Dienstag, 29. September 2015

Rabensommer

Rezension


Autor: Elisabeth Steinkellner
Preis: 12,95 €
Seitenanzahl: 202
Verlag: Beltz & Gelberg
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Inhalt:
Juli, Ronja, Niels und August... 
Beste Freunde... 
Ein letzter Sommer bevor sich alles verändert... 
Ein Sommer bleibt bevor die vier Freunde erwachsen werden müssen... Und ihre Wege sich trennen... Doch schon vorher verändert sich einiges zu schnell...

Meine Meinung:
Innerhalb von zwei Stunden inhaliert! Keine Pausen, nicht mal um was zu essen oder zu trinken. 
Könnte an dem sehr schönen, flüssigen Schreibstil gelegen haben. 
Der große Nachteil an kurzen Büchern ist ja immer, man hat oft den Gedanken am Ende: Ich will weiter lesen!

Elisabeth Steinkellner lässt einen selbst den ersten Liebeskummer neu erleben... Als Leser leiden und weinen wir mit Juli...
Trotzdem gab es den ein oder anderen Moment, in dem mir Julis Geheul auf den Geist ging. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst noch keine Beziehung hatte, die für mich richtig ernsthaft war, aber ein paar Mal dachte ich, man kann's auch übertreiben mit dem Liebeskummer.

Aber nicht nur Kummer um die erste Liebe, sondern auch generelle Probleme des Erwachsenwerdens kommen auf uns Leser zu. Wohnungssuche... Und die letzten Momente mit den besten Freunden... Wie geht man damit um, wenn auf einmal alles anders ist...? 

Hey, das Leben geht weiter!


Partnerblog:

>> Rezension von Büchersüchtiges Herz³ <<

Samstag, 26. September 2015

Rot wie das Vergessen

Rezension


Autor: Sasha Dawn
Preis: 12,99 € 
Seitenanzahl: 380
Übersetzer: Katharina Orgaß und Gerald Jung
Verlag: dtv
Leseprobe: >> gibt es hier <<

Ab 14 Jahren



Inhalt:
Nach fast zwei Tagen finden die Polizisten Callie in ihrer alten Wohnung. Die Wände dicht an dicht beschrieben mit einem roten Filzstift. Callie selbst erinnert sich nicht daran, was in den letzten Tagen geschehen ist… den Tagen, in denen ihr Vater und Hannah Rynes spurlos verschwanden…  den Tagen, in denen Callie jeden Zentimeter ihrer alten Wohnung beschrieb… mit den immer wiederkehrenden Worten: Ich habe ihn umgebracht…

Meine Meinung:
So zweigeteilt wie nach diesem Buch war ich wirklich noch nie!
Kurz vor der Hälfte habe ich mir den Kopf zerbrochen, ob ich das Buch abbrechen soll… Dabei hat mir das ganze Buch eigentlich sehr gut gefallen…

Callie ist zu Beginn des Buches eine völlig verstörte Jugendliche. Sie steht unter Vormundschaft des Jugendamtes und lebt deshalb nun bei einer Pflegefamilie, den Hatchens.
In ihrem Leben hat sie nur noch zwei Anlaufpunkte, auf die sie sich verlassen kann: Ihre Pflegeschwester Lindsey und ihren besten Freund Elijah aus dem Heim. Andere Menschen lässt sie nur selten an sich heran, was unter anderem an dem Schreibzwang liegt, der sie seitdem verschwinden ihres Vaters verfolgt. Doch die Satzfetzen scheinen keinen Sinn zu ergeben…
Hinzu kommt Callies Angst, dass sie ihren Vater ermordet hat oder vielleicht sogar Hannah etwas angetan hat. Zudem fühlt sie sich ständig beobachtet, als würde ihr Vater sie immer im Blick haben.

Lindsey ist die typische verwöhnte Göre aus gutem Hause, die nicht wirklich zu schätzen weiß, was ihre Eltern ihr alles ermöglichen. Sie kifft, raucht, hat Sex und beschafft sich auf nicht ganz legalem Wege die Antibabypille. Trotzdem ist sie zu Beginn des Buches da für Callie, wie sonst niemand...

Elijah lässt sich nur mal blicken, wenn er lustig ist. Meist hat man beim Lesen das Gefühl, dass er nur das tut, was ihm in den Kram passt. Vielleicht liebt er Callie, vielleicht nicht. Seine Pflegeeltern halten ihn jedenfalls an einer viel kürzeren Leine, als die Hatchens Callie halten. Jeden Dienstag treffen sich Elijah und Callie über dem Café Landstreicher in Callies alter Wohnung. Manchmal sitzt Callie aber auch den halben oder sogar den ganzen Abend alleine dort…

Sasha Dawns Schreibstil spiegelt perfekt Callies inneres Kämpfen wieder. Beim Lesen entwickelte sich ein Lesefluss mit reißenden Fluten, die meinen Kopf unter Wasser zogen und erst mehrere Seiten weiter wieder freigaben. Die Seiten flogen dahin und ehe ich mich versah, hatte ich 100 Seiten weniger vor mir.
Die Geschichte ist überaus authentisch und großartig durchdacht. Sasha Dawn hat einen Plot erschaffen, den man so, wohl sonst nur in einem erwachsenen Thriller finden würde. Da ich hier aber ein Jugendbuch in den Händen hielt, fand ich es teilweise doch sehr strittig, ob die Umgangsweise richtig gewählt war.

Womit wir auch zu meinem großen Problem mit diesem Buch kommen:

Lest euch diesen dick gedruckten Abschnitt bitte in Ruhe durch und entscheidet, dann ob ihr weiterlesen möchtet, denn nach diesem dick gedruckten Abschnitt wird es nicht ganz Spoiler frei weitergehen.


Es gibt viele Kinder und Jugendliche, die selbst schon einmal Opfer von körperlicher, sexueller oder seelischer Gewalt wurden. Wenn ihr selbst zu einem dieser Opfer gehört, bitte ich euch inständig, dieses Buch nicht zu lesen, da es eine stark triggernde Wirkung haben könnte! Oder euch zumindest darüber im Klaren zu sein, was ihr da lesen werdet. 
Da ich es anders nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, werde ich nun im folgenden Abschnitt darauf eingehen, warum ich mit „Rot wie das Vergessen“ ein großes Problem hatte, und nach dem Lesen dachte, ich hätte es lieber abbrechen sollen, als ich noch nicht in der Sogwirkung drin war. Der nachfolgende Text wird allerdings auch eine der wichtigsten Wendungen des Buches vorwegnehmen.



!!!!!!!! Spoiler-Zone !!!!!!!





Callies Vater Palmer Prescott ist Vorsteher einer großen Kirchengemeinde. Seine Mitglieder beten ihn an, verehren ihn und das schlimmste, sie vertrauen ihm. Dass er mehrere Frauen seelisch, körperlich und sexuell missbraucht, sieht niemand.
Doch wir als Leser werden durch Callies Erinnerungen mitten in dieses Geschehen hineingeworfen. Bekommen mit wie Palmer Frauen vergewaltigt, brutal schlägt und beinahe erwürgt. Teilweise ist die Umgangsweise von Sasha Dawn dabei nicht sehr sanft. Durch Callies Flashbacks werden wir urplötzlich mitten in eine für uns eindeutige Situation geworfen. Später stellen wir dann aber fest, dass diese gar nicht so stattgefunden hat. Callie selbst ist aber zu Beginn davon überzeugt und somit sind wir es als Leser auch.
Die Beschreibung von einigen Szenen könnte in so manchem Leser Erinnerungen wecken, die mit dem Buch an sich gar nichts zu tun haben. Dies passiert durch die sehr fordernde Geschichte. Als Leser muss man sich auf dieses Buch voll und ganz einlassen, da einem sonst wichtige Details beim Lesen entgehen. Dies führt aber dazu, dass man oft zu spät merkt, was da gerade in einem selbst vorgeht. Callie befindet sich durchgehend in der Opferrolle! Sie schafft es nicht einmal sich selbst gegen ihren Vater zu wehren! Sie kann niemandem helfen, am allerwenigsten sich selbst!
Ich sage ja, sehr authentisch…

Mittwoch, 23. September 2015

Der kleinste Kuss der Welt

Rezension



Autor: Mathias Malzieu
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 144
Übersetzer: Sonja Finck
Verlag: carl's books
Leseprobe: >> gibt es hier <<





"Wir sahen einander kaum an. Wir berührten einander kaum, sagten fast nichts. […] Elektrisierender als Liebe auf den ersten Blitz. Der kleinste je verzeichnete Kuss. Ein grelles Licht, und dann nichts. 
Sie war fort.“
         - Seite 9

Nur ein flüchtiger Kuss des melancholischen Erfinders reichte aus, um Sobralia unsichtbar werden zu lassen. Doch unser schwermütiger Held versucht von Sehnsucht getrieben die unbekannte Schöne wieder zu finden. Ein alter Detektiv stellt ihm seinen magischen Papageien Elvis  zur Verfügung, mit dessen Hilfe es tatsächlich gelingt Sobralia ausfindig zu machen. Doch die zarte Liebe wird schon bald von Bildern der Vergangenheit und Angst überschattet…

Mathias Malzieu malt mit seinen poetischen Worten mal wieder ein Bild aus reinstem Lesevergnügen.
Schon das erste Betrachten des Buches löst ein Gefühl unglaublicher Romantik aus. Benjamin Lacombe hat für das Cover wieder mal ein Meisterwerk geschaffen. Und dennoch haftet dem Buch ein dunkler Hauch an, den wir später auch in der Geschichte wiederfinden.
Den so schön die Geschichte beginnt, zwischenzeitlich scheint doch alles einen unschöneren Weg zu nehmen.
Malzieu entwickelt eine romantisch, poetische Geschichte mit sehr viel Melancholie und Angst dazwischen.
Unserem kleinen Erfinder wurde das Herz gebrochen, dennoch sehnt er sich nach Liebe, auch wenn er Angst hat, dasselbe noch einmal zu durchleben. Als Sobralia in sein Leben tritt, ist er wie verzaubert. Urplötzlich überkommt ihn die Lust, sie zu küssen und dann… verschwindet die Schöne einfach, wird unsichtbar… Denn Sobralia hütet ein Geheimnis und je dichter ihr der Erfinder kommt, umso größer ist ihre Angst, vor seiner Reaktion, wenn er dieses Geheimnis lüftet…

Ich sag es immer wieder… Malzieu zu lesen, ist wie einen Film von Tim Burton zu sehen. Unglaublich schön und doch mit einem unheimlichen Tatsch…
Malzieu legt so viel Herz in seine Geschichten, so viele versteckte Aussagen und Interpretationen, das es jedes Mal ein wahres Vergnügen ist, in seine Werke einzutauchen.

„Der kleinste Kuss der Welt“ wird euch tief im Inneren berühren und eure gesamte Gefühlswelt in Aufruhr bringen.

Dienstag, 22. September 2015

Solange wir lügen

Rezension



Autor: E. Lockhart
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 320
Übersetzer: Alexandra Rak
Verlag: Ravensburger
Leseprobe: >> gibt es hier <<





Inhalt:
Herzlich Willkommen bei den Sinclairs!
Eine wohlhabende und angesehene Familie.
Sie besitzen eine Privatinsel vor der Küste von Massachusetts. Das Paradies für Cadence und ihre Freunde Mirren, Johnny und Gat. Vier Jugendliche, deren Freundschaft in einer Katastrophe endete. Aber Cadence erinnert sich nicht an die Geschehnisse im Sommer '15...
Nicht an ihren Unfall...
Überall stößt sie nur auf Geheimnisse, auf nichts anderes als Lügen... Und letzten Endes findet sie dann doch die Wahrheit...

Meine Meinung: 
Es erwartete mich ein lustig-lockerer Schreibstil, der meine Leselust wieder weckte und mich zum Lächeln brachte, obwohl eigentlich gar nichts lustig war. Einfach nur, weil die Metaphern und die Ausdrucksweise von E.Lockhart so großartig sind.
Doch je tiefer ich in die Geschichte eindrang umso verwirrender wurden nicht nur Cadence Gefühle, sondern auch meine.
Cadence entdeckt mehr und mehr Details zu ihrem Unfall, doch die Lücken schließen sich nicht, sondern klaffen immer weiter auf. Für jedes weitere Detail kommen mehr Fragen hinzu.

"Solange wir lügen" ist absolut unvergesslich! Ich kann dieses Leseerlebnis mit nichts vergleichen! Eine Achterbahn der Gefühle... Ein Buch voller Liebe, Angst, Lügen und Intrigen... Doch die Wahrheit findet immer ihren Weg...

E.Lockhart nimmt uns mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Mit einer großartigen Ausdrucksweise werden wir an die Geschichte gefesselt. Gehen mit Cadence und ihren Lügnern schwimmen und paddeln, spielen Scrabbel und leiden… Jeder Abschnitt des Buches führt uns tiefer in die Intrigen und die wahre Familiengeschichte der Sinclairs… Bis wir am Ende völlig unter Schock Lebewohl sagen müssen, zu dem Bild der heilen Familie, der perfekten Familie… und zu noch so viel mehr…
Ihr müsst dieses Buch lesen! Es wird euch nicht mehr loslassen. Und auch wenn ihr es am Anfang vielleicht nicht so spannend finden werdet, wer bis zum Ende durchhält wird wirklich mehr als belohnt. Also kommt mit nach Beechwood Island und lasst uns zusammen mit Cadence Detektiv spielen…

Ich habe lange nicht mehr am Ende eines Buches die Tränen zurückhalten müssen...
Ich habe die Lügner allesamt ins Herz geschlossen und  sage nun Lebewohl!

Meine Lieblingsstelle (so schön metaphorisch):
"Dann zog er eine Pistole und schoss mir in die Brust. Ich stand gerade auf dem Rasen und ich fiel. Die Einschussstelle klaffte weit auseinander und mein Herz rollte aus meinem Brustkorb ins Blumenbeet. In rhythmischen Stößen quoll Blut aus meiner offenen Wunde, 
aus meinen Augen, 
meinen Ohren, 
meinem Mund.
Es schmeckte nach Salz und Versagen. Hellrot tränkte meine Scham, nicht geliebt zu werden, das Gras vor unserem Haus, die gepflasterte Auffahrt, die Stufen zur Veranda. 
Mein Herz zuckte zwischen den Pfingstrosen wie eine Forelle. 
Mum blaffte mich an. Sie sagte, dass ich mich zusammenreißen soll. 
Benimm dich normal, sagte sie. Sofort, sagte sie.
Weil du es bist. Weil du es kannst." 

Montag, 21. September 2015

Im Gedenken - Game of Thrones

Rezension


Autor: HBO
Preis: 12,99 €
Seiten: 112
Verlag: Panini
Verlagswebsite: >> hier lang <<


Wahren "Game of Thrones"-Fans kann ich dieses Buch für ihr Regal wirklich nur empfehlen.


"Die Welt von Game of Thrones ist ein Ort voller Niedertracht, Rachegelüsten, mysteriösen Mächten und Krieg."
Oh ja... Ich muss zugeben, dass ich als begeisterter Fan, bald den Überblick über all die Toten im Laufe der Serie verloren habe...
Als ich deshalb sah, dass dieses Buch herauskommt, wusste ich, es muss in mein Regal einziehen.
Auf 112 Seiten sind hier nun alle gefallenen Männer und Frauen im Spiel um den Thron von Westeros aufgeführt.

Jedem Charakter ist eine Doppelseite mit Bild, Name und Zitat gewidmet. Hinzukommt eine kurze Beschreibung der Person und das wichtigste eine Beschreibung seines Todes.

Egal ob Freund oder Feind, hier finden wir jeden getöteten Charakter wieder und können uns so sein Ableben noch einmal in Erinnerung führen.

Und ja, ich gebe zu, einige der Toten waren mir entfallen, wie einige Anhänger der Nachtwache, die Hauslehrerin der Starks oder einer von Daenerys Leibwächtern bei den Dothraki.

"Game of Thrones - Im Gedenken" ist ein Muss für alle Fans und eine sehr hilfreiche und großartig gemachte Gedächtnisstütze mit der man sich wehmütig an einige tolle Charaktere erinnern kann...

Valar Morghulis!




Partnerblog: 

>> Rezension von Büchersüchtiges Herz³ <<

Freitag, 18. September 2015

Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

Gastrezension


Autor: Fredrik Backman
Preis: 17,99 €
Seitenanzahl: 464
Übersetzer: Stefanie Werner
Verlag: Fischer KRÜGER
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Witzig, chaotisch und berührend


Inhalt: 
Elsa ist fast acht, ein riesengroßer Harry Potter Fan, sie liebt Wikipedia und komplizierte Worte.
Oma ist nicht mehr ganz so jung und stellt allerlei Quatsch mit Elsa an.
Dass sie dadurch auch mal die Nacht auf der Polizeistation verbringen stört Elsa nicht, denn Oma ist ihre beste und einzige Freundin.
In der Schule wird Elsa gemobbt und bekommt schlimme Briefe zugesteckt, weil sie anders ist.
Mit Oma zusammen flieht sie in ihre gemeinsame Märchenwelt ins "Land-Fast-Noch-Wach", denn dort ist Elsa ein Held und sehr mutig und Superhelden sind nun einmal die coolsten, zumindest wenn man fast acht ist .

"Alle Siebenjährigen haben einen Superhelden verdient. 
So ist das einfach. Und wer anderer Meinung ist, der ist ein bisschen blöd im Kopf." 
Seite 7 

Meine Meinung:
Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert zu Fredrik Backmans erstem Roman "Ein Mann namens Ove" , der mir übrigens ausgesprochen gut gefallen hat, und wird alleine deswegen wahrscheinlich schon sehr auffallen.
Ich finde es gelungen, aber auch nichts besonderes.

Fredrik Backmans Schreibstil hat mir in seinem ersten Roman sehr gefallen, umso erstaunter war ich, als ich hier nun einen völlig anderen Erzählstil vorfand.
Ich brauchte etwas Zeit um die Sprünge zwischen der realen und der Märchenwelt in der Geschichte einzuordnen.

Die frühe Wendung in der Geschichte, zwingt Elsa dazu aus ihrer Traumwelt und ihrem Schneckenhaus herauszukommen und sich der realen Welt und den Menschen darin zu stellen. Oma schickt sie auf eine Schatzsuche, eine Schatzsuche die Oma dazu nutzt, sich bei vielen zu entschuldigen und Elsa gleichzeitig die Chance gibt, ihre Vorurteile und Ängste zu überwinden.
Und am Ende wartet auf Elsa so viel mehr als Gold und Juwelen.

"Denn wenn nur genügend Kinder anders sind, dann muss keins mehr normal sein. " 
Seite 455 

Die Märchenwelt die Fredrik Backman erschaffen hat und in die Oma ihre Liebsten entführt, ist wirklich zauberhaft und fantastisch und könnte ein eigenes Buch füllen.
Das Verhältnis zwischen Elsa und ihrer Oma ist wirklich einzigartig und hat mich sehr fasziniert.
Allerdings fand ich es gleichzeitig schade, dass es die Beziehung zu ihrer Mutter so eingeschränkt hat.
Elsa und Oma sind wie ihr eigener kleiner Club, zu dem nicht jeder Zutritt hat, schon gar nicht Elsas Mutter.

Im Laufe der Geschichte lässt sich wunderbar beobachten, wie Elsa sich verändert, sie aufblüht und sie ihre Mutter wieder an ihrem Leben teilhaben lässt.
Sie wird eine neue Verbündete.

Fazit 
Eine märchenhafte Geschichte über Freundschaft, Superhelden und den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.
Manchmal muss man etwas opfern, um anderen zu helfen und bekommt doch so viel dafür zurück.
Witzig, chaotisch und berührend .

"Und an ihrem sechsten Geburtstag erzählte Oma ihr das Märchen vom Meeresengel. 
Um ihr beizubringen, dass nicht alle Monster von Anfang an Monster sind und dass nicht alle Monster aussehen wie Monster. Dass einige ihre Monster in sich tragen." 
Seite 155


von Nina
My life with books - Buchfee's Lesewelt
Lovelybooks Profil: Buchfee81

Freitag, 11. September 2015

Splitterlicht

Rezension


Autor: Megan Miranda
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 320
Übersetzer: Ingrid Ickler
Verlag: Ravensburger
Verlagswebsite: >> hier lang <<





Inhalt:
Nach 3 Minuten unter Wasser verliert man das Bewusstsein, nach 10 Minuten besteht keine Überlebenschance mehr... Decker zieht Delaney nach 11 Minuten aus dem Wasser. Die Ärzte halten sie für ein medizinisches Wunder. Eigentlich sind viel zu viele Bereiche ihres Gehirns beschädigt. Delaney müsste noch im Koma liegen, stattdessen geht sie bald wieder zur Schule, kämpft mit ihren Gefühlen für Decker und bereitet sich auf die Abschlussprüfungen vor. Doch bald trifft Delaney auf den mysteriösen Troy. Er scheint zu wissen, was sie durchmacht und tatsächlich verbindet die beiden etwas... Beide spüren den Tod von Menschen in ihrer Umgebung...

Meine Meinung:
Zuerst muss ich jetzt das Cover loben!!! Ich war vom ersten Moment, als ich es in der Verlagsvorschau entdeckte, verliebt. Als ich es dann aber in der Hand hielt, stockte mir der Atem. Das Cover glitzert! Aber nicht nur weil das Papier glitzert... Nein, da ist richtig Glitzer aufgeklebt. Ein unglaubliches Gefühl mit den Fingern über diese raue Oberfläche zu streichen.
Das Cover alleine wäre schon ein Grund sich das Buch zu besorgen!

Megan Miranda macht uns den Einstieg in das Buch sehr leicht. Mit einem angenehm, einfach zu lesendem Schreibstil führt sie uns mitten in Delaneys Gefühlswelt hinein. Von Anfang an fühlte ich mich wohl und konnte jegliches Gefühl von Delaney gut nachvollziehen.
Und nach den ersten Seiten wünschte ich mir, auch so einen guten Freund wie Decker zu haben. Auch wenn die beiden sich nicht immer einig waren und auch schlechte Zeiten durchgemacht haben, er hat ihr das Leben gerettet und weicht im Krankenhaus nicht von ihrer Seite. Auch später im Buch, wo die beiden richtig Stress haben, ist er trotzdem jederzeit für sie da.
Sehr wichtig für Delaney im Laufe der Geschichte wird Troy. Da er genau wie Delaney den Tod anderer Leute spüren kann, wird er zu der einzigen Person in Delaneys Leben, die wirklich verstehen kann, wie sie sich fühlt.
Diese ganze Idee vom Spüren des Todes fand ich wahnsinnig interessant. Besonders gut gefallen hat mir, wie Megan Miranda es geschafft hat mir als Leser zu erklären, dass es nicht nur negativ ist, den Tod von Menschen erahnen zu können. Dennoch möchte ich so eine Gabe nicht haben.
Trotzdem bestand die erste Hälfte des Buches nur aus Reden und Streiten und Reden...
Doch grade als man dann denkt, geht das jetzt die ganze Zeit so weiter, überrascht Megan Miranda uns mit einer Wendung, die mein Leserherz in Aufruhr brachte... Ich wollte schreien, konnte aber nicht... Musste das Buch zumachen, weil ich es einfach nicht glauben konnte...
Und trotzdem ist danach nichts mehr wie zuvor... Aber um das zu verstehen, müsste ihr das Buch vermutlich lesen...

Dienstag, 8. September 2015

Die Chroniken von Toronia 1: Die Prophezeiung

Rezension


Autor: J.D.Rinehart
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 416
Übersetzer: Friedrich Pflüger
Verlag: Sauerländer (Fischer)
Verlagsseite: >> hier lang <<





Inhalt:
Seit tausend Jahren wütet der Krieg in Toronia. König Brutan führt sein Land mit harter Hand in den Abgrund. Doch einst gebar ihm seine Mätresse Drillinge. Weit fort von ihrem grausamen Vater, wuchsen die Kinder auch voneinander getrennt auf, um nun wieder zueinander zu finden und Brutans Schreckensherrschaft zu beenden...

Meine Meinung:
Zu Beginn hatte ich ein großes Problem mit dem Buch. Der Schreibstil des Autors gefiel mir gar nicht, zu einfach und irgendwie scheint seine Palette an Wörtern auch begrenzt zu sein...
Nach den ersten 50 Seiten hatte ich mich dann allerdings daran gewöhnt und mich erwartete ein spannendes Lesevergnügen auf den folgenden Seiten.
Zwar handelt es sich um ein Kinderbuch, dennoch ist es keines Falls gewaltfrei und eine Verfilmung wäre teilweise wirklich sehr blutig. In Bücher ist dies zum Glück oft nicht so spürbar, weil unsere eigene Fantasie meist nicht so grausige Bilder zeichnet, wie der Kinoregisseur für seine Verkaufszahlen.
Ich denke gerade in unserer heutigen Zeit wird dieses Buch viele Kinder ansprechen.

Wie hinten auf dem Buch auch draufsteht, erinnern "Die Chroniken von Toronia" tatsächlich an "Game of Thrones". Allerdings übertrifft glaube ich kaum ein Buch die Komplexität von George R.R. Martins Fantasy-Saga. Dennoch wartet J.D.Rinehart mit vielen Intrigen und auch mit einem Kampf um den Thron Toronias auf.
Für jüngere Leser definitiv viel besser geeignet! Weniger Morde, weniger Blut und da die Protagonisten erst 13 Jahre alt sind, entfallen auf die ganzen quotensteigernden Sex-Szenen.
Wer "Game of Thrones" allerdings kennt, kann wirklich viele Ähnlichkeiten ausmachen. Was mir zum Beispiel beim Lesen großen Spaß bereitet hat.
Denn es bleibt dennoch ein spannungsgeladenes und nervenaufreibendes Lesevergnügen!

Nach nun 415 Seiten kann ich sagen, dass ich es jungen Lesern sehr empfehlen kann, älteren nur wenn sie kein Problem mit den immer gleichen Wörtern haben, aber die große Liebe ist es für mich trotzdem nicht geworden. Obwohl das Buch wirklich viele tolle Wendungen in sich vereint und ich es innerhalb von wenigen Stunden durchlas. Einmal in die Geschichte begeben, packt sie uns und lässt uns erst zum Ende wieder los. Wo allerdings auch ein offenes Ende auf uns wartet...
Denn es kommen ja noch zwei Bände. Vermutlich aber leider erst nächstes Jahr...

Montag, 7. September 2015

August Rückblick und Lesesommer Auswertung


Der August verging ja wie im Fluge... Vermutlich weil Ferien waren... Dann rennt die Zeit ja sowieso immer...
Trotzdem habe ich nicht so viel gelesen. Eine Woche habe ich auf dem Ponyhof verbracht und dort kleine Kinder vom Ponyrücken geschubst. Nein, habe ich natürlich nicht. Nur selbst runtergefallen bin ich einmal, aber passiert halt.
Den Rest der Zeit habe ich mit meiner Mutter und meiner Schwester verbracht: Tierpark, Shoppen etc.




Gelesene Bücher: 

  1. Die Bestimmung 2: Tödliche Wahrheit - Veronica Roth
  2. Peter Pan - J.M. Barrie
  3. Alice im Wunderland - Lewis Carroll
  4. Monday Club 1: Das erste Opfer - Krystyna Kuhn
  5. Afterworlds: Die Welten zwischen uns - Scott Westerfeld
  6. Nichts als überleben - S.A.Bodeen 
Ziemlich wenig eigentlich, aber dafür ist alleine durch "Afterworlds" die Seitenanzahl recht hoch. Schließlich hat das Buch 705 Seiten.  


Neuzugänge:

  1. Alice im Wunderland - Lewis Carroll
  2. Peter Pan - J.M. Barrie
  3. Die 100 - Kass Morgan
  4. Afterworlds: Die Welten zwischen uns - Scott Westerfeld
  5. Die Chroniken von Toronia 1: Die Prophezeihung - J.D.Rinehart
  6. Solange wir lügen - E.Lockhart
  7. Splitterlicht - Megan Miranda
  8. Game of Thrones: Im Gedenken
  9. Rot wie das Vergessen - Sasha Dawn
  10. Nichts als überleben - S.A. Bodeen
  11. Rabensommer - Elisabeth Steinkellner
  12. Draußen im Moor - Sandra Greaves
  13. Die Krieger der Königin 2: Falkenherz - L.J. McDonald

Oh Gott... Doch mehr als ich erwartet hatte... Kein Wunder das mein SuB nicht schrumpft.


Lesesommer Auswertung:

Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an mein Sommervorhaben. Ich hatte mir zu Beginn des
Sommers 10 Bücher rausgesucht, die ich eigentlich lesen wollte. In diesem Beitrag könnt ihr alles noch einmal nachlesen:
http://buecherstoeberecke.blogspot.com/2015/07/mein-lesesommer-und-eure-tipps.html

Trotz der guten Vorsätze habe ich nur eines der Bücher geschafft zu lesen: "Die Bestimmung 2: Tödliche Wahrheit" von Veronica Roth. Leselisten sind anscheinend einfach nicht mein Fall.


Wie lief den euer letzter Monat so? Habt ihr eure Ziele erreicht?

Sonntag, 6. September 2015

Nichts als überleben

Rezension


Autor: S.A.Bodeen
Preis: 12,95 €
Seitenanzahl: 221
Übersetzer: Friederike Levin
Verlag: Beltz & Gelberg
Leseprobe: >> gibt es hier <<

Niemand weiß, dass sie in dem Absturzflugzeug war. Niemand wird kommen, um sie zu suchen...


Inhalt:
Robie verbringt ein paar Wochen bei ihrer Tante um der Abgeschiedenheit ihrer Heimat zu entkommen. Aber als ihre Tante arbeiten muss, soll Robie vorzeitig zurück nach Midway zu ihren Eltern. Nach ein paar flehenden Blicken darf Robie die restliche Zeit alleine in Honolulu bleiben. Nur läuft es nicht so, wie das junge Mädchen sich das vorgestellt hatte. Sie will zurück nach Hause und fährt zum Flughafen um mit dem Versorgungsflugzeug nach Midway zu fliegen. Doch nach einem schweren Fehler stürzt die Maschine ab. Der Co-Pilot Max und Robie schaffen es sich in ein Floß zu retten und treiben mitten auf dem Ozean... Und niemand weiß, dass Robie in dem Flugzeug saß...

Meine Meinung:
Zuerst muss ich eines sagen: Ich werde nie wieder im offenen Meer schwimmen! Da gibt es Haie! :D

Zu Beginn des Buches dachte ich, Gott ist das Mädchen dumm und naiv... Aber je mehr Seiten ich umblätterte umso fester wurde ein Gedanke: Weißt du wirklich, wie du reagieren würdest, säßest du ganz alleine in einem Floß auf dem Ozean?
Robie hat zwar Max neben sich liegen, doch ist dieser selten bei Bewusstsein, sodass das junge Mädchen die meiste Zeit auf sich alleine gestellt ist. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie ich in dieser Situation reagieren würde, denn ich hoffe niemals in so eine Situation zu kommen!
Robie hasst es im Meer zu schwimmen. Vorrangig wegen den Tigerhaien. Und diesen Punkt kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch wenn es bei uns keine Haie gibt, finde ich das Meer dennoch gruselig.
Robie war mir von daher als Protagonistin wirklich sehr sympathisch.
Nach und nach erfährt der Leser auch mehr über Max und wir finden heraus, wie wichtig Wasser ist..

Robies psychische Gesundheitsveränderungen konnte ich sehr gut nachvollziehen und war beeindruckt von ihrem Mut und ihrem Willen zu überleben.
Der menschliche Geist gibt uns viele Hilfestellungen um zu überleben!

S.A.Bodeen hat ein schauriges Szenario entworfen, es in einen Jugendroman verpackt und ihre Netze in der Buchhandlung ausgelegt. Seid vorsichtig, wenn ihr in dieses Netz tappt, sonst zieht euch die Autorin auf den Grund des Meeres.

Glaubt mir ihr Schreibstil hat diese Sogwirkung durchaus. Sie hält sich nicht bei unwichtigen Details auf, sondern steuert zielsicher auf den Höhepunkt des Buches zu. Und der hat mich Robie noch besser verstehen lassen und dafür gesorgt sie nicht mehr für ein verwöhntes Gör zu halten, wie zu Beginn des Buches...


Partnerblog: 

>> Rezension von Ronjas grüner Bücherblog <<

Freitag, 4. September 2015

Ein Sommernachtstraum

Rezension


Sprecher: Peter Stangel
Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy
Preis: 9,99 €
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
Laufzeit: ca. 53 Minuten
Verlag: Der Hörverlag
Hörprobe: >> gibt es hier <<




Inhalt:
Ärger im Elfenreich...
Oberon und Titania haben sich gestritten - was sie ja bekanntlich öfter mal tun. Doch nun ist Pucks Hilfe von Nöten. Mithilfe einer Zauberpflanze soll er Frieden stiften...

Meine Meinung:
Zu Beginn werden alle Figuren und ihre Eigenschaften erklärt.
Auch spricht der Erzähler an, dass vieles vom Theaterstück nur in den Köpfen der Hörer passiert. Man sich also viele Bereiche des Stückes vorstellen muss.

Durch die Abwechslung der Erzählung und der klassischen Musik bleibt auch wirklich viel Raum für die eigene Fantasie.

Shakespeare ist einfach großartig! Da kann mir jeder erzählen, was er will, ich liebe den alten Dichter!

Hier wird nun dem Sommernachtstraum durch verschiedene Stimmen und wunderschöner Musik Leben eingehaucht.
Dem Leser winkt ein Hörvergnügen der anderen Art. Es ist fantastisch wie man mit diesem Hörbuch kleine Kinder für klassische Musik und die Oper begeistern kann.
Felix Mendelssohn Bartholdys Musik entführt uns ins Reich der Elfen.

Wer jedoch das richtige Schauspiel kennt, wird sich wundern, wie die gesamte Erzählung in nur 53 Minuten hineinpassen soll. Ganz einfach, hier wird nur der Teil um Oberon und Titania erzählt. Schließlich ist das Hörspiel bereits ab 4 Jahren und mit mehreren Handlungssträngen, wäre das ganze wohl doch etwas schwerer zu begreifen. Wer aber seinen großen Auftritt erhält ist Puck. Ohne den kleinen Quälgeist geht im Elfenreich ohnehin nichts.

Donnerstag, 3. September 2015

Die Vulkanos sind bombig!

Rezension


Sprecher: Stefan Kaminski
Preis: 7,99 €
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
Laufzeit: ca. 41 Minuten
Verlag: Der Hörverlag
Hörprobe: >> gibt es hier <<

Kennt ihr Lieder in Pups-Moll?
Nein?
Na dann auf zu den Vulkanos!!!

Der Vulkano-Tango bietet auch in den zweiten Band der niedlichen Buchreihe von Franziska Gehm einen schönen Einstieg.

Das Hörspiel für Kinder ab 4 Jahren verspricht spannende, aber nicht zu lange Unterhaltung. So könne auch kleine Kinder der Geschichte wirklich folgen und werden nicht von allzu langen Reden überfordert.
In 41 Minuten erzählt Stimmentalent Stefan Kaminski eine neue Geschichte über den kleinen Krato und die liebe Flambia. Ihre Freundschaft hält, trotz des großen Streits ihrer Eltern...
Doch nun versinkt das Land der Vulkanos im Nebel. Krato und Flambia versuchen rauszufinden, woher der Nebel kommt, doch niemand weiß ihnen zu helfen. Doch dann bringt ausgerechnet Kratos kleiner Drache Smok die beiden Freunde zum Ursprung des Nebels...

Stefans Stimme, Franziskas Geschichte und Gerald "Greulix" Schranks Musik machen das Hören des zweiten Bandes auch wieder zu einem echten Erlebnis.

Und nun hängt euch an das Pupspendel und folgt unseren kleinen Vulkanos!
Ihr könnt auch Krato wunderbar reimen hören! :D

Ach ja eines noch: Versucht nie an einer beharrten Ranke aus einem Loch zu klettern!

Gut zu wissen: 
Das dazugehörige Buch gibt es im Loewe Verlag.

Dienstag, 1. September 2015

Afterworlds - Die Welt zwischen uns

Rezension


Autor: Scott Westerfeld
Preis: 22,99 €
Seitenanzahl: 704
Übersetzer: Angela Stein
Verlag: Sauerländer (Fischer)
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Afterworlds ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe!


Inhalt:
Eigentlich hat Darcy "Afterworlds" nur für Ihre Aufnahme am College geschrieben. Das ein Verlag ernsthaftes Interesse an ihren paranormal Romance Roman haben würde, hätte sie nie erwartet. Doch nun wagt Darcy den Schritt nach New York um Autorin zu werden.

Lizzy überlebt den Terroranschlag im Flughafen nur knapp. Als wäre dieses Gefühlschaos nicht schon groß genug, kann sie fortan auch noch Geister sehen und verliebt sich in Yamaraj, der in der Geisterwelt bei seiner toten Schwester lebt. Als ihr Mindy, die tote Kinderfreundin ihrer Mutter begegnet, beschließt Lizzy Mindys Mörder zur Strecke zu bringen. Doch wie soll ihr das gelingen, wenn Yama ihr nicht helfen möchte...?

Meine Meinung:
"Afterworlds" erzählt nicht nur eine Geschichte sondern gleich zwei auf einmal. Manchmal zwischenzeitlich sogar drei.
Einmal wird Darcys Leben als angehende Autorin in vollen Zügen behandelt. Wir lernen mit ihr lieben und lachen, aber auch die Sorge um das Geld begegnet uns. Zusätzlich erkunden wir Teile der Geschichte "Pyromancer" von Darcys' Freundin Imogen.
Dann wechselt das Thema im nächsten Kapitel zu Darcys Roman "Afterworlds" und wir finden uns plötzlich in Lizzys Haut wieder, die ihre ganz eigenen Probleme in der Geisterwelt hat.

Lizzy als Protagonistin finde ich super! Ihre Gefühl kann ich komplett verstehen. Auch wenn ich finde, dass sie sich ihrem Traumprinzen viel zu schnell an den Hals wirft.
Der Inhalt des von Darcy Patel geschriebenen Romans hat mich überzeugt, Darcys eigene Geschichte fand ich allerdings nicht so gut. Darcy hat mich überhaupt nicht überzeugt. Sie ist naiv, von Selbstzweifeln zerfressen und zerstört durch völlig schwachsinnige Eifersucht beinahe ihre erste große Liebe. Hätte „Afterworlds“ nicht aus beiden Geschichten bestanden, hätte ich das Buch wohl nicht beendet! So wollte ich allerdings wissen, wie es mit Lizzy und Yama weitergeht… Die ganze Idee hinter der Geisterwelt hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Die Kapitel um Darcy selbst fand ich eigentlich nur lästig, weil sie mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben. Gerade zum Ende hin, hätte ich sie so manches Mal gerne überblättert, weil die Spannung was Lizzy als nächstes tun würde, so groß wurde. Dennoch wollte ich irgendwie trotzdem wissen, ob Darcy und Imogen ihre Beziehung wieder hinbekommen und ob Darcys Geld reichen würde…
Am Ende von Lizzys Geschichte hätte ich beinahe geweint. Also mit Gefühlen wird dann doch nicht gespart. Doch wenn man die beiden Geschichten voneinander getrennt betrachtet, ist Darcys Geschichte voller Selbstzweifel, traurig und nervig naiv… Lizzys ist spannend, lustig und interessant. Also das genaue Gegenteil von Darcys.

Richtig interessant wird es in den Momenten in denen Darcy über ihren Roman nachdenkt und in die Verlagswelt abtaucht: Lesereise, Lesungen, Lektoratsgespräche... Schließlich hat Darcy "Afterworlds" bereits beendet und wir als Leser sind sozusagen die einzigen, die noch nicht wissen, wie Lizzys Geschichte endet.
Umso schlimmer, ja wahre Folter, ist es wenn sich die jungen Autoren plötzlich über eine mögliche Änderung von "Afterworlds" Ende unterhalten...

Und jetzt hätte ich gerne, dass Scott Westerfeld auch noch Imogens Buch "Pyromancer" und die dazugehörigen weiteren Bücher schreibt! Denn so ist das echt gemein! Ich meine, da stellt er eine tolle Idee vor und dann erfährt man die ersten Seiten und dann… nichts mehr! Folter!!!
Auch hätte ich gerne einen zweiten Band von „Afterworlds“ auch wenn ich mit Darcy nicht ganz warm geworden bin, weil es mich nun doch interessiert, wie der zweite Band ihres Romans aussehen wird… Den hat sie ja doch noch schnell am Ende von „Afterworlds“ beendet…

Also ihr seht meine Meinung zu „Afterworlds“ ist ziemlich zwiegespalten. Ich glaube, es ist tatsächlich einfach Geschmackssache, ob dieses wirklich gut klingende Buch den Leser anspricht.
Und trotz all der negativen Dinge, die ich oben angesprochen habe, das Ende von "Afterworlds" hat mich für alles entschädigt und ich liebe das Buch... Auch wenn ich auf manche Kapitel aus Darcys Sicht hätte verzichten können. Aber das Konzept ein Buch so aufzubauen, dass man von der Autorin eines Buches liest und parallel ihr Buch, ist einfach großartig!