer wieder Vorträge in Auschwitz für deutsche Personengruppen. Dann begann er von dem Glück zu reden. Dem Glück Freunde getroffen bzw. gefunden zu haben. Dem Glück Aufseher gehabt zu haben, die ihn nicht permanent geschlagen haben. All das sah Wilhelm Brasse als eine Anhäufung von glücklichen Zufällen an.
Und bis zu seinem Tod hat er immer wieder betont, er würde die Deutschen nicht hassen. „Schon gar nicht die in der heutigen Zeit, nur weil sich damals ein Führer zu einem Verführer der Massen entpuppt hat.“ (S.161) 

Dieses Tattoo musste Brasse auf Anweisung eines KZ-Arztes aufnehmen.
Kurze Zeit später stellte er fest, dass der Träger getötet worden war, und
die Haut aufgespannt,da der Arzt sich etwas daraus machen wollte. Was
genau daraus werden sollte, wollte Brasse nicht mehr wissen...

Reiner Engelmann hat aus Gesprächen mit Wilhelm Brasse dessen Leben nach erzählt. Die Geschichte des Häftlings Nr. 3444 zeigt deutlich die zwei Gesichter der treuen Nazis. Als KZ-Insasse musste man vor jedem Aufseher Angst haben und war sich der Gefahr nur allzu bewusst. Gerade deshalb ist es noch bewundernswerter, dass Brasse 1945 die Anordnung, die Fotos zu verbrennen, um Beweismaterial zu vernichten, missachtete. Durch Wilhelm Brasse lernt der Leser die verschiedenen Persönlichkeiten des Lageralltags kennen. Von hochrangigen SS-Männern bis hin zu Kapos und sogar zu Widerstandskämpfern, die sich einschleusten und denen später die Flucht gelang. Umso trauriger ist es zu erfahren, dass deren Bemühungen nichts gebracht haben.

Das Buch ist ergänzt  durch Kurzbiographien der betreffenden SS-Männer wie Boger, Aumeier und Höß. Sowie mit meinem Glossar zu wichtigen Begriffen, die man zwar oft schon mal gehört hat, aber oft nicht genau zu ordnen kann.

Oft hat man Punkte bei Tätern, an denen man denkt, sie wären doch noch menschlich, aber kann man das nach solchen Taten noch glauben:
„Einmal kam ein Transport mit vielen Kindern aus Litauen in Birkenau an. Dr. Mengele hatte einen Rahmen in der Höhe von 1,40m anfertigen lassen und ihn an der Rampe aufgestellt. Die Kinder wies er an, hindurchzugehen. Alle diejenigen, die ohne anzustoßen den Rahmen passieren konnten, waren für die Gaskammer bestimmt und wurden noch am selben Tag ermordet.“


Autor: Reiner Engelmann
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 192
Verlag: cbj
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Sonntag, 7. Juni 2015

Sonnenschein: Bruno Farber

hinter jedem Namen verbirgt sich eine Geschichte



Ich würde hier gerne schreiben, dass Bruno Farber ein langes Leben hatte, bevor die Nazis ihn im Konzentrationslager Auschwitz ermordeten, doch leider entspräche das nicht den Tatsachen.


Die Wahrheit ist, Bruno Farber durfte nur drei Monate leben, bevor die Nationalsozialisten sein Leben beendeten.




Der kleine Junge wurde am 07. November 1943 als Sohn von David Faber und Ester Fink in Ferrara geboren. Seine Eltern stammten beide aus Gorizia. Doch Bruno sollte nie die Heimatstadt seiner Eltern zu sehen bekommen.
Am 05.Februar 1944 wurde die Familie verhaftet und am 22.Februar begann die Reise ins Vernichtungslager Auschwitz. Der Konvoi kam am 26.Februar im Lager an. An dieser Stelle verliert sich die Spur von Brunos Mutter, doch vermutlich trat sie zusammen mit ihrem Sohn den Weg ins Gas an. Dem Vater waren noch drei weitere Monate in der Hölle gegeben, bevor auch er starb.

Mit der Benennung des Garten neben der heutigen Synagoge in Gorizia wird an den erst drei Monate alten Bruno erinnert.


Für mehr Informationen zu diesem Projekt: 

Samstag, 6. Juni 2015

Wen küss ich und wenn ja, wie viele?

Rezension


Autor: Mara Andeck
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 239
Verlag: Boje Verlag (Bastei Lübbe)
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Inhalt:
Mit sechzehn noch ungeküsst?!
Also so geht’s nicht weiter, beschließt Lilia. Und da kommt ihr das Bioreferat zum Thema Balzverhalten im Tierreich sehr gelegen! Denn was sind Menschen schon anderes als Tiere?
Und erst scheint ihre Theorie auch aufzugehen, doch dann geht plötzlich alles völlig schief… Tja, man sollte auch die Gefühle der anderen „Tiere“ mit einbeziehen…

Meine Meinung:
Mara Andeck hat mit Lilias erstem Tagebuch eine lustige und vor allem auch unterhaltsame Geschichte begonnen. Lilia ist nicht gerade das besonders hübsche Mädchen, das die Jungs gerne ansehen. Sie ist zwar groß, aber sieht leider aus wie eine Bohnenstange. Als dann auch noch die erhoffte Geburtstagsparty zu ihrem 16. nicht stattfindet, steht für sie fest, jetzt muss sich etwas ändern.

Die vielen Anspielungen auf unsere heutige Welt und gerade auf Themen, die für uns Jugendliche heute im Vordergrund stehen, machen einem den Einstieg in die Geschichte sehr leicht. Man muss sich halt nicht erst in ein neues System rein denken. Auch mal schön. Der lockere Schreibstil und die kleinen Absätze sorgen dafür, dass man sehr schnell vorankommt und ehe man sich versieht, ist auch schon die letzte Seite gelesen.

Besonders gut fand ich den Perspektivenwechsel zwischen Lilia und Tom, ihrem besten Freund aus Kindergartentagen. Denn während für Lilia ihre Liebe zu Jakob im Vordergrund steht, überlegt sich Tom, wie er Lilias „Forschung“ zum Scheitern verurteilen kann. Warum kann sich hier wohl jeder denken. Nur Lilia versteht wirklich nichts… Was sie fast schon wieder süß macht. :D


Auf jeden Fall ist „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?!“  nicht nur ein Buch mit einem sehr amüsanten Titel. Es ist eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, aber auch irgendwie über das Erwachsen werden. Für mich ist es einfach eine tolle Liebesgeschichte, die ihr Ende noch nicht gefunden hat.

Freitag, 5. Juni 2015

Nur einen Horizont entfernt

Rezension


Autor: Lori Nelson Spielman
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 368
Verlag: FISCHER Krüger
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Meine Erwartungen wurden übertroffen



Inhalt:
Hannah Farr ist eine erfolgreiche und bekannte Fernsehmoderatorin.
Sie hat ihre eigene Show, engagiert sich für wohltätige Zwecke und ist das Aushängeschild des Senders.
Auch privat läuft es für Hannah augenscheinlich gut, schließlich ist sie mit dem Bürgermeister der Stadt New Orleans liiert und hofft auf einen baldigen Heiratsantrag.
Es könnte alles perfekt sein, wären da nicht diese zwei Steine , die seit Jahren unbeachtet in ihrer Schublade liegen.
Es handelt sich um Versöhnungssteine, die ihre frühere Mitschülerin Fiona Knowles ihr geschickt hat, um sie um Vergebung zu bitten.
Als Fiona mit diesen Steinen und einem von ihr geschriebenen Buch zum Thema Vergebung Bekanntheit erlangt, versucht Hannah ihre gemeinsame Vergangenheit dazu zu nutzen, sich für einen neuen Job zu bewerben.
Eigentlich sollten die Versöhnungssteine nur Teil ihres Exposés, nur Theorie bleiben, aber sie ziehen Hannah in ihre Vergangenheit zurück, in längst verdrängte Schuldgefühle und in Schmerz. Bald muss Hannah einsehen, dass man nur glücklich in die Zukunft sehen kann, wenn man mit der Vergangenheit im Reinen ist.
Aber kann sie es schaffen zu verzeihen? Oder sollte eher sie um Vergebung bitten ?

Meine Meinung:
Das Cover von " Nur einen Horizont entfernt " ist wieder wunderschön gelungen und hat einen hohen Wiedererkennungseffekt. Man wird unweigerlich an Lori Nelson Spielman's Debütroman "Morgen kommt ein neuer Himmel" erinnert.
Ich kenne und liebe den wunderbar einfühlsamen Schreibstil der Autorin bereits und erfreute mich auch in diesem Buch daran.

Mit viel Feingefühl aber auch Humor erzählt Lori Nelson Spielman eine Geschichte über Vergebung, Freundschaft und dem Wunsch nach Zugehörigkeit, in die sich wohl fast jeder hineinfühlen kann.
Wie schwer die Bürde der Vergebung auf einem lasten kann und welch großer Mut es fordert, jemanden um Vergebung zu bitten aber auch Reue anzunehmen.

Hannah wirkt in ihrer Sehnsucht nach Liebe und Freundschaft manches Mal recht naiv und man fragt sich unweigerlich "Warum lässt du das mit dir machen?" , aber sie hat ihr ganzes Leben nur versucht sich anzupassen und zu gefallen, hat sich geschliffen, um ja nicht anzuecken.
Nun für ihre eigenen Überzeugungen einzustehen und auch unangenehme Entscheidungen treffen zu müssen, fällt ihr schwer und nun die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchlebt, zu sehen, macht mir wirklich Mut.
Man kann seine eigene Schuld und Reue nur ablegen, wenn man um Vergebung bittet und manchmal reicht eine Entschuldigung auch nicht aus, aber man kann sein Herz erleichtern und auf eine Versöhnung hoffen.

Die Charaktere waren durchweg realistisch und detailliert gezeichnet.
Besonders Dorothy hat mir mit ihrer Leichtigkeit und Offenheit sehr imponiert.
Solch einen Menschen wünscht man sich an seiner Seite, jemanden, der nicht nur ausspricht, was man vielleicht hören möchte, sondern auch mal die unangenehmen Dinge anspricht und einen bedingungslos liebt.
Viele wunderbare Weisheiten, voller Tiefe und Wärme durften wir in diesem Buch von Dorothy lesen.

"Ich habe mir immer vorgestellt,dass das Leben eine Höhle voller Kerzen ist, sagte sie.
Bei unserer Geburt brennt die Hälfte der Kerzen.
Jede gute Tat entzündet eine weitere und spendet etwas mehr Licht. Aber zwischendurch erlöschen auch Flammen durch Egoismus und Gemeinheit. Verstehst du?
Einige Kerzen zünden wir an, andere blasen wir aus.
Am Ende können wir nur hoffen, dass wir in dieser Welt mehr Licht als Dunkel geschaffen haben." Seite 56

"Nur einen Horizont entfernt" ist soviel mehr als ein Liebesroman...
Es ist eine Geschichte über Angst, Verlust und Verzweiflung, über Familie, Freundschaft und Liebe, aber vor allem eine Geschichte über Vergebung, über Mut und das tiefe Bedürfnis, die Menschen die man liebt zu beschützen.
Es verurteilt nicht die Fehler die wir begehen, nicht die Lügen die wir erzählen oder die Schmerzen die wir geliebten Menschen unbewusst zufügen , sondern zeigt uns, dass wir vergeben können und um Verzeihung bitten müssen, um unsere inneren Dämonen und unsere Angst vor Zurückweisung zu besiegen.

Die Idee der Versöhnungssteine finde ich wunderbar.
Es braucht doch manchmal nur ein Zeichen, eine aufgezeigte Möglichkeit, um den schwierigen Weg der Versöhnung zu gehen.

Fazit
Ich hatte hohe Erwartungen an "Nur einen Horizont entfernt " und wurde nicht enttäuscht. Einfühlsam erzählt Lori Nelson Spielman über Vergebung, Liebe und Freundschaft und berührt damit unsere Herzen.
Ein ganz besonderes Buch, dass mich noch lange gedanklich begleiten wird.
Einfach wundervoll !!


von Nina
My life with books - Buchfee's Lesewelt
Lovelybooks Profil: Buchfee81

Donnerstag, 4. Juni 2015

Neuerscheinung: Layers

24.August 2015


Vielen von euch wird der Name Ursula Poznanski etwas sagen. Die aus Wien stammende Autorin (mhm... ich glaube ich habe ein Faible für Wienerinnen) hat inzwischen mehrere mit Preisen ausgezeichnete Bücher auf den Markt gebracht. Ich persönlich bin leider bisher noch nie dazu gekommen eines ihrer Bücher zu lesen. Erebos, Saeculum und Stimmen haben seit einer gefühlten Ewigkeit einen Platz auf meiner Wunschliste ergattert... Aber vielleicht ändert sich das ja nun, denn es erscheint demnächst ein neues Jugendbuch!

Layers

Es wird wieder ein Thriller! Wer hätte das gedacht :D

Ich für meinen Teil bin wahnsinnig gespannt auf das Buch, denn der Inhalt verspricht ein paar spannende Lesestunden! 

Inhalt:
Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun? 

In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält. 

Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt. 

Mehr zu dem Buch zu entdecken, gibt es auf der vom Loewe Verlag extra angelegten Seite:

Aber bevor ihr mich verlasst, was mich wirklich neugierig gemacht hat, ist dieser Trailer:



Verspricht doch nervenaufreibende, schlaflose Lesestunden, oder was meint ihr?

Mittwoch, 3. Juni 2015

Mai Rückblick

Und schon wieder ist ein Monat rum!
Die Zeit vergeht doch momentan wirklich wie im Fluge... Und auch in diesem Monat sind wieder viel zu viele Bücher bei mir eingezogen...
Aber nicht nur Bücher! Aus der kleinen literarischen Sternenwarte Astrolibrium kam mein eigener kleiner Lesebegleiter zu mir: Fooks! Mit Lesebrille und Kuschelbuch. Ist er nich süß?





Gelesene Bücher

  1. Elias & Laia - Sabaa Tahir  aus dem April mitgenommen
  2. Der einhändige Briefträger - Gudrun Pausewang  ca. 2 Tage
  3. The Heir - Kiera Cass ca. 4 Tage
  4. Die Krumpflinge 3: Egon schwänzt die Schule - Annette Roeder ca. 1 Stunde
  5. Hörbuch: Die Krumpflinge 3: Egon schwänzt die Schule - Annette Roeder ca. 1 Stunde
  6. Kindheit in Trümmern - Barbara Warning ca. 2 Tage
  7. Bin mal kurz tot - Lance Rubin ca. 8 Tage
  8. Die rote Königin - Victoria Aveyard ca. 8 Tage (beendet am 01.Juni)
  9. Die Krumpflinge 3: Egon schwänzt die Schule - Annette Roeder ca. 1 Stunde
  10. Maxi will nicht schlafen gehen - Mira Lobe ca. 1 Stunde


Neuzugänge

  1. Harry Potter Taschenbuch Schuber - J.K. Rowling Hugendubel
  2. Der kleine Prinz - Antoine de Saint-Exupéry Hugendubel
  3. Marmorkuss - Jennifer Benkau Hugendubel
  4. Als Hilter das rosa Kaninchen stahl - Judith Kerr Flohmarkt
  5. Warten bis der Frieden kommt - Judith Kerr Flohmarkt
  6. Eine Art Familientreffen - Judith Kerr Flohmarkt
  7. The Selection (Englische Ausgabe) - Kiera Cass Sarah von "buchverliebt" abgekauft
  8. The Elite (Englische Ausgabe) - Kiera Cass Sarah von "buchverliebt" abgekauft
  9. The Heir Taschenbuch (Englische Ausgabe) - Kiera Cass  Buchhandlung Almut Schmidt
  10. Das Tagebuch der Anne Frank Welttag des Buches
  11. The Heir Hardcover (Englische Ausgabe) - Kiera Cass  Amazon
  12. Vampire! Vampire! Alles über Blutsauger - Markus Heitz Flohmarkt
  13. Die Dreizehnte Fee: Erwachen - Julia Adrian  Welttag des Buches
  14. Die Krumpflinge 3: Egon schwänzt die Schule - Annette Roeder Bloggerportal
  15. Hörbuch: Die Krumpflinge 3: Egon schwänzt die Schule - Annette Roeder Bloggerportal
  16. Bin mal kurz tot - Lance Rubin Piper Verlag
  17. Die 5.Welle - Rick Yancey Buch gegen Porto "books-and-cats.de"
  18. Ich sehe was, was niemand sieht - Tim O'Rourke Welttag des Buches
  19. Frankenstein - Mary Shelley Welttag des Buches
  20. Dracula - Bram Stoker Welttag des Buches
  21. Die rote Königin - Victoria Aveyard Buchbotschafter Carlsen Verlag
  22. Night School 3: Denn Wahrheit musst du suchen - C.J. Daugherty ehemaliges Büchereibuch
  23. Night School 4: Um der Hoffnung willen - C.J. Daugherty ehemaliges Büchereibuch
  24. In dieser ganz besonderen Nacht - Nicole C. Vosseler Arvelle
  25. Winter: Erbe der Finsternis - Asia Greenhorn Arvelle
  26. Lockwood & Co. 1: Die seufzende Wendeltreppe - Jonathan Stroud Arvelle
  27. Die Jäger des Lichts - Andrew Fukuda Arvelle
  28. Skulduggery Pleasant 1: Der Gentleman mit der Feuerhand - Derek Landy Arvelle
  29. Rabenlady - Pauline Francis Arvelle


Geschriebene Rezensionen:

  1. Mein Herz und andere schwarze Löcher - Gastrezension
  2. Der einhändige Briefträger
  3. Die Krumpflinge 3: Egon schwänzt die Schule
  4. Hörbuch: Die Krumpflinge 3: Egon schwänzt die Schule
  5. Elias & Laia: Die Herrschaft der Masken
  6. Kindheit in Trümmern


Veranstaltungen:
Mein Kleid für Rocky

  • 05. Mai  Englischabitur
  • 05. Mai  The Rocky Horror Picture Show im Schauspielhaus 














Sonstiges:

  • Fooks durfte bei mir einziehen!
  • Danke-Gewinnspiel auf Facebook
  • 400 Likes bei Facebook
  • Welttag des Buches Gewinnbenachrichtigungen
    • Iny Lorentz Autogramm-Karte
    • Das Tagebuch der Anne Frank
    • Die dreizehnte Fee
    • Ich sehe was, was niemand sieht
    • Horror Paket
  • erster Besuch der Buchhandlung Almut Schmidth
  • Gewinn: Notizheft Vogel
  • Post von Ronjas grüner Bücherblog: Ravenclaw Armband
  • Bestellung bei Arvelle (Ups... :D)







Meine Arvelle Bestellung für ca. 30 € ! Ich bin immer wieder begeistert!

Montag, 1. Juni 2015

Die rote Königin - Die Farbe des Blutes 1

Rezension


Autor: Victoria Aveyard
Preis: 19,99 €
Seitenanzahl: 512
Verlag: Carlsen
Leseprobe: >> gibt es hier <<


"Jeder kann jeden verraten!"



Die letzte Seite ist gelesen…
Man klappt das Buch zu…
Und fühlt sich leer…

Das ist kein schönes Gefühl im ersten Moment. Doch bald wird einem klar, dass dieses Gefühl darauf beruht, ein besonders gutes Buch gelesen zu haben… Und eigentlich wünscht man sich bereits den nächsten Band in Händen zu halten.

So geht es mir gerade nach dem Beenden von „ Die rote Königin“, also seid bitte nachsichtig, wenn ich nun ein wenig weine, während ich euch von Mare Barrow erzähle.

Inhalt: 
Rotes und silbernes Blut beherrscht das Denken der Menschen. Wer rot ist, ist Diener! Wer silbern ist, ist Herrscher. Mit dem silbernen Blut kamen besondere Fähigkeiten, wie beispielsweise die Elemente kontrollieren zu können. Daraufhin unterwarfen die Silbernen die Roten und machten sie zu ihren Sklaven.
Mare ist so eine Rote. Sie lebt in einem kleinen, wenn auch mit Stromversorgung mittelalterlich anmutenden Dorf. Um ihre hungernde Familie irgendwie unterstützen zu können, stiehlt sie, was sie in die Finger bekommt. Doch das wird nun ein Ende finden, denn die Einberufung zur Armee steht bevor und da Mare keine Lehrstelle hat, weiß sie genau, sie wird in dem von Silbernen angezettelten Krieg sterben müssen.
Durch eine Begegnung auf ihrer letzten Diebestouren, erhält sie jedoch unverhofft Arbeit im Sommerpalast des silbernen Königs. Doch dadurch gerät sie nur in noch größere Gefahr! Denn durch einen Unfall, bei dem Mare eigentlich sterben müsste, wird klar, sie besitzt besondere Fähigkeiten, die sie als Rote gar nicht haben dürfte…

Meine Meinung:
Zu Beginn des Buches dachte ich, „Oh man, nicht schon wieder…“, da mich die Geschichte gleich an mehrere andere Bücher erinnerte, alleine schon aufgrund der zwei verschiedenen Systeme. Doch dieses Gefühl legte sich sehr schnell! Und schon bald konnte ich mich von dem Buch nicht mehr losreißen!
Mare ist eine außergewöhnliche Protagonistin: Ehrlich, klug, ängstlich, aber auch mit sehr wenig Selbstvertrauen. Über das Buch hinweg durchlebt ihr Charakter eine starke Veränderung, die man als Leser nur zu gerne verfolgt, denn trotz den schwierigen Umständen, mit denen sie umgehen muss, bleibt sie sich auf eine gewisse Art immer treu.
Schwieriger wird es da mit den anderen Personen der Geschichte. Schon zu Beginn raten mehrere Personen Mare, sie soll niemandem trauen. Je weiter man in die Geschichte eintaucht, desto mehr lernt man einzelne Personen kennen. Und diejenigen, die am Anfang nett erschienen, werden plötzlich in einem anderen Licht dargestellt und umgekehrt. Das ganze dreht sich so oft hin und her, dass man auch als Leser bald nicht mehr sagen, kann wer ehrlich ist und wer nicht. So kommt es, dass man selbst schon bald in einen Strudel aus widerstreitenden Gefühlen gefangen ist.
Dabei gibt es so viele Charaktere im Buch, denen man gerne vertrauen würde:
Maven, ihrem Verlobten…
Cal, dem Kronprinzen…
Killorn, ihrem besten Freund…
Julian, ihrem Lehrer…
So geht es noch eine Weile weiter. Doch immer wieder steht zwischen all dem das Problem, dass Mare jemand ist, der sie gar nicht sein dürfte…

Wenn der erste Band, dann auch noch mit den Worten „Ich werde ihn töten!“ endet, dann weiß man, es dauert nicht lange, bis das ungute Kribbeln in den Fingerspitzen beginnt und man nervös das Internet durchsucht, wann denn der nächste Band erscheint…
Und wenn man dann sieht, im Englischen kommt er erst im Februar 2016, dann fühlt man sich ziemlich verloren, während man gedanklich noch in der Welt von Mare verharrt…

Achtung! „Book-Hangover“-Potenzial! Aber dennoch ein absolutes Muss! Eine großartige Dystopie mit Liebe, Spannung und vielen, vielen, wirklich vielen Geheimnissen und Wendungen, die man nicht sofort erwartet!

So und nun gehe ich weiter weinen und hoffen, dass der Carlsen Verlag den zweiten Band schnell übersetzt bekommt, wenn er denn im Englischen fertig ist…