Sonntag, 26. Juni 2016

Das Vermächtnis von Granada

Rezension


Autor: Ulrike Schweikert
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 512
Verlag: blanvalet
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Auf phantastische Weise knüpft der zweite Band an den ersten an. 



Inhalt:
Von Justus endgültig getrennt, weiß Isaura nicht mehr, wo sie hingehört... In das alte renovierungsbedürftige Anwesen ihrer verstorbenen Großtante Carmen oder in die moderne Wohnung in München...?
In die Redaktion, wo sie als Journalistin tätig war oder an die Seite von Marco...?
Neben diesem Gefühlschaos muss Isaura auch noch lernen anzunehmen, wer sie selbst eigentlich ist. Mit Hilfe der Nonne Maria Anna kann sie zumindest einen Teil ihrer kastilischen Wurzeln entdecken.
Doch dann schlägt Marco vor, für Isauras Reportage durchs Land zu reisen. Begeistert folgt die junge Frau dieser Idee und findet sich bald nach einem erneuten Unfall nicht mehr in ihrer eigenen Welt wieder...

Meine Meinung: 
Wir finden uns wieder im wunderschönen Land Kastillien ein, um Isaura auf ihrem Weg zu sich selbst zu begleiten.

Zu Beginn des Buches scheint alles endlich gut zu werden, auch wenn Isaura sich nicht entscheiden
kann, ob sie in Kastilien bleiben oder zurück nach München reisen soll.
Ulrike Schweikert lässt der deutschen Journalistin viel Raum für ihre Gedanken und Gefühle, die diese selbst nicht ganz durchschauen kann.
Fest steht sie liebt ihren streuenden Kater Golondrino und ihren neuen Freund Marco, den Arzt der für Justus zuständig war.

Das Buch macht uns als Leser den Einstieg sehr einfach. Immer wenn wir etwas Hintergrundwissen aus dem ersten Band benötigen, versteht Ulrike Schweikert es mit wenigen Worten, die Geschehnisse wieder ins Gedächtnis zu rufen. So haben wir bei den doch recht umfangreichen historischen Begebenheiten - was ich an Ulrikes Büchern ja so liebe - keinerlei Probleme und im zweiten Band zurecht zu finden.

Der Prolog versetzt und sofort in die richtige Stimmung, denn wir wissen ja schon aus dem ersten Band, dass die Geschichte rund um Kastilien keine fröhliche und einfache ist.
Persönliche Dramen und Schicksalsschläge erwarten uns auch im zweiten Band, aber auch große Gefühle und die Liebe strecken ihre Arme nach uns aus.

Das besondere ist auch hier, wie schon in "Das kastilische Erbe" die Verknüpfung mit den Mysterien der Weisen Frauen... Später sollte man sie als Hexen bezeichnen und verbrennen, wovon Jimena ja bereits im ersten Band so einige Vorahnungen hatte. Der zweite Band steht hier in nichts nach.

Wir begleiten wieder die junge Hofdame Jimena und ihre Cousine Teresa durch das durch Kriege und politische Zwistigkeiten geprägte Kastilien. Isabel ist nun rechtmäßige Herrscherin und gedenkt diese Macht auch nicht zu teilen. Was zu einigen Streitpunkten führt, nicht nur mit den Adligen, sondern auch mit ihrem Ehemann Fernando von Aragon. Isabel soll Kastilien in eine goldene Zeit führen und ist wahrhaft eine starke und beeindruckende Frau, die sich eben nicht von dem doch angeblich stärkeren Geschlecht unterwerfen lässt.
Doch das Schicksal hat einige Steine für Isabel und ihre Hofdamen im Gepäck...
Doch auch Freunde... Wie Don Angelo, der Jimena immer öfter den Hof macht...

Auch hier schafft Ulrike Schweikert es meisterhaft Fiktion und Historie miteinander zu verknüpfen! Würde sie am Ende nicht immer erklären, wer tatsächlich gelebt und was tatsächlich geschehen ist, ich würde ihr alles genau so abnehmen...

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