Sonntag, 25. Oktober 2015

Jenseits des Schattentores

Rezension


Autor: Beate Teresa und Susanne Hanika
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 480
Verlag: Sauerländer (Fischer)
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Packende Romantasy von dem erfolgreichen deutschen Autorinnenteam Beate und Susanne Hanika! 


Inhalt:
Eigentlich wollte Aurora nach einem Streit mit ihrem Vater nur eine Wohnung besichtigen, um ihr eigenes Leben zu leben, doch mit der jungen Frau, die ihr einen toten Mann präsentiert hätte sie nicht gerechnet.
Wer ist der Tote, was will Luna von ihr und wer ist der verdammt gut aussehende Kerl, der sie aus dem Fahrstuhl rettet? Fragen über Fragen. Das kann sich nicht einmal die alte Göttin Persephone noch länger mit ansehen und greift in die Irrungen und Wirrungen mit ein...

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir sehr schnell und ich wurde ja auch sofort mitten ins Geschehen geworfen.
Die von Beate Teresa und Susanne Hanika gewählte Erzählperspektive ist manchmal aber doch anstrengend zu lesen.
Die Handlungsstränge überlagerten sich das ein oder andere mal und verwirrten mich dann doch etwas. Dennoch wollte ich die Geschichte immer weiter enträtseln und zu ihrem Kern vordringen.
Ebenfalls positiv fand ich, dass mir bereits auf den ersten 50 Seiten mehr Infos gegeben wurden, als einige Bücher auf 200 Seiten zu bieten haben.
Inhaltlich wird die alte römische Mythologie voll ausgeschöpft, worauf ich mich auch sehr gefreut hatte. Ärgerlich ist da nur, wenn man selbst als Leser mehr zu begreifen scheint als die Protagonistin... Aurora war manchmal doch etwas sehr schwer von Begriff... Und mir fiel es auch sehr schwer zu Beginn, sie einzuschätzen.
Ansonsten bietet das Buch aber eine Palette von tollen Persönlichkeiten, einige gruselig, andere lustig und manche sehr sympathisch!

Freitag, 23. Oktober 2015

Zwischenlandung

Gastrezension


Autor: Tobias Elsäßer
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 304
Verlag: Sauerländer (Fischer)
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Leider absolut nicht mein Fall! Aber vielleicht eurer?



Klappentext: 
Wenn Gregor einen Raum betritt, scheint die Sonne heller und die Welt dreht sich ein wenig langsamer. Mit ihm ist alles strahlender, intensiver und lustiger – weil er ein Spaßvogel ist und ein Frauentyp. Dass er zwar alle Mädchen bekommt, aber nur Mira will, kann er ihr jedoch nicht mehr sagen: Denn ausgerechnet in dem Moment, als er ihr seine Liebe gestehen will, wird Gregor von einem Golfball am Kopf getroffen und ins Wachkoma befördert.
Als Gregor nach vielen Wochen die Welt langsam wieder wahrzunehmen beginnt, sitzt Mira an seinem Bett. Die zauberhafte, wild gelockte Mira, der er doch nicht ganz egal zu sein scheint. Und da beschließt Gregor zu kämpfen für das ganz große Glück. Wird es ihm gelingen, die unsichtbare Mauer zu durchbrechen, die ihn von Mira und der Welt dort draußen trennt?

Meine Meinung:
Nach 70 Seiten habe ich das richtige Lesen aufgegeben, da ich mich nur durch die Seiten quälte. Danach überflog ich den Rest der Geschichte und fühlte mich immer mehr in meiner Meinung bestätigt.
Das eigentlich doch sehr interessante Thema, war für mich in eine langweilige Rahmenhandlung eingesetzt. Es fehlte die Spannung! Ich fand keine wirklichen Höhepunkte…
Hinzukam das Gefühl, mit welchem Recht der Autor überhaupt über dieses Thema schreibt. Woher er weiß, wie Gregor sich fühlt...? Vermutlich wäre dieses Gefühl nicht aufgekommen, wenn mehr Emotionen bei mir angekommen wären.
Auch der Schreibstil weckte bei mir kein großes Interesse. Viele einfache Sätze machten das Lesen langweilig. Auf der anderen Seite habe ich auch überlegt, ob diese Sätze vielleicht Absicht waren, weil Gregor selbst vielleicht durchs Koma bedingt nur so denken kann, doch leider hatte das bei mir dann nicht den gewünschten Erfolg. Die Sätze waren teilweise auch einfach sehr verdreht und ließen mich als Leser manchmal orientierungslos zurück…
Auch war die Ich-Perspektive sehr anstrengend, da ständig die Personen  wechselten, aber es nicht sofort ersichtlich war, wer grade sprach, da alles in der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Ich vermute mal, es wäre spannender und interessanter für mich gewesen, wenn es nur eine einzige Perspektive gewesen wäre, vorrangig Gregors. Dann hätte ich auch nicht das Gefühl gehabt, dass er in der Therapie gequält werden würde. Durch die wechselnden Blickwinkel bekommt man aber auch mit, wie die anderen Gregor auslachen, weil es etwas nicht hinbekommt oder albern dabei aussieht.
Ungünstig waren leider auch die gewählten Überschriften… Denn die dort aufgeführten Wörter verrieten bereits den gesamten Inhalt des folgenden Kapitels. Das Kapitel schmückte nur die Überschrift aus. Also übertrieben gesagt, hätte es gereicht, die Überschriften zu lesen…

Ihr merkt, das Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Was wohl hauptsächlich am für mich emotionslosen und langweiligen Schreibstil lag. Schade, da das Thema wirklich sehr interessant klang.
Aber vielleicht geht es euch ja ganz anders mit dem Buch. Wenn es jemandem anders ging, würde ich mich freuen, wenn er oder sie einen Kommentar hier hinterlässt.

von Ira Grage
Hobby-Leserin

Dienstag, 20. Oktober 2015

Big Magic - Nimm dein Leben in die Hand und es wird dir gelingen

Gastrezension


Autor: Elizabeth Gilbert
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 320
Übersetzer: Britt Somann
Verlag: Fischer
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Leider keine große Magie


Elizabeth Gilbert schreibt in ihrem neuen Buch "Big Magic - Nimm dein Leben in die Hand und es wird dir gelingen" über Kreativität und Inspiration.
Was benötigt ein Mensch um kreativ zu sein ?
Was bedeutet Kreativität?
Und kann ich das auch ?

Ganz eindeutig : Ja !
Jeder Mensch kann kreativ sein, auf seine ganz eigene Art und Weise.
Das muss keine Kreativität im künstlerischen Bereich sein.
Elizabeth Gilbert beschreibt den Mut , den es braucht seine Kreativität zuzulassen und die Ängste, die damit verbunden sind.

Meine Erwartungen an dieses Buch waren zugegebenermaßen recht hoch, da ich ein großer Fan des Bestsellers "Eat, Pray, Love" von Elizabeth Gilbert bin.
Ich erwartete einen Ratgeber, wie man seine Kreativität fördern und herauskitzeln könnte.
Ich erhoffte mir neue Inspirationsquellen, Kniffe und Tricks seinen Alltag mit der Kreativität zu verbinden.
Leider bekam ich etwas ganz anderes...
Das Buch ist gut, keine Frage, aber für mich kein Ratgeber oder Inspirationshilfe.

Elizabeth erzählt von ihrem eigenen Weg hin zur Autorin, welche Schwierigkeiten und Ängste sie durchlitt.
Die persönliche Ansprache an den Leser lockert das Ganze auf und hätte ausgezeichnet zu einem Ratgeber gepasst.
Mit vielen amüsanten Anekdoten bekannter Autoren und Künstler beschreibt sie die Fallen und Stolpersteine des kreativen Schaffens.
Diese Geschichten waren sehr interessant und teilweise amüsant zu lesen.
Dieses Buch würde ich eher als Autobiografie bezeichnen, da Elizabeth Gilbert viele Ausschnitte ihres eigenen Lebens wiedergibt.
Im Buch erklärt Elizabeth an einer Stelle, dass sie dieses Buch für sich selbst geschrieben hat und nicht für die Leser, meiner Meinung nach merkt man dies auch .

Bemängeln muss ich leider die vielen Wiederholungen die auftreten.
Manches Mal hab ich mich gewundert, ob ich eine Seite aus Versehen zweimal gelesen habe, da sie vieles einfach immer wieder aufgreift und in ähnlicher Wortwahl wiederholt.
Viele Ansätze in diesem Buch sind richtig und mögen auch für so manchen hilfreich sein, ich konnte für mich leider keine neuen Erkenntnisse oder erhellende Weisheiten herausziehen.
Das mag vielleicht daran liegen, dass ich immer schon ein kreativer Mensch war und mich dahingehend in unterschiedlichen Bereich ausgelebt habe.

"Hab keine Angst, deine kreativen Grenzen zu erreichen." 
Seite 236

Fazit

"Big Magic" würde ich eher als Autobiografie mit Tipps und Kniffen bezüglich der Kreativität bezeichnen, denn als Ratgeber.
Mit der Erwartungshaltung kann man dieses locker und modern geschriebene Buch mit Sicherheit genießen und vielleicht noch etwas für sich herausziehen.


von Nina
My life with books - Buchfee's Lesewelt
Lovelybooks Profil: Buchfee81

Maggie und die Stadt der Diebe

Rezension


Autor: Patrick Hertweck
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 304
Verlag: Thienemann
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Inhalt:
Aus dem Waisenhaus entführt, irrt die junge Maggie 1870 durch New York. Als ein geheimnisvoller Fremder ihr bei der Flucht hilft, findet Maggie einen Unterschlupf bei einer Bande junger Diebe. Bald werden in dem jungen Mädchen Erinnerungen an die Zeit vor dem Waisenhaus wach... Maggie macht sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und gerät dabei immer tiefer in die Machenschaften des sagenumwobenen Herrschers der New Yorker Unterwelt.

Meine Meinung:
"Maggie" lief mir schon einige Male über den Weg, doch ich hatte nie das Interesse ihre Geschichte kennen zu lernen... Wie dumm ich war...! Ich bin sehr froh, mich durch eine Wanderbuchaktion nun doch auf "Maggie" eingelassen zu haben.
Patrick Hertweck wirft uns Leser mitten ins Geschehen. So gelingt der Einstieg in die Geschichte sehr schnell und nach und nach eröffnen sich uns die einzelnen Stränge der Geschichte, die uns letzten Endes zu Maggies Vergangenheit führen werden.
Maggie an sich ist ein aufgewecktes, junges Mädchen, das nie erfahren hat, wie es ist eine Familie zu haben. Jemanden, der sich um einen kümmert, weil er ihn mag. So ist es kein Wunder, dass sie sich schon nach ein paar Tagen sehr wohl bei den kleinen Dieben fühlt. Denn diese sind sehr ehrlich was ihre Gefühle angeht. Einzig der Lehrmeister der Diebe Goblin macht Maggie ein wenig Angst. Dieser kleine Wicht ist auch sehr schwer einzuschätzen. Aber gerade solche Buchfiguren liebe ich ja. Am meisten angetan hat es mir aber Shepphard. Geheimnisvoll, aber auch sehr freundlich... So schummelte er sich in mein Leserherz. Ich könnte nun noch ganz viele Charaktere aufführen, die mir sehr gefallen haben, wie Marm Mandelbaum, Dandy Dolan, die Sagengestalt des Bowery Boy, aber das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen. :D

Im Thienemann Verlag erschienen ist "Maggie" ja nun ein Buch, das vorwiegend für jüngere Leser gedacht ist. Diese werden sehr viel Freude mit dem Buch haben und sich gerne von Patrick Hertweck nach New York entführen lassen.

Eigentlich kann ich an "Maggie" nichts bemängeln, außer vielleicht, dass ich schon recht früh einen Verdacht hatte, wie die Geschichte enden würde. Da hätte ich dann gerne auch ein bisschen mehr erklärt bekommen, wie zum Beispiel Maggies geheimnisvoller Retter zum Retter werden konnte. Aber jüngeren Lesern wird das eventuell gar nicht auffallen. Ansonsten kann ich nur sagen, großartige Charaktere, eine schön gewählte Kulisse und eine spannende Geschichte, die zum Beginn ein wenig an Oliver Twist erinnerte.
Ich kann euch Maggie wirklich nur empfehlen. Und verschenken kann man es sicherlich auch sehr gut, sowohl an Jungen, als auch an junge Mädchen.


Die Meinungen der anderen vor mir findet ihr bei

>>Liljanas Blog<<
>>Ronja's grüner Bücherblog<<

Sonntag, 18. Oktober 2015

Die Krumpflinge 4 - Egon taucht ab!

Rezension


Sprecher: Stefan Kaminski
Preis: 7,99 €
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Laufzeit: ca. 73 Minuten
Verlag: der Hörverlag
Hörprobe: >> gibt es hier <<

Auch Band 4 um unseren kleinen lustigen Krumpfling Egon verspricht wieder tolle Unterhaltung. 


Inhalt:
Die kleinen Krumpflinge freuen sich riesig auf den Wandertag mit Professor Honigschwamm. Doch dann passiert etwas Schreckliches! Die Zwillinge Zara und Zwurz verschwinden auf diesem Ausflug. Großer Tumult bricht aus, denn ausgerechnet an diesem Morgen hat Rosalie Artich Rattenfallen aufgestellt und jeder Krumpfling weiß, daraus gibt es kein Entkommen. Nur Egon hat einen Trumpf in der Hand, der ihm helfen wird, die Zwillinge zu finden: Albert Artich, sein bester Freund. Doch die Rettungsmission ist gefährlich und Egon bald selbst in riesigem Schlamassel... 

Meine Meinung:
Natürlich leiht Stefan Kaminski auch im vierten Band der Krumpflingsreihe den kleinen grünen Wesen seine Stimme. Gesprochen und Gesungen ist diese CD wieder ein Genuss für die Ohren. 
Die kleinen Hörer können ca. eine Stunde lang Egon und Albi durch die Villa Artich begleiten und dabei nicht nur Lulu und Bazi sondern auch den vielen anderen kleinen Krumpflingen begegnen. Die amüsanten Schimpfwörter, wie Pupstrottel oder schimmlige Schweinenase, sorgen für einige laute Lacher beim zuhören. 
Egon beweist auch in dieser Episode wieder großen Mut, als er sich aufmacht seine gemeinen Klassenkameraden zu retten. Überhaupt ist es unglaublich, wie Egon damit umgeht, dass alle ständig nur auf ihm herumhacken... Der kleine Krumpfling ist eben ein wahrer Held... Und unglaublich niedlich...

Wenn ihr nun noch wissen wollt, warum Egon ein Kapitän ist und gleichzeitig ein Alien, warum Wandertage bei Regen nicht ins Wasser fallen und was überhaupt auf so einem Krumpflings-Wandertag passiert, na dann kann ich euch nur raten, hört doch mal rein! 

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Die 100 - Tag 21

Rezension


Autor: Kass Morgan
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 320
Übersetzer: Michael Pfingstl
Verlag: Heyne fliegt
Leseprobe: >> gibt es hier <<

Erscheinungstermin: 19. Oktober 2015 



Inhalt:
Clarke und Bellamy sind immer noch auf der Suche nach Oktavia... Wells versucht in der Zwischenzeit nach dem Angriff der Erdgeborenen wieder Ruhe ins Lager zu bekommen... Währenddessen kämpfen Glass und Luke nicht nur um ihre Liebe... Denn der Sauerstoff der Kolonie im All wird immer knapper...

Meine Meinung:
Auch der zweite Band von Kass Morgans packender Trilogie um die 100 auserwählten Jugendlichen verspricht große Unterhaltungen. 
Wie bereits im ersten Band lernen wir die Geschichte aus vielen verschiedenen Blickwinkeln kennen. Und auch dieses Mal flog ich förmlich durch die 320 Seiten! 
Kass Morgan enthüllt gleich mehrere Geheimnisse, die die Erde für Clarke, Bellamy, Wells und die anderen Kolonisten bereithält. 
Auch die Auseinandersetzung mit den Erdgeborenen oder den "Groundern", wie sie in der Serie genannt werden, erreichen eine ganz neue Ebene mit vielen Überraschungen. 

Ich hätte nicht gedacht, dass sich mein Bild von einigen Charakteren im zweiten Band verändern würde, doch genau das ist geschehen. Die Ereignisse haben neue Charaktereigenschaften aufblitzen lassen, die ich einigen gar nicht zugetraut hätte! 

Was nach wie vor bleibt ist, dass ich nicht sagen, kann ob ich die Bücher oder die Serie lieber mag. Jeder der die Serie mag, sollte die Bücher lesen, weil sie eine unglaubliche Ergänzung darstellen, was die Hintergrundgeschichten der einzelnen Personen angeht. Wer die Bücher mag, sollte die Serie vielleicht nicht unbedingt gucken. Beides passt nicht wirklich zusammen... Wer trennen kann, ist gut, aber ich kann mir vorstellen, dass so manchen die vielen Wendungen und Änderungen verwirren mögen. 

Richtig doof finde ich das Cover! Ich muss das jetzt einfach mal sagen! Denn der zweite Band schließt inhaltlich ziemlich ähnlich mit der ersten Staffel ab. Als Cover nun das Bild der zweiten Staffel zu haben, gefällt mir gar nicht, da diese Verbindung nicht passt. Diesen Werbeeffekt hätte man meiner Meinung nach ruhig weglassen können...


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Dienstag, 13. Oktober 2015

Die 100

Rezension


Autor: Kass Morgan
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 320
Übersetzer: Michael Pfingstl
Verlag: Heyne fliegt
Leseprobe: >> gibt es hier <<





Inhalt:
100 jugendliche Straftäter sind ausgewählt zurück auf die Erde zu kehren, um festzustellen, ob diese auch für den Rest der Kolonie im Weltall wieder bewohnbar ist. Doch nicht alles verläuft wie geplant. Schon bald kämpfen Clarke, Bellamy, Wells und der Rest der 100 ums Überleben auf der verstrahlten Erdoberfläche...

Meine Meinung:
Kass Morgan hat ein erschreckendes Bild unserer Welt gemalt... Die Vorstellung, die Erde so zerstört zu haben, dass wir nicht mehr auf ihr leben können, scheint jetzt für uns unvorstellbar, dennoch wäre es möglich...
Die Idee, der Hintergrund, die Story sind großartig!
Wir fliegen zur Erde, lernen sie neu kennen, entdecken Dinge über die wir heute nie nachdenken!
Sehen uns mit wichtigen und teilweise auch schweren Fragen konfrontiert.
Die Geschichte im Hier und Jetzt verlangt uns als Leser einiges ab und wird dann noch untermauert von Rückblenden, die uns das Handeln der jeweiligen Charaktere besser verstehen lässt.
"Die 100" ist eine Dystopie, die ich euch allen sehr ans Herz legen kann.

Ein bisschen enttäuscht, war ich von einigen Charakteren, was vermutlich daran liegen kann, dass ich die Serie vor dem Buch geschaut habe. Einige Personen, wie Clarke kommen im Buch nicht so stark rüber. Im Buch ist sie mädchenhafter, kreischt rum und lässt sich retten... Sie wird einfach nicht so willensstark präsentiert, wie in der Serie.
Dennoch haben die Charaktere auch im Buch eine unglaubliche Tiefe. Vermutlich sogar noch viel mehr, als die der Serie, alleine schon durch die Rückblenden.
Es gibt allerdings auch einige Personen, die dadurch richtig unsympathisch werden!

Trotzdem ist das Buch der Wahnsinn und die 320 Seiten wirklich schnell gelesen! Was vielleicht den nicht so langen Kapiteln geschuldet und auf die ständigen Perspektivenwechsel zurückzuführen ist.

Da viele wohl die Serie kennen, oder zumindest davon gehört haben, will ich eines mal ganz klar sagen:
Das Buch unterscheidet sich stark von der Serie!
In der Serie geht's vorrangig um die Handlung. Im Buch geht's mehr um Gefühle.
Wir lernen Personen kennen, die es in der Serie gar nicht gibt. Dafür fehlen im Buch Personen aus der Serie.
Es sind zwei völlig unterschiedliche Geschichten, die sich in einigen Dingen ähneln. Ihr könnt es euch wie ein Paralleluniversum vorstellen.
Beides ist für sich unglaublich spannend und gut erzählt, aber es passt nicht zusammen.



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Dienstag, 6. Oktober 2015

Jeden Tag ein bisschen mehr

Rezension

Autor: Louisa Reid
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 560
Übersetzer:  Birgit Maria Pfaffinger
Verlag: Fischer FJB
Leseprobe: >> gibt es hier <<

"Ich bin schon als Kleinkind dreimal fast gestorben. Vielleicht ist >krank< mein gesund?"

Inhalt:
Audrey wünscht sich nichts mehr als ein normales Leben... Ein Leben mit Freunden, Liebe und Spaß... Doch Audrey ist krank... Niemand weiß, was sie genau hat... Als Leo, der wirklich süße Nachbarsjunge in ihr Leben tritt scheint sich das Blatt jedoch zu wenden... Allerdings ist nicht klar, ob zum Guten oder Schlechten...

Meine Meinung:
Louisa Reid lässt einen nur so durch die Seiten fliegen!
Ihr lockerer Schreibstil und Audreys außergewöhnliche Art lassen uns sofort tief in die Geschichte eintauchen.
Abwechselnd erzählen Audrey und Leo von ihrem Leben, ihren Problemen und ihren Gefühlen. So bekommen wir in beide Welten einen tiefen Einblick, der uns immer mehr in die komplexe Geschichte blicken lässt.
Zu Beginn haben beide Jugendliche keine Lust sich mit dem anderen abzugeben, doch schon bald finden sie heraus, das Freundschaft etwas tolles ist und daraus auch schnell mehr werden kann. Die beiden sind wirklich zwei außergewöhnliche Protagonisten.
In Audreys Leben spielen sonst nur noch zwei Menschen eine große Rolle: ihre Mutter Lorraine und ihr kleiner 5-jähriger Bruder Peter.
Peter ist für Audrey sowas wie der einzige Freund, den sie je hatte, bedingt durch ihre Krankheit. Lorraine kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Tochter und ist für alle ausstehenden wohl die perfekte Mutter. Doch Audrey stören die ganzen Verbote bald... Da sie für alles zu krank zu sein scheint.
Als Leser tauchen wir hier wirklich in eine komplexe Gedankenwelt ein und verbringen viel Zeit im Krankenhaus bzw. beim Psychiater.
So lernen wir viel über Audreys Depressionen und über andere Krankheiten, besonders über eine bei vielen nicht bekannte und auch totgeschwiegene... Aber das würde zu viel vom Buch verraten.

Ich bin wirklich begeistert von der Geschichte. Ich hatte zwar schnell eine Idee, was hinter dem ganzen Buch stecken könnte, doch Gewissheit bekam ich erst auf den letzten Seiten, wo die ganze Situation um Audrey zu eskalieren drohte. Besonders ans Herz gewachsen ist mir ihr kleiner Bruder Peter. Er versteht viel und doch noch nicht alles, macht sich Sorgen um seine Schwester und fühlt sich einsam ohne sie. Einfach zuckersüß der Kleine!

Ich lege euch "Jeden Tag ein bisschen mehr" sehr ans Herz. Dieses Buch ist anders als die sonstigen Jugendbücher zu psychischen Problemen und von denen gibt es inzwischen ja so einige. Über 500 Seiten und dennoch kommt das gelesene einem zu kurz vor... Für mich hätten es ruhig noch mehr Seiten sein können.
Einzig das Cover des Buches gefiel mir nicht so sehr... Irgendwas mit Vögeln... Oder Papierfiguren... Das wäre schöner gewesen... Warum? Tja, da hilft euch wohl nur lesen! ;)