Samstag, 19. August 2017

Das Reich der sieben Höfe 2 - Flammen und Finsternis

Rezension 



Autor: Sarah J. Maas
Preis: 19,95 €
Seitenanzahl: 720 
Übersetzer: Alexandra Ernst
Verlag: dtv
Leseprobe: >> gibt es hier <<



Wie auch schon bei Band 1 wollte ich so schnell wie möglich zur letzten Seite vorstoßen und gleichzeitig wollte ich es natürlich überhaupt nicht!

Inhalt: 
Es könnte alles gut sein. Tam und Feyre könnten in Frieden leben, grade auch weil Rhys den Pakt scheinbar nicht wahrnehmen will.
Doch Tam erdrückt Feyre mit seiner Sorge und sperrt sie ein, damit niemand ihr zu nahe kommen kann. Dabei vergisst er doch, dass sie nicht mehr der kleine, zerbrechliche Mensch ist...
Als Rhysand dann doch auftaucht, muss Feyre sich entscheiden, ob sie sich weiterhin in Watte packen lassen möchte, oder bereit ist noch einmal alles für ihre Freiheit zu riskieren!

Meine Meinung: 
Am Ende des ersten Bandes hielt ich Tamlin für das große Los. Zu Beginn des zweiten Bandes fing ich an zu zweifeln...
Rhys hingegen wusste ich vorher nicht einzuschätzen und konnte nicht sagen, ob ich ihn lieben oder hassen sollte... Irgendwie tat man einfach beides!
Und nun in Band 2 erfahren wir immer mehr über den arroganten Mistkerl... bis er überhaupt kein
Mistkerl mehr ist...
Ich liebe Rhys!

Ich war völlig gefesselt, gefangen... habe mitten beim Lesen laut angefangen zu lachen, zu kichern... Das Buch ist wundervoll geschrieben. Ernste Passagen reichen sich mit Humor und Witz die Hand und es wird einfach nie langweilig! Die hohe Seitenzahl bemerkt man überhaupt nicht, da in einem dieser Drang laut schreit: "Lies weiter!"

Und es geht wirklich heiß her im zweiten Band!
Feyre macht charakterlich einige große Veränderungen durch! Aber nicht nur sie!
Tamlin und Rhys sind wirklich wie Tag und Nacht! Und doch war ich am Ende etwas überrascht...

Inhaltlich bewegen wir uns von Liebe über Krieg und Gewalt hin zu Geborgenheit.
Die Streitgespräche der verschiedenen Figuren sind wieder herrlich amüsant und was im ersten Buch fehlte, kommt nun hinzu: prickelnde Anziehungskraft!
Und die Sexszenen hust Ähm... ja... die waren auch ganz... ähm... schön ;)

Ich brauch unbedingt und ganz dringend den nächsten Band!
Jetzt muss ich wohl oder übel weiter in mein Kissen heulen...




Freitag, 18. August 2017

Cherry Teacher 1

Rezension 



Story und Zeichnungen: Kazumi Tachibana
Preis: 7,99 €
Seitenanzahl: 214
Übersetzung: Burkhard Höfler
Lettering: Andrea Renzoni
Verlag: Panini
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Inhalt: 
Naoki Sakura ist frischgebackener Klassenlehrer und hochmotiviert. Seine Schülerinnen sind aber weniger harmlos als er das erwartet hätte und bringen ihn immer wieder in die Zwickmühle!

Meine Meinung: 
Die Story klingt eher so lala, aber mich überzeugten das Cover und die restlichen Zeichnungen es mit diesem Manga zu versuchen.
Und er hat mich wirklich gut unterhalten.
Die Zeichnungen sind wirklich großartig und auch die Farbseiten zu Beginn des Mangas haben mich völlig überzeugt. Die restlichen Seiten sind natürlich mangatreu schwarz-weiß.

Naoki Sakura als Lehrer war zunächst etwas unscheinbar und ich war unsicher, was ich von ihm halten sollte… Aber bereits auf den ersten Seiten hat mich der etwas tollpatschige Charakter überzeugt. Er hat es aber auch nicht leicht mit seinen Schülerinnen.

Yuna will alles andere als sexy sein, schafft es aber immer wieder aus Versehen ihr Höschen sehen zulassen…

Shizuka, lesbisch und absolut Sex-orientiert, ist immer für eine Überraschung und das plötzliche Knistern einer Situation gut.

Minori hingegen interessiert zumeist die Frage, wieso ihre Brüste nicht größer sein können…

Der Witz der Geschichte und der Humor dehnen sich zumeist auf die Szenen aus, in denen der Lehrer als pervers hingestellt wird, obwohl er seinen Schülerinnen nur helfen wollte. Eine gewisse Komik wohnt diesen Situationen schon inne.

Obwohl es die ganze Zeit um nackte Haut und Sexappeal geht, wird diese erst zum Ende des Buches gezeigt. Dann bekommen wir als Leser sowohl vom Lehrer, als auch von den drei Mädels nackte Haut zu sehen. Allerdings auch hier eher ausversehen.
Dem ganzen wohnt kein Fünkchen Romantik inne. Nur das ihr Bescheid wisst! Hier geht es nur um den Witz der Situationen.

Donnerstag, 17. August 2017

Heartware

Rezension 


Autor: Jenny-Mai Nuyen
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 412
Verlag: Rowohlt
Leseprobe: >> gibt es hier <<



Will. Willenya Curuvija, was sicher nicht ihr echter Name war, aber der einzige, den er kannte. Seine Geliebte. Sein Selbstbetrug. So oder so, sein Lebensinhalt.
- Seite 16






Inhalt: 
Erst verdunkelt sie dein Herz, dann die ganze Welt?
Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet.
Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus - wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben?
Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt …

Meine Meinung: 
Jenny-Mai Nuyens Schreibstil ist wie immer großartig! Poetisch, metaphorisch, einfühlsam... Wundervoll!!!

Sie entwirft eine Menge an Figuren, die alle eines gemeinsam haben, sie sind für sich einzigartig und ergeben doch am Ende ein großes Schaubild für den Leser.

Die Geschichte an sich brauchte ein wenig, bis ich mich eingefunden hatte. Leider hat Jenny-Mai Nuyen es hier dieses Mal nicht geschafft mich inhaltlich völlig zu überzeugen.
Zu Beginn ist alles sehr kryptisch und wir scheinen als Leser wirklich nichts zu wissen. Der kleine Prolog gab uns zwar einen kurzen Einblick dahingehend, was uns erwarten würde, doch der Weg dorthin blieb uns noch verschlossen.
Nach und nach wird dann ein Netz aus Erzählsträngen gesponnen, indem wir uns letzten Endes völlig verfangen und nicht mehr loskommen, bis es uns von selbst irgendwann wieder freigibt.

Ich gebe zu, dass ich das Buch nachher mehr oder weniger nur noch überflogen habe.
Vielleicht habe ich es auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt gelesen. Manchmal ist einfach nicht der richtige Moment für ein Buch.
Hier erschien es mir so, nachdem ich alle Figuren kennengelernt hatte, dass sie alle entweder missbraucht, sexuell erniedrigt worden sind oder sonst ein Problem mit ihrer Sexualität haben.  Dazu dann noch der ganze Hightechkram und ich war inhaltlich kurz vorm Abschalten...
Was schade ist, da der Aufbau des Buches wirklich gut ist.
Aber thematisch nicht gerade das, was ich privat ertragen kann.

Dennoch verspricht es an sich interessante Lesestunden. Jedenfalls wenn man mit dem zuletzt genannten keine Probleme hat. Die Figuren sind komplex, die Storyline super ausgearbeitet und ich konnte auch jetzt die Spannung erahnen, die dem Buch eigentlich innewohnt.
Nur für mich leider nicht das richtige.

Vielleicht geht es euch ja anders.
Wäre schön, wenn jemand berichten könnte. ;)

Dienstag, 15. August 2017

Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin

Rezension 



Autor: Erik O. Lindström
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 124 
Verlag: Coppenrath
Verlagswebsite: >> gibt es hier <<



Kennt ihr Meja schon?
Nein? Dann wird es aber höchste Zeit!

Meja ist eine kleine, süße Meerjungfrau, die zurzeit ohne ihre Eltern in der Unterwasserwelt Lyckhav wohnt. Ihre Eltern sind nämlich Forscher und auf Reisen. Dafür haben sie dem kleinen Meermädchen die Kümmerkröte Padson geschickt.
Doch Meja hält nicht sonderlich viel von Padsons Regeln und bringt sich deshalb mal wieder in Gefahr…
Aber Meja wäre ja nicht Meja, wenn sie es nicht mit ein wenig Magie schaffen würde, alles wieder geradezurücken.


Das zweite Abenteuer der kleinen aufgeweckten Nixe überzeugt auch mit der gelungenen Mischung aus Angst und Mut!
Die großartigen Zeichnungen von Wiebke Rauers unterstreichen das Lesevergnügen und zeigen so den kleinen Lesern bildhaft, wie Meja es letzten Endes schafft die Meeresbewohner aus den Netzen der bösen Fangboote zu befreien.

Wirklich eine traumhaft, schöne Geschichte! Und auch das glitzernde Cover wird das Buch zu einem tollen Partner im Kinderzimmer machen.

Übrigens für die Hörbuchfraktion kann ich auch dieses sehr empfehlen.
Ich selbst mag die Stimme von Anna Thalbach sehr gerne und habe das Hörbuch mit Freuden gehört.
Mejas lustige Lieder und Ideen bringen einem zum Mitkichern. Thalbach liest, singt und spielt mit Humor, dass man einfach nicht anders kann, als vollauf gebannt zuzuhören und an der Seite von Meja durch Lyckhav zu schwimmen.

Und mit knapp zwei Stunden Spielzeit fesselt es die Kinder vielleicht auch mal für längere Zeit. Mir wurde auch berichtet, dass es sich gut zum Hören beim Zimmeraufräumen eignet!

Also lasst euch von Meja erneut verzaubern!

Sprecher: Anna Thalbach
Preis: 9,99 €
Spieldauer: 2 Stunden 2 Minuten
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Verlag: cbj audio
Hörprobe: >> gibt es hier <<

Montag, 14. August 2017

Vermählung

Rezension


Autor: Curtis Sittenfeld
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 576 
Verlag: HarperCollins
Übersetzer: Sabine Schilasky
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Inhalt: 
Mrs. Bennets Leben dreht sich nur um das Eine: Wie kann sie es bloß schaffen, dass ihre Töchter endlich den Richtigen finden? Zumindest für Jane, die Älteste, gibt es Hoffnung: Chip Bingley, der attraktive Arzt, der noch vor Kurzem als Bachelor in der Fernsehshow „Vermählung“ vergeblich nach der großen Liebe suchte, zieht in die Kleinstadt. Und gleich beim ersten Zusammentreffen knistert es zwischen Chip und Jane. Doch was ist mit Liz Bennet? Chips Freund, der ungehobelte Neurochirurg Fitzwilliam Darcy ist definitiv keine Option! Dennoch scheinen die beiden nicht voneinander lassen zu können …

Meine Meinung: 
Die Ausgangslage von Jane Austens Klassiker wurde hier gut ins heutige Jahrhundert transportiert.

Jane und Liz gehen auf die vierzig zu...
Bingley und Darcy sind reich und Ärzte... und damit vermutlich heute noch begehrter als im Klassiker. :D
Mr. Bennet hat seinen großartigen Sarkasmus beibehalten und Mrs.Bennet ist genauso nervig, wie im Original.

"Vermählung" ist wirklich gut geschrieben und lustig! Aber dennoch merkt man bereits auf den ersten Seiten, dass hier keinerlei Chance besteht, dass es mit der romantischen Seite von "Stolz und Vorurteil" mithalten kann. Der romantische Charme, der den Klassiker von Anfang an umgibt, fehlte mir zu sehr...

Ich mag es eigentlich gerne, wenn bestimmte Teile aufgegriffen werden... Es gibt ja beispielsweise viele Adaptionen von "Die Schöne und das Biest", die ich sehr gerne gelesen habe!
Aber es müssen doch genug neue Gedanken des jetzigen Autors dabei sein...
Bei dieser Neuerzählung hier habe ich das Gefühl, es wurde wirklich nur ins moderne Setting transportiert und das wars... dabei geht leider viel vom eigentlichen Charme des Buches verloren. Auch wenn sich die Autorin vermutlich viele Gedanken dazu gemacht hat, wie man die gleiche gesellschaftliche Kluft zwischen den Protagonisten erzeugen kann...

Für mich ist es jedenfalls alles andere als gelungen... Auch wenn viele das Buch sehr loben.

Stolz und Vorurteil

Rezension 



Autor: Jane Austen
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 496
Verlag: Carlsen
Übersetzer: Karin von Schwab
Leseprobe:  >> gibt es hier <<




Inhalt: 
Mr und Mrs Bennet haben nicht weniger als fünf Töchter, die sie unter die Haube bringen

müssen. Nur, wie soll man auf dem Lande gleich mehrere gut begüterte Männer finden? Dann aber ziehen der reizende Mr Bingley und der standesbewusste Mr Darcy in die Gegend und versetzen die Bennets in größte Aufregung. Doch ein Problem bleibt: Auch andere Familien haben heiratswillige Töchter. Kein Wunder also, dass die Jagd auf die begehrten Junggesellen zunächst einige Missverständnisse und Enttäuschungen bringt.

Meine Meinung: 
Ich bin ein absoluter Liebhaber von Klassikern!
Und da mein nächstes Buch „Vermählung“ von Curtis Sittenfeld sein sollte, das einen Roman nach der Vorlage von „Stolz und Vorurteil“ sein soll, wollte ich das Original noch einmal lesen, um dann die Verknüpfungen genau erkennen und beurteilen zu können.

Jane Austen lässt eine herrlich witzige Passage die nächste jagen und untermalt dies mit der typischen damaligen Sprache. An diese müssen sich einige vielleicht erst gewöhnen. Klassiker-Leser werden dabei nicht so das Problem haben.
Hier gilt für mich wieder der Spruch: „Klassiker und ihre Sprache mag man, oder eben nicht.“

Der Verflechtung der vielen aufeinanderfolgenden Handlungen mit allen ihnen eigenen Gefühlen und Gedanken machen diesen Roman zu etwas besonderem.
Das ganze Buch umgibt eine romantische Aura, die auch in Streitgesprächen nie vollkommen verfliegt.

Zu Lizzy und Darcy möchte ich gar nicht so viel sagen, außer dass sie so hinreißend und liebenswert sie auch sein mag, dennoch die Verkörperung der absoluten Vorurteile ist, obwohl sie dies gerade nicht sein möchte.
Und Darcy ist keineswegs großartig arrogant, wie viele immer denken, sondern einfach nur sehr stolz… Stolz und Vorurteil eben.

Und durch diese unglückselige Fügung dauert es nun einmal lange, bis ein glückliches Ende herbeigeführt werden kann.

Ende...

Vier Buchstaben, die einem das Herz brechen können...
Wir wissen doch, dass das Buch nicht mehr weitergeht... müssen diese vier Buchstaben, dann auch noch den Schmerz ein Wort geben, an den er sich klammern kann?

Nun wende ich mich mal der Rezension zu "Vermählung" zu, da ich dieses in der Zwischenzeit nun auch bereits lesen konnte. Ihr werdet also bald erfahren, ob die Vermischung von "Stolz und Vorurteil" mit dem Bachelor genauso amüsant und unterhaltsam war, wie das Original.



Sonntag, 13. August 2017

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Gastrezension von Janine


Autor: Stefanie Hasse
Preis: 16,95 €
Seitenanzahl: 416
Verlag: Loewe
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Kiera bekommt als kleines Mädchen auf einem Jahrmarkt von einem seltsamen Mann eine Münze geschenkt. Sie versteckt und vergisst sie über viele Jahre. Als sie sie mit 16 zufällig wiederfindet, schneidet sie sich daran. Aber es ist keine Wunde zu sehen und trotzdem tut der Schnitt ungewöhnlich weh. Ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr, wie es mal war.

Also ich finde die Idee wirklich klasse. Die Tatsache, dass man mit einer Münze das Schicksal beeinflussen kann, hat mir sehr gut gefallen. Allerdings ist eben nicht wirklich viel passiert. Es dreht sich viel um eine sich anbahnenden Liebe und das ist nicht schlimm, allerdings habe ich eben auch ein bisschen Aktion erwartet.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass es einen zweiten Teil geben wird und das Ende vom ersten Teil lässt mich hoffen, dass da etwas mehr passiert.

Auch ist mir aufgefallen, dass einige Sätze und Satzfragmente sich immer wieder wiederholt haben.

Trotzdem hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich mag Kiera, sie ist schlagfertig und lustig und auch nur wenig zickig. Und auch die anderen Charaktere mochte ich. Außerdem gab es zum Ende hin auch ein bisschen Aktion, was mir gut gefallen hat. Und es gab auch eine Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet habe.

Und was ich unbedingt auch erwähnen möchte, ist das Cover. Das Buch sieht in echt wirklich extrem schön aus. Das sieht man auf Bildern gar nicht so gut. Und gerade mit dem zweiten Band zusammen, ergibt es ein wirklich schönes Gesamtbild.

Aber ich freue mich trotz der Kritik auf den zweiten Teil.


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Freitag, 11. August 2017

Der Zauberer von OZ

Rezension 



Autor: Eric Shanower
Zeichner: Skottie Young
Farben: Jean-Francois Beaulieu
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 188
Übersetzer: Bernd Kronsbein
Verlag: Panini Comics
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Inhalt: 
Als ein Wirbelsturm die kleine Dorothy ins magische Land Oz verschlägt, macht sie versehentlich eine böse Hexe platt, befreit eine lebende Vogelscheuche, lernt einen feigen Löwen kennen, ölt einen Holzfäller aus Blech und wird von den Munchkins als große Zauberin gepriesen - aber eigentlich will sie nur eines wissen: Wie kommt sie wieder nach Hause?


Meine Meinung: 
Ich liebe die Geschichte rund um Dorothy, Toto, die dumme Vogelscheuche, den feigen Löwen und den Blechmann ohne Herz.
Der Zauberer von Oz ist einfach eine tolle metaphorische Geschichte rund um die Selbstfindung und Wertvorstellungen.

Als mir diese Comicausgabe über den Weg lief, wusste ich nach einem kurzen Blick hinein, dass ich sie haben möchte. Die Zeichnungen sind sehr schön. Bunt, Vielfältig, gruselig und strahlend, all dies vermitteln uns die Farben und Formen.

Dorothy ist ein liebes kleines Mädchen, das in der Zeichenart recht rund wirkt und sich dadurch nachher stark von den harten Konturen der bösen Hexe des Westens abhebt. Auch die Farbwahl der Zeichner steuert stark unsere Gefühle beim Lesen. Die Düsternis im Reich der Hexe… das verwaschene, düstere grün in der Smaragdstadt… diese dunklen Passagen stehen im Kontrast zu Dorothys Reise durch ein Blumenfeld oder grüne Weiden.

Eine wirklich schöne Comicumsetzung der Geschichte von L.Frank Baum.

Donnerstag, 10. August 2017

Am Abgrund des Himmels

Rezension 


Autor: Sue-Ellen Pashley
Preis: 16,95 €
Seitenanzahl: 376 
Übersetzer: Claudia Max
Verlag: Gulliver
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Inhalt: 
Das Letzte, was Grace nach ihrem Umzug von Sydney nach Bruny Island will, ist, sich neu zu verlieben. Der Faszination des Nachbarsjungen Nick kann sie sich jedoch nicht entziehen. Als er Grace vor dem sicheren Tod bewahrt, offenbart sich sein Geheimnis: Nick ist ein Gestaltwandler – er kann sich in einen Adler verwandeln. Aber er darf keine Beziehung mit einem gewöhnlichen Menschen eingehen. Ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt? Weder Nick noch Grace wollen das akzeptieren ...

Meine Meinung: 
Der Schreibstil zeichnet sich durch flüssige, schnelle Gedankengänge aus, was das Gefühl erweckt durch die Seiten zu fliegen. Was auf mehreren Ebenen super zum Buch passt.

Allerdings brauchte ich zu Beginn eine Zeit, um mich in die Figuren richtig hineinfühlen zu können, da der Perspektivenwechsel immer sehr rasch verläuft. Grace und Nick wechseln sich immer schon nach wenigen Seiten wieder ab, wodurch man das Lesen ein wenig mit Tischtennis spielen vergleichen kann. Später kommt auch noch eine weitere Perspektiven hinzu: Nicks Vater.

Aber diese Schnelligkeit nimmt nicht wirklich etwas von den Gefühlen, die Grace und Nick
transportieren.
Nick ist vom ersten Augenblick von Grace fasziniert und benimmt sich wie ein verliebter Idiot. Was ihm selbst auffällt und auch stört.
Grace hingegen lehnt jegliche neue Bekanntschaften ab, da sie wohl schlechte Erfahrungen mit Jungs gemacht hat. Was genau dahinter steckt erfahren wir zu Beginn allerdings noch nicht. Dennoch fühlt sie sich sofort zu Nick hingezogen. Naja, er sieht ja auch nicht schlecht aus. ;)
Wir wissen am Anfang nur, dass beide ein Geheimnis mit sich herumtragen, dass für einen von ihnen beinahe tödliche Konsequenzen hat...

So steuert die ganze Geschichte immer weiter auf den dramatischen Höhepunkt zu und garniert dies mit mehreren kleinen Spannungsknoten.

Gefühlsmäßig kommt man bei diesem Buch doch ganz gut auf seine Kosten und auch das ganze Setting überzeugt.
Auch wenn ab und an Vorurteile und Klischees sich hier die Hand reichen, hat Sue-Ellen Pashley einen tollen Roman für Jugendliche geschrieben, der nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Gestaltung und Aufmachung des Covers überzeugen kann.



AntiMagic Academy 1: Test-Trupp 35

Rezension 


Story: Touki Yanagimi
Zeichnung: Youhei Yasumura
Character Design: Kippu
Seiten: 184
Preis: 7,99 €
Verlag: Panini
Übersetzer: Burkhard Höfler
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Inhalt: 
Menschen mit magischen Kräften sterben in dieser Welt immer mehr aus. Die vorherrschende Waffengewalt ist von Schwertern zu Magie und schließlich zu Schusswaffen übergegangen. Takeru Kusanagi besucht eine Ausbildungseinrichtung namens ANTIMAGIC ACADEMY für angehende Inquisitoren, die der Bedrohung durch die verbleibenden Magie-Benutzer entgegentreten sollen. Da er mit Schusswaffen überhaupt nicht umgehen kann, benutzt er als Einziger ein Schwert und gilt deswegen als Versager. Er leitet nun den Test-Trupp 35 (inoffiziell “Loser-Trupp” genannt), in dem schlechte, zurückgebliebene Schüler zusammengewürfelt werden. Doch eines Tages wird die mysteriöse und hochbegabte Ouka Ootori dem Loser-Trupp zugeteilt…

Meine Meinung: 
Der Klappentext versprach einiges an Spannung. Diese Erwartungen wurden auch größtenteils erfüllt, dennoch konnte mich das Ganze irgendwie nicht wirklich so sehr fesseln, dass ich auf den nächsten Band hinhibbel.

Die Idee vom aufsteigenden Loser Trupp war ganz nett. Auch wenn ich die Personen dort nicht wirklich als Loser einstufen würde. Und nachdem Ouka hinzukommt, könnte sich die Sache mit den Losern schnell erledigt haben, wenn sie sich nicht alle selbst im Weg stehen würden…

Takeru fand ich eigentlich ganz cool. Und seine Schwerttechnik scheint ja auch ganz gut zu sein. Nur im falschen Jahrhundert scheint er damit ganz klar zu sein. Das Schwert kann nun mal leider wenig gegen Schußwaffen ausrichten. Ich fands aber ziemlich cool und mutig, sich dennoch nicht vom eigenen Kampfstil abbringen zu lassen. Schließlich könnte er sicherlich lernen mit einer Schusswaffe umzugehen…

Die Zeichnungen sind großartig und typisch Manga. Schnelle Gewalt- und Kampfszenen und generell dabei auf weiblicher Seite sehr freizügig.
Ich muss allerdings hier auch einmal anmerken, dass ich es echt schade finde, dass Mangas meist schwarz-weiß sind… Die Cover sind immer so schön bunt…

Die Story entwickelt sich relativ schnell und endet eigentlich auch viel zu schnell, wie es bei Mangas ja leider öfter der Fall ist. Doch trotz viel emotional aufgeladener Spannung konnte mich die Thematik einfach nicht fassen… Schade… aber vielleicht geht es euch ja anders. Potential ist jedenfalls vorhanden und vielleicht lese ich in den nächsten Band doch  einfach mal hinein, sollte er mir über den Weg laufen.

Mittwoch, 2. August 2017

Die Taugenichtse

Rezension 



Autor: Samuel Selvon
Preis: 18,00 €
Seitenanzahl: 176 
Übersetzer: Miriam Mandelkow
Verlag: dtv
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Rackert man, passiert es, rackert man nicht, passiert es auch. Wir leben alle zum Sterben, egal, was wir machen, solange wir leben, am Ende sind wir alle tot. 
- Seite 63




Inhalt: 
Moses, Big City, Fünf-nach-zwölf und die anderen setzen große Hoffnungen in ihr neues Leben im »Zentrum der Welt«, so nennen sie das London der Nachkriegszeit. Sie sind aus der Karibik hierhergekommen, jetzt staunen sie über die Dampfwolken vor ihren Mündern. Und wenn der Wochenlohn wieder nicht reicht, jagen sie eben die Tauben auf dem Dach. Kapitulation? Niemals! Stattdessen beginnen die Überlebenskünstler, sich neu zu erfinden – und ihre neue Heimat gleich mit.

Meine Meinung: 
Ich weiß gar nicht genau, was ich über dieses Buch sagen soll.

Wenn ihr aus der Karibik kommt und in London Fuß fassen wollt, dann müsst ihr Moses fragen. Moses weiß vieles, schließlich wohnt er ja schon länger hier.
Er ist ein gutmütiger Mann, und lässt sich so immer wieder breitschlagen zu helfen.


Manchmal fehlten mir doch ein paar Satzzeichen im Buch, zumal es mir doch leider des Öfteren etwas schwer fiel der Handlung zu folgen. Wobei Handlung ist eigentlich das falsche Wort, eher sind es viele aneinandergereihte Gedankengänge, die dem Leser nahe gebracht werden.
Viele verschiedene Geschichten von Personen mit denen Moses zu tun hat.
Denen er hilft auf die eine oder andere Art.

Interessant gewählt ist hier das Sprachniveau. Beizeiten etwas hochgestochen, wechselt es sich dann ab mit ganz gewöhnlichen Worten und zensierten Schimpfwörtern. Von letzterem wird keines ganz ausgeschrieben. Da steht nur der Beginn, gefolgt von drei schwarzen Punkten.

Sprachlich und gedanklich eine Herausforderung, die sich doch lohnt zu entdecken... so eine ehrliche und wahrhaftige Betrachtungsweise der ersten Einwanderer Englands findet sich wohl kein zweites Mal...


Samstag, 29. Juli 2017

Marthas Widerstand

Gastrezension von Janine


Autor:  Kerry Drewery
Preis: 16,00 €
Seitenanzahl: 447 
Übersetzer: Sabine Bhose
Verlag: ONE
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> Sie können natürlich auch per SMS abstimmen. Senden sie STERBEN oder LEBEN an 7997.<






Inhalt: 
Martha lebt in einem System, in dem es keine Gerichte mehr gibt. Es werden keine Beweise gesammelt, es gibt keine Verteidigung, keine unvoreingenommen Schöffen und Richter mehr.
Es gibt nur noch eine Anklage, ab der die Bürger per Voting sieben Tage lang abstimmen können, ob der Angeklagte leben oder sterben soll, solange sie es sich leisten können.
Martha gesteht den Mord an Jackson Paige, einem Liebling der Massen. Als sie in die erste Zelle kommt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Aber genau das war ihr Plan.

Meine Meinung: 
Ich bin ein großer Fan von Dystopien. Darum habe ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut. Auch wenn ich immer wieder Kritik am Schreibstil oder an der Spannung gelesen habe, wollte ich mir doch mein eigenes Bild machen.
Und ich kann weder am Schreibstil noch an der Spannung etwas aussetzten. Natürlich ist es teilweise etwas gewöhnungsbedürftig. Martha ist ja die meiste Zeit allein in diesen Zellen, daher redet sie mit sich selbst, aber zu einer imaginären Person. Auch die die Abschnitte, in denen es darum geht, was in der Fernsehsendung -Death is Justice- passiert, sind sicher gewöhnungsbedürftig. Denn es wird eben teilweise genau erklärt, was auf den Bildschirmen zu sehen ist, was im Studio zu hören ist. Aber ich fand das sehr gut, so konnte ich mir die Fernsehsendung gut vorstellen.

Wie gesagt fand ich es auch spannend. Man bekommt ja sofort mit, dass nicht alles ist, wie es scheint und ich wollte unbedingt wissen, wie das alles zusammenhängt.

Außerdem wird einem ein ganz gutes Bild vermittelt, was manipulierte Medien alles anrichten können.

Ich mochte Martha und auch die anderen Charaktere waren mir sympathisch. Na gut, ein paar waren extrem unsympathisch. Kristina zum Beispiel, die Moderatorin von Death ist Justice, war wirklich jemand, den ich am liebsten geschüttelt hätte. Man hat richtig gemerkt, wie viel Spaß sie an alldem hatte.

Und bis kurz vorm Schluss hätte ich gesagt, es ist eine gute dystopische Geschichte. Aber dann kam das Ende. Ohne zu spoilern möchte ich einfach sagen, ich fand, das hat die ganze Geschichte kaputt gemacht. Ich verstehe den Gedanken dahinter schon, aber ich habe mich gefragt, was das alles sollte.



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Montag, 24. Juli 2017

Einzig

Rezension 


Autor: Kathryn Evans
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 364
Übersetzer: Sabine Reinhardus
Verlag: Fischer
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"Ich will das nicht, ich will das einfach nicht. In fünf Monaten und dreiundzwanzig Tagen habe ich Geburtstag, und ich bin fest entschlossen, einen Ausweg zu finden, damit das Teilen aufhört. Das schwöre ich."
- Seite 17


Inhalt:
Teva hat ein Jahr Zeit um herauszufinden, wie sie ihren Platz behalten kann... ihr Leben... denn an ihrem 17.Geburtstag wird sich durch eine Art Zellteilung eine neue Teva bilden und ihren Platz einnehmen...

Meine Meinung: 
Die Idee von niemals weiter erwachsen werdenden Versionen von einem selbst, ist schon irgendwie gruselig.
Stellt euch das nur mal vor, ihr kommt von der Schule nach Hause und da warten eure früheren Ichs auf euch...

Da Tevas Mutter nicht möchte, dass die Welt Teva für einen Freak hält, darf immer nur die neueste Version von ihr raus in die Welt. Also sind die anderen für immer im Haus gefangen.
Kein Wunder, dass die 16-jährige Version das nicht als Zukunft haben möchte, schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass sie Freunde und einen Freund hat.
Doch wie soll man einen Ausweg finden, wenn man nicht zum Arzt und niemandem die Wahrheit erzählen kann/darf?

Trotz der mitreißenden Idee konnte mich der Schreibstil leider zu Beginn nicht fesseln. Es erschien mir anfangs etwas gefühllos. Das legte sich aber zum Glück bald und ich bin tiefer ins Buch eingestiegen.
Und die Seiten flogen dann auch relativ schnell dahin.

Teva als Protagonistin war mir gleich sympathisch und irgendwie ist es auch faszinierend, wie gut, sie mit der Gesamtsituation zurecht kommt... Auch die Gefühle ihrer "Schwestern" - denn irgendwie sind ihre früheren Ichs das ja - waren mehr als verständlich. Wie soll man denjenigen nicht hassen, der einem das Leben in der Außenwelt nimmt...?
Schön fand ich hier auch, dass man nach und nach mitbekam, wie unterschiedlich die einzelnen Versionen von Teva sind.

Was ich nicht verstehe ist, warum vorne auf dem Cover Thriller steht. Meiner Meinung nach ist ein Thriller irgendwie etwas anderes. Was jetzt aber nicht negativ klingen soll, ich wollte es nur mal anmerken.

Aaaaaber trotz der anfänglichen Startschwierigkeiten mit dem Schreibstil kann ich das Buch nur empfehlen!
"Einzig" ist eine Geschichte über das Anderssein, Willenskraft und das Erwachsen werden auf die eine oder andere Art und Weise.

Sonntag, 23. Juli 2017

Außer sich

Rezension 



Autor: Courtney Summers
Preis: 16,95 €
Seitenanzahl: 376 
Übersetzer: Friederike Levin
Verlag: Beltz & Gelberg
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Aber nur weil etwas nett anfängt, heißt das noch lange nicht, dass sich daraus nichts entwickeln kann, was man ganz und gar nicht mehr nett nennen kann. Und wenn alles so anfängt, woher soll man wissen, was daraus wird? 
- Seite 55 



Inhalt: 
Seit Romy vergewaltigt wurde, ist nichts mehr wie zuvor. Nicht nur, dass sie das Vertrauen in andere Menschen verloren hat, ihr glaubt auch niemand...
Zwischen Mobbingattacken und ihren Ängsten, keimt aber auch ein Funke Hoffnung mit dem Namen Leon..

Meine Meinung: 
Es ist beeindruckend wie einfühlsam und authentisch Courtney Summers es schafft, Romys Situation und Gefühle dem Leser verständlich zu machen.
Es gibt wirklich wenig Autoren, die mir bisher begegnet sind, die dies schaffen!

Romy verliert sich zu Beginn sehr in ihren Ängsten. Sie ist wütend auf die anderen... aber was wichtiger ist, sie entwickelt einen regelrechten Selbsthass.
Sie denkt, sie wäre kaputt und für niemanden mehr gut.

Romy entwickelt sich charakterlich sehr schnell, was hier wirklich gut ist. Sie lernt mit ihren Ängsten umzugehen und sich ihnen zu stellen, da sie teilweise irrational sind, da die Gefahr ja eigentlich schon längst vorbei ist.
Dennoch bleibt die Unsicherheit, die Selbstzweifel und der Selbsthass lange bestehen.
Für uns als Leser sind all diese Gefühle und Gedanken gut nachzuvollziehen, wenn man auch über einige Sätze leicht den Kopfschütteln muss...
Schließlich gibt es keine Entschuldigung für Vergewaltigung... Doch Romy sucht die Schuld nicht nur beim Täter, sondern auch bei sich selbst... Nur logisch, wenn man bedenkt, dass die ganze Stadt gegen sie ist...

Ich öffne meine Augen. Ich muss von Leon wissen, wer er ist. Er muss es mir in einer anderen Form von Sprache mitteilen, denn es gibt nur einen Weg, herauszufinden, ob ich bei ihm wirklich sicher bin. Mit Reden geht das nicht. 
- Seite 63

Doch dann muss Romy sich allem stellen, was ihr solche Angst macht... Sie muss darüber reden... Sie muss versuchen, Penny zu helfen... Penny... ihre beste Freundin... nach einer Party verschwunden... Wiederholt sich hier das Geschehen?

Und plötzlich scheint Romys Welt wieder heller zu werden. Auch wegen Leon... Denn man darf das Schöne nicht aussperren, aus Angst, dass es was Schlechtes werden könnte...

Einzig das Ende des Buches hat mich etwas ratlos zurückgelassen...
Die Grundidee der Geschichte ist wohl abgehandelt und auch Romys charakterliche Wandlung scheint beendet und doch endet das ganze etwas offen...

Wir bekomme als Leser nicht zu erfahren, welche Konsequenzen auf die Schuldigen zu kommt und das lässt mich einer Menge Gefühlen zurück, bei denen ich mir nicht wirklich sicher bin, ob ich das Ende des Buches gut oder schlecht finden soll.

Samstag, 22. Juli 2017

Ein unmöglicher Gentleman

Rezension


Autor: Stephanie Laurens
Preis: 8,99 €
Seitenanzahl: 507
Übersetzer: Gisela Grätz
Verlag: MIRA Taschenbuch
Leseprobe: >> gibt es hier <<



Grundgütiger, sie war... Das Wort, das ihm in den Sinn kam, war stark. Eine Droge, die die Macht hatte, ihn schier wahnsinnig zu machen vor Verlangen und Leidenschaft. 
- Seite 292




Inhalt: 
Miss Mary Alice Cynster hat ein Ziel: Nachdem ihre Schwester unter der Haube ist, will auch sie endlich den passenden Ehemann finden. Und sie weiß genau, wie er sein soll – nämlich keinesfalls so wie Ryder Cavanaugh, Marquess of Raventhorne! Dummerweise hat ausgerechnet dieser berüchtigte Charmeur ein Auge auf sie geworfen und umgarnt sie nach allen Regeln der Kunst. Mary würde natürlich nicht im Traum daran denken, diesen Schurken zu heiraten, auch wenn seine Küsse noch so verführerisch auf ihrer Haut prickeln …

Meine Meinung: 
Da der Schreibstil  immer zwischen ihrer Perspektive und seiner hin und her wechselt, erzeugt die Autorin einen angenehmen und dynamischen Lesefluss, der auch mit genug Witz und Spannung versehen ist.

Ich hatte mich auf eine typische Regency-Epochen Liebesgeschichte eingestellt. Einerseits wurde ich nicht enttäuscht, andererseits war das Ganze doch etwas mehr.

Das typische Geplänkel im Ballsaal war sehr unterhaltsam vor allem deshalb weil Mary sich nicht wie ein verschüchtertes Mädchen benimmt, dass unbedingt einen Ehemann braucht. Sie nimmt die Dinge lieber selbst in die Hand.
Ryder, der das alles ähnlich sieht, ist hier ein mehr als starker Gegenpol.

Und dann sind beide durch unglückselige Umstände plötzlich miteinander verlobt, was Ryder in die Karten spielt und Mary ziemlich gegen den Strich geht, egal wie sehr sie sich zu ihm hingezogen fühlt.

Eine spannende Szene jagt die nächste, sei es durch gefährliche Spannung voller Blut und Angst oder die eher seichtere, wer von beiden nun den nächsten Schlagabtausch gewinnt.
Dabei passen die beiden perfekt zueinander, was sie nur noch selbst merken müssen.

Auch die typischen Intrigen zwischen den Mitgliedern der gehobenen Schicht kommen zur Sprache und bald geht es für Mary und Ryder um Kopf und Kragen.

Einzig zu bemängeln ist hier, dass es sehr vorhersehbar war, wer die Fäden zieht.

Ich kann euch die Geschichte nur empfehlen, denn es geht ans Herz, ist spannend und die Sexszenen sind auch ganz interessant *hust* ;)

Montag, 17. Juli 2017

Pearl

Rezension 



Autor: Julie Heiland
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 349
Verlag: Fischer FJB
Leseprobe: >> gibt es hier <<



Zweihundert Jahre lang habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere - nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt. 
- Seite 11






Inhalt: 
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: Sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?

Meine Meinung: 
Julie schafft es jedesmal wieder mich zu fesseln!

Mit "Pearl" ist ihr wie auch zuvor mit "Bannwald" ein Meisterwerk gelungen und das auf so vielen Ebenen!
Metaphorisch... Philosophisch... Ja, inhaltlich natürlich auch.

Trotz der wechselnden Erzählperspektiven schafft Julie es durch verschiedene Sprachformen den Leser sofort wissen zu lassen, wer erzählt. Dies schaffen ja leider bei weitem nicht alle Autoren.

"Man darf ruhig träumen, wenn man dadurch die Hoffnung nicht verliert. Wer träumt, hat Hoffnung." 
- Seite 206

Was ich persönlich an Julies Geschichte mag, ist die Tatsache, dass sie mich zum Ende hin immer an eine andere meiner Lieblingsautorinnen erinnern: Jodi Picoult.
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass Julies Geschichten einem zwar einen Schrecken einjagen, aber dennoch am Ende zu verkraften sind. Das Herz bleibt kurz stehen, scheint zu brechen und dann heilt der Riss wieder.
Bei Picoult wird das Herz am Ende meist in tausend Teile gerissen, auch wenn diese Enden ebenfalls etwas ganz besonderes sind und auf eine gewisse Art sogar schön...
Dennoch sind mir die schmerzhaften Happy Ends von Julie lieber, als nur Schmerz...

Ich liebe dieses Mitfiebern einfach sehr und bedanke mich bei Julie sehr dafür, dass sie diese Schockmomente, die mir bereits in der Bannwald-Trilogie sehr gefallen haben, auch in "Pearl" eingearbeitet hat.

Die Geschichte um die Suchenden ist umgeben von einer großen Portion Melancholie und Sehnsucht. Damit verbunden geht auch einiges an Schmerz einher. Doch das besondere ist die Hoffnung, die immer wieder ans Tageslicht gelangt und zumindest für Pearl hier eine große Rolle spielt.
Toll ist auch, dass es für Julie nicht nur eine Art von Liebe im Buch gibt. Sondern auch hier das Spektrum von der normalen Liebesgeschichte zwischen Mann und Frau erweitert wurde.

Zur Beziehung zwischen Noah und Pearl möchte ich nicht zu viel verraten, da es eine unglaubliche Freude war herauszufinden, welche Richtung die beiden jeweils einschlagen werden.
Die Personen waren alle authentisch, aufrichtig und komplex gestaltet.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich ja Pearls sogenannte Familie: Damien und Alexa, ebenfalls Suchende.
Damien ist ein total lieber Kerl und würde ziemlich alles für Pearl tun!
Alexa ist durch ihr Alter und ihre damit schwindende Hoffnung auf Liebe ein interessanter Gegenpol zur Sehnsucht und Hoffnung auf Liebe der anderen. Und wie sie ihr eigenes Happy End bekommt, hat mich besonders gefreut.

Ich könnte hier noch viel mehr schreiben und euch erzählen, wie großartig "Pearl" ist. Wie witzig die Unterhaltungen und wie spannend der Showdown zwischen Suchenden und den Jägern von diesen noch wird, aber dann bräuchtet ihr das Buch ja gar nicht mehr lesen...

Also meiner Meinung nach ein absolutes Highlight in diesem Jahr, dass man gelesen haben sollte!

Freitag, 14. Juli 2017

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Gastrezension von Janine


Autor: Jennifer Niven 
Preis: 14,99 €
Seitenanzahl: 464
Übersetzer: Maren Illinger
Verlag: Fischer
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Jack hat Prosopagnosie, das bedeutet, er kann sich keine Gesichter merken. Sogar seine Freundin oder seine Familienmitglieder sehen für ihn jedes mal wieder wie völlig Fremde aus. Aus Angst vor den möglichen Konsequenzen, verheimlicht er seine Krankheit allerdings vor allen. Und dann tritt Libby in sein Leben. Da sie sehr übergewichtig ist, wird sie schnell das Ziel von Anfeindungen. Doch mit ihrer inneren Stärke zeigt Libby, dass man immer zu sich selbst stehen sollte, egal was Andere von einem halten.

Vom Klappentext wirkt dieses Buch wie eine typische 0815 Jugendromanze, aber das wird der Geschichte nicht gerecht. Weder Jack noch Libby sind normale, alltägliche Protagonisten.
Beide haben auf ihre eigene Weise mit Problemen zu kämpfen. Und beide gehen ganz unterschiedlich damit um. Während Jack versucht, alles zu verstecken, geht Libby sehr offensiv mit ihren angeblichen Makel um.
Ich mag Jack und ich liebe Libby. Sie ist wirklich das Glanzlicht dieser Geschichte. Sie ist einfach super, sie ist stark und sie ist zufrieden mit sich selbst. Sie hat eine unheimliche Courage und sieht gar nicht ein, ihr Selbstwertgefühl von anderen abhängig zu machen. Außerdem hat sie ein wirklich gutes Herz. Sie steht für sich selbst ein und damit irgendwie auch für Andere.

Der Schreibstil war klasse, man kann ihn einfach so weg lesen. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Jack und von Libby geschrieben.

Also ich bin wirklich begeistert von dem Buch. Es hat einfach Spaß gemacht, den Beiden zu folgen. Ein absolutes Highlight und ich kann es nur empfehlen.



Mehr zu meiner Gastrezensentin Janine unter folgendem Link:
http://buecherstoeberecke.blogspot.com/p/gastrezensenten.html

Sonntag, 9. Juli 2017

Neue Unterseite

Hey Leute,

ich habe ein wenig Verstärkung bekommen und daher gibt es nun auch eine neue Unterseite. Ihr könnt sie an der Seite unter "Gastrezensenten" oder über diesen Link finden:

http://buecherstoeberecke.blogspot.com/p/gastrezensenten.html

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Janine und hoffe ihr auch! :)

Das wollte ich euch nur kurz mitteilen!

Schönen Abend noch!

Ronja

Samstag, 8. Juli 2017

Feuer und Feder

Rezension


Autor: Kathy MacMillan
Preis: 18,95 €
Seitenanzahl: 495
Übersetzer: Julian Haefs
Verlag:  Gulliver
Leseprobe: >> gibt es hier <<












Inhalt: 
Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.

Meine Meinung:
Ich war beim Lesen sehr dankbar, für den an sich einfachen Schreibstil, da die Namen der Orte, Personen und Völker schon anstrengend genug waren, durch den einfach sehr ungewohnten Klang.
Die Geschichte an sich ist abwechslungsreich gestaltet! Zu Raisas eigenen Herzensproblemen kommen auch noch die verschiedenen politischen Themen hinzu, wie Rebellion und Sklaverei.
Auch wenn Teile der Handlung recht vorhersehbar sind, verliert Raisas Leben nicht die Spannung und es tut uns als Leser trotzdem weh mitzubekommen, wie sehr die junge Protagonistin leidet.

 Zwischendurch erinnerte es mich etwas an "Selection" von Kiera Cass. Doch fehlt bei "Feuer und Feder" dann doch der starke romantische Touch.
Hier geht es weniger um die eigene Liebesgeschichte, sondern vorrangig um die Freiheit. So muss Raisa bald wählen zwischen ihrer eigenen Sicherheit und der Freiheit ihres Volkes.

Hierbei hat mich die Entwicklung unserer Protagonistin wirklich sehr fasziniert. Ihre Gefühle und Emotionen waren zu jeder Zeit authentisch und klar nachzuvollziehen. Und obwohl sie vor schweren Entscheidungen steht, verzweifelt sie nicht und wenn sie doch einmal ins Wanken gerät, dann zumindest nur ganz kurz.

Für die Handlung sind die Schriftzeichen des Buches besonders wichtig. Hier fand ich es schade, dass zwar ständig von ihnen gesprochen wird, wir uns aber als Leser kein wirkliches Bild von ihnen machen können. Sie werden kaum beschrieben und Zeichnungen gibt es leider auch keine. So fiel es mir hier etwas schwer, mich auf diesen wichtigen Bestandteil des Buches zu fixieren.

Wie oben schon erwähnt, nahm die Spannung im Laufe der Geschichte immer weiter zu, bis der Höhepunkt uns mitten im Lauf ein Messer ins Herz rammt - auch wenn diese Wunde sich wieder schließen wird.

Eine schöne Geschichte über Liebe, Glück und die Gleichheit aller Menschen!

Mittwoch, 5. Juli 2017

Der König der Löwen (Hörspiel)

Rezension 


Autor: Disney
Sprecher: Frank-Lorenz Engel
Preis: 8,99 €
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Verlag: Der Hörverlag
Hörprobe: >> gibt es hier <<









Die Geschichte um den Löwenjungen Simba verzaubert nun schon seit mehreren Jahren kleine und große Kinder.

Zur Geschichte möchte ich nicht viel sagen, da es vermutlich kaum jemanden gibt, der die Erlebnisse von Simba, Timon & Pumba, Nala, Scar etc. nicht kennt.

Die Aufmachung des Hörbuchs gefiel mir sehr. Das Cover zeigt bereits das Ende nach dem Sieg über Scar. Timon & Pumba feiern, während Simba und Nala auf ihre Untertanen blicken. Bei näherer Betrachtung versteckt sich im Himmel auch das Gesicht von Mufasa, der von oben auf seinen Sohn schaut. Öffnen wir die CD-Hülle blicken wir in die weite der Savanne.

Eindringlich und einfach großartig gelesen, erzählt uns Frank-Lorenz Engel Simbas Geschichte. Da er bereits im Film die Synchronstimme des Löwen übernahm, beschwört er natürlich schnell die Bilder des wundervollen Disney-Werkes herauf.

So erleben wir auf zwei CDs Simbas unbeschwertes Spielen mit Nala, Mufasas Tod, Simbas Flucht, bis hin zum Showdown gegen die Hyänen und Scar.
Um dem Hörer den Einstieg nach einer Unterbrechung zu erleichtern, hat der Hörverlag alle drei Minuten einen Track gesetzt. Allerdings fand ich es nicht wirklich nötig, da das gesamte Hörspiel nur anderthalb Stunden geht. So sind auf jeder CD ca. 45 Minuten. Die hört man doch schnell an einem Stück ohne längere Pause.

Auf jeden Fall darf dieses Hörspiel in keinem Disney liebenden Haushalt fehlen.
Und Kinder wird es vermutlich genauso gut unterhalten, wie der Film selbst.

Monatsrückblick Juni



Ich habe es geschafft, trotz Uni, Arbeit und sonstigen Verpflichtungen 2226 Seiten zu lesen.
Das sind 958 Seiten weniger als im Mai.

SuB-Stand: 298
Gesamtbestand: 666

Gelesen:

  1. Ein unmöglicher Gentleman - Stephanie Laurens
  2. Einzig - Kathryn Evans
  3. Die Taugenichtse - Samuel Selvon
  4. Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin - Erik O. Lindström
  5. Stolz & Vorurteil - Jane Austen 
  6. Vermählung - Curtis Sittenfeld
  7. Cherry Teacher - Kazumi Tachibana


Neuzugänge: 

  • Rache und Rosenblüten - Renée Ahdieh
  • Alice im Wunderland (illustriert von Benjamin Lacombe)
  • Vermählung - Curtis Sittenfeld
  • Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln 
  • Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin - Erik O. Lindström
  • Elfenwinter - Bernhard Hennen
  • Cherry Teacher - Kazumi Tachibana
  • Das Herz des Verräters - Mary E. Pearson 
  • Luna und der Katzenbär 3&4 (Hörspiel) 
  • Die weiße Rose - Miriam Gebhardt
  • Low Carb (Kochbuch) 
  • Der Achtsamkeitsbegleiter - Sarah Jane Arnold


Das ging ja sogar noch, was die Neuzugänge betrifft. "Nur" 12 Stück :D

Ich schließe mit Pummel: 


Montag, 26. Juni 2017

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Rezension 


Autor: Nicola Yoon
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 336 
Übersetzer: Simone Wiemken
Verlag: cbt
Leseprobe: >> gibt es hier <<







Madeline leidet an einer seltenen Immunerkrankung, auf Grund der sie noch nie das Haus verlassen hat. Sie liest, spielt mit ihrer Mutter, macht Hausaufgaben und schaut fern.
Sie ist so ein liebenswertes Mädchen, dass man sie am liebsten sofort in den Arm nehmen möchte, auch wenn man sie damit töten würde...

Manchmal wünschen wir uns einfach nur in unserem Zimmer zu sitzen und nichts zu tun. Aber wenn wir das wirklich müssten, würden wir es nicht mehr wollen... einen Tag vielleicht... oder auch zwei... aber ein ganzes Leben...?

Auch für Madeline wird es schwieriger, als neue Nachbarn ins Haus neben an einziehen. Nicht nur, dass sie vor Augen hat, was sie alles nicht kann, sie fühlt sich auch zu dem Nachbarsjungen Olly hingezogen. Den sie doch niemals berühren oder anderweitig kennenlernen kann...

Das Buch ist wunderschön... traurig... hoffnungslos... hoffnungsvoll...

Nicola Yoon schafft es so viele Emotionen und Gedanken in ihrem einfühlsamen Schreibstil zu vereinen, dass uns als Leser beinahe das Herz aus der Brust springen mag...

Die Liebe ist alles wert! Manchmal muss man für sie auch den Tod in Kauf nehmen...
und doch endete das Buch etwas anders, als ich erwartet hatte.

Es ist wirklich ein beeindruckendes Gebilde aus Liebe und Angst... Vertrauen und Verrat...
Auf der psychologischen Seite bietet dieses Buch noch viel mehr... Denn hier geht es nicht nur um die Gefühle von Maddy und Olly. Auch Maddys Mutter spielt in Maddys Leben eine wichtige Rolle. Schließlich ist sie eine der wenigen Personen, die Maddy wirklich kennt. Und doch steckt in dieser Mutter-Tochter-Beziehung noch viel mehr.

Nicola Yoon zeigt hier, dass jeder Mensch das Recht hat selbst zu entscheiden, wie er sein Leben gestalten will... Und auch Maddy hat die Wahl... Ein Leben alleine, von der Welt ausgesperrt... oder ein kurzes Leben, vielleicht nur ein paar Tage mit Olly...?

Es ist und bleibt ein Fakt: Liebe überwindet jegliche Schranken und sie ist jedes Risiko der Welt wert...!


Das Glück hat vier Farben

Rezension 


Autor: Lisa Moore
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 368 
Übersetzer: Maren Illinger
Verlag: Sauerländer
Leseprobe: >> gibt es hier <<











Inhalt: 
Seit sie denken kann, ist die sechzehnjährige Flannery in Tyrone verliebt. Aber wann genau ist aus ihrem Sandkastenfreund ein Rebell und der coolste Junge der Schule geworden? Flannery, die sich oft in den Erinnerungen daran verliert, wie einfach früher alles war, beobachtet mit Erstaunen, wie die Welt um sie herum immer schneller kreist. Doch dann kommt ihr für ein Schulprojekt eine folgenreiche Geschäftsidee: Sie fertigt Liebestränke für die Mitschüler an – und ein regelrechter Hype wird ausgelöst. Plötzlich geht das Gerücht um, dass die bunten Mixturen tatsächlich wirken ...

(Quelle: Fischer)

Meine Meinung: 
Nach 50 Seiten, dachte ich: Wird das Ganze noch interessant...?

Zu diesem Zeitpunkt war einzig Flannerys Mutter - da ein wenig verrückt - interessant. Wenn auch durch ihre Art eher Flannery die Verantwortung über die Familie zu tragen scheint (bspw. für Rechnungen, Miete etc.).

Irgendwann kam dann die Frage auf: Wer nennt sein Kind Flannery???
Alle anderen im Buch haben völlig normale Namen...

Und auch der Erzählstil der Autorin machte es mir lange schwer, richtig ins Buch hineinzufinden...
Durch die ständige Erwähnung der Nachnamen, war für mich zu Beginn eine große Distanz zwischen den Personen spürbar, was das Lesen nicht grade angenehm macht, wenn es nicht zur Situation passt.

Als ich kurz davor war aufzugeben, wurde das Buch dann doch etwas interessanter und ich konnte mich doch endlich ein wenig in Flannery hineinversetzen. Vielleicht hatte ich mich auch endlich an den Erzählstil gewöhnt.

Was ich dem Buch dennoch zugutehalten muss, ist der angenehme, flüssige Schreibstil an sich, wenn er auch am Anfang in starkem Kontrast zum Erzählstil steht.
Auch die Emotionen der Personen werden an sich ganz gut rübergebracht.

Aber durch die großen Startschwierigkeiten zu Beginn ist es leider keines meiner Lieblingsbücher geworden.


Obwohl das Ende wirklich überraschte! Mit viel Gefühl und wunderschön fürs Herz!

Ich denke, hier muss wirklich einfach jeder mal reinlesen, ob der Stil ihm gefällt und dann könnte das Buch auch wirklich überzeugen.
Für mich passte hier leider vieles einfach nicht.

Sonntag, 11. Juni 2017

Dark Horses

Rezension 




Autor: Cecily von Ziegesar
Preis: 16,95 €
Seitenanzahl: 
Übersetzer: 
Verlag: Gulliver
Leseprobe: >> gibt es hier << 




Klappentext: 
Merritt steckt in einer tiefen Krise und landet im Erziehungsheim »Good Fences«, einem Heim für »schwierige« Mädchen und »schwierige« Pferde. Dort trifft das verschlossene Mädchen auf den unberechenbaren Hengst »Red«. Dieser wehrt jeden Menschen ab, außer Merritt. Aus den beiden Außenseitern wird auf Turnieren ein unschlagbares Team. Bis sich Merritt in den hübschen Jockey Carvin verliebt und Reds finsterer Instinkt durchbricht. Niemand ahnt, wozu das Pferd fähig ist.
Bestseller-Autorin Cecily von Ziegesar erzählt sowohl aus der Sicht von Merritt als auch aus der ungewöhnlichen Perspektive des Pferdes. Ein mysteriöser, süchtig-machender und böser Roman, der nicht nur Pferde-Fans in seinen Bann zieht!


Meine Meinung: 
Als ich gefragt wurde, ob ich dieses Buch lesen wollte, habe ich sofort ja geschrien, kombiniert es doch zwei Themen, die mir am Herzen liegen: Psychische Probleme und Pferde.

Sowohl Merrit als auch Red haben beide große Probleme.
Merrit kommt mit dem Tod ihrer geliebten Großmutter einfach nicht klar und stellt daher eine Menge Mist an, trinkt und nimmt so ziemlich alle Tabletten, die ihr in die Finger kommen.
Red ist traumatisiert nach den Erfahrungen auf der Rennbahn und hat nicht vor jemals wieder jemandem zu vertrauen, geschweige denn jemanden auf seinem Rücken reiten zu lassen.

Dann beginnt eine Geschichte von Hilfe und Gefühlen die Tiere in einem auslösen können. Und anders herum, was die Liebe eines Menschen für ein Tier bedeuten kann.

Dank Cecily von Ziegesar begleiten wir Merrit auf dem Weg zurück in ein gesundes und selbstbestimmtes Leben. Und Red findet die Liebe, die er verdient, zumindest bis er sich selbst alles wieder nimmt...

Dieses Buch zeigt was Pferde bedeuten können… Es zeigt, wie sich die Freiheit auf dem Rücken dieser majestätischen Tiere anfühlen kann…

Es umreißt so viele Themen, von Hilflosigkeit über Eifersucht bis hin zu Liebe und Hoffnung.
Und doch zeigt es auch wie ungerecht die Welt sein kann…

Und das Grauen, das uns bereits am Anfang des Buches angekündigt wurde, schließt unser Lesevergnügen ab… und lässt uns als Leser mit weinendem Herzen in doppelter Hinsicht zurück…

Samstag, 10. Juni 2017

Ewig dein - Deathline

Rezension 



Autor: Janet Clark
Sprecher: Friederike Walke
Preis: 19,99 €
Dauer: 6 Std. 51 Min.
Altersempfehlung: ab 12 Jahren 
Verlag: cbj audio
Hörprobe: >> gibt es hier <<








Klappentext: 
Als sich die 16-jährige Josie in die langen Ferien stürzt, ahnt sie nicht, dass ein Sommer vor ihr liegt, der ALLES verändern wird.


Die Gegend aus der sie stammt, mag zwar in den Mythen der Ureinwohner immer wieder Schauplatz mysteriöser Ereignisse gewesen sein, aber daran erinnert in der idyllischen Kleinstadt, aus der sie kommt, heute wenig. Wie eng diese beiden Welten aber immer noch miteinander verwoben sind, wird Josie nach und nach klar, als sie den faszinierenden Ray kennen und schließlich auch lieben lernt. Doch diese Liebe darf nicht sein, denn Ray hat nur EIN Ziel: sein schützendes Amulett wiederzufinden und dann die Grenze zum Reich der Toten zu überschreiten. Denn dort gehört er hin…

Meine Meinung: 
Ich hatte mich sehr auf dieses Hörbuch gefreut. Nicht nur, dass mich der Inhalt sehr faszinierte, sondern auch die Sprecherbesetzung ließ mich auf ein spannendes Hörvergnügen schließen. 
Friederike Walke hatte mich spätestens seit „Infernale“ von sich überzeugt. 
Leider gelang es ihr hier allerdings nicht mich an die Geschichte zu fesseln. 

Der Erzählstil lässt eigentlich einiges an Spannung aufkommen. Dadurch, dass Josie uns ihre Geschichte im Rückblick erzählt, jedoch immer mal wieder Andeutungen auf das Heute fallen lässt, regt sich im Zuhörer die Lust weiterzuhören. Das war bei mir auch der Fall, doch die ganze Geschichte an sich hat mich dann leider einfach doch nicht so fesseln können, dass ich unbedingt weiterhören wollte. 
Dabei hat die Geschichte wirklich potential! 
Schließlich ist es keine langweilige Teeniegeschichte voller Romantik und kitschigen Momenten. Eher ein wirklich interessantes, spannendes und mystisches Abenteuer. Sicherlich werden viele ihre Freude an dieser Geschichte haben. 
Und die meisten Mädels werden sich wohl in Ray vergucken, der mich manchmal an Daemon Black erinnerte… 

Friederike Walke liest auch hier wieder mit vielen Emotionen und erweckt die Figuren authentisch zum Leben. 

Also alles in allem, eine interessante Geschichte und ein gut gemachtes Hörbuch! Nur habe ich halt einfach leider keinen direkten Zugriff zu ihm gefunden. Und das Traurige daran, ich weiß nicht einmal genau, warum nicht…



Partnerblog: 

>> Rezension bei Ronjas grüner Bücherblog <<

Freitag, 9. Juni 2017

Das Ausmalbuch für wache Nachtstunden

Rezension 


Autor: Sarah Jane Arnold
Preis: 12,00 €
Seitenanzahl: 128
Verlag: Kösel
Blick ins Buch: >> hier möglich <<



Da ich leider öfter mal unter schlaflosen Nächten leide, musste ich dieses Buch einfach mal testen, als es mir über den Weg lief! Vor allem natürlich, weil auf dem Cover schon steht: „Mit Einschlaf-Garantie!“
Und was soll ich sagen, ich bin wirklich begeistert und kann es euch nur empfehlen.
Einzig der Preis hat mich zunächst etwas zögern lassen, schließlich sind 12€ nicht gerade wenig für ein Ausmalbuch, dennoch kann man diese hier wirklich mit ruhigem Gewissen bezahlen.

Dieses Ausmalbuch hilft dem Besitzer dabei aus dem nächtlichen, ihn wachhaltenden Gedankenkarussell auszusteigen und endlich zur Ruhe zu kommen.
Hierfür werden verschiedene Techniken zur Anwendung gebracht.

In erster Linie finden wir in dem Buch natürlich viele feingliedrige Motive zum meditativen Ausmalen. Viele wird dies sicherlich schon entspannen, doch das Buch bietet noch mehr:
Hilfreiche Entspannungsmethoden und inspirierende Zitate füllen den Platz zwischen den Bildern und den Seiten, auf denen man seine eigenen Gedanken -  die einen ja gerade vermutlich wachhalten – niederschreiben kann.

Und auch das Optische überzeugt hier sehr gut. Die weichen Pastelltöne bieten den Augen eine entspannte Fläche und das Gummiband zum verschließen des Buches sorgt dafür, dass es sich nicht wie einige andere Bücher der Gattung zum Ausmalen wellt und sich immer wieder von selbst mehr oder weniger aufblättert.

Am Ende des Buches sind noch ein paar mögliche Lektüren aufgeführt, sollte man sich weiter mit der eigenen Schlaflosigkeit befassen wollen oder vielleicht auch für den Fall, dass dieses Buch nicht geholfen haben sollte, was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann.

Mich hat es jedenfalls vollends überzeugt und ich schlafe auch etwas besser seitdem ich es häufiger mal zu Hand nehme. Und müde geworden bin ich durch dieses Buch jedes Mal!

Montag, 5. Juni 2017

Winterseele - Kissed by Fear

Rezension


Autor: Kelsey Sutton
Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 352
Übersetzer: Ursula Held
Verlag: Ravensburger
Leseprobe: >> gibt es hier << 


Inhalt:
Niemand weiß, dass Elizabeth Caldwell die Gabe besitzt, Gefühle in menschlicher Gestalt zu sehen. Sehnsucht, Mitleid, Wut - sie alle halten sich von Elizabeth fern, denn sie zeigt als einzige Sterbliche keine Reaktion auf ihre Berührung. Allein der Angst und Schrecken verbreitende Fear wird bei ihr schwach. Er ist besessen davon herauszufinden, welche Macht Elizabeth zu dem gemacht hat, was sie ist ...

Meine Meinung: 
Wer meine Lesefortschritte auf Facebook verfolgt hat, wird wissen was nun kommt: eine Lobeshymne!

Das Hauptthema des Buches sind Gefühle... da erwartet man ein Buch, das den Leser mit tausend verschiedenen Emotionen überhäuft.
Da ich zu viele und zu übertriebene Gefühlsausbrüche nicht leiden kann, war ich sehr froh, als ich merkte, das Kelsey Sutton hier zwar viel erzählt und berichtet, doch durch ihre Protagonistin dabei sehr gefühlskalt daherkommt.

Überhaupt hat mich der Schreibstil der Autorin sehr positiv überrascht. Dynamisch, spannungsreich und trotz Jugendsprache nicht niveaulos! (Was leider bei einigen Jugendbüchern bereits der Fall ist...)

Die Geschichte an sich überrascht mit einigen Wendungen und einer Grundidee, die meiner Meinung nach bisher wirklich einmalig auf dem deutschen Buchmarkt ist.

Zu Beginn des Buches wusste ich mit der Protagonistin nicht wirklich viel anzufangen, doch je mehr die Geschichte enthüllte, umso sympathischer wurde mir das junge Mädchen. Nachher gab es sogar Szenen, in denen es mir auf der Zunge lag zu sagen: ,,Die ist ja wie ich!"

Fear hat meine Vorliebe für böse Jungs voll ausgekostet..  Ich meine, er verbrennt sie am Anfang beinahe bei lebendigem Leibe, nur um zu schauen, ob sich endlich so etwas wie Angst in ihr regt.
Aber nach und nach lernt man auch bei ihm, vieles ist nicht so wie es scheint.

Das Buch ist wirklich toll und führt uns als Leser in eine Beschreibung unserer Welt, die schon interessant ist. Wenn Gefühle und einfach alles, was auf der Welt existiert, ein Wesen ist, wäre die Welt doch viel spannender und noch unberechenbarer.

Und das dem Buch nicht nur eine, sondern irgendwie sogar zwei Liebesgeschichten innewohnen, ist schon eine Meisterleistung.

Sonntag, 4. Juni 2017

Monatsrückblick Mai



Ich habe es geschafft, trotz Uni, Arbeit und sonstigen Verpflichtungen 3184 Seiten zu lesen.
Das sind immerhin 753 Seiten mehr als im April.

SuB-Stand: 287
Gesamtbestand: 647

Gelesen:
  • Dark Horses - Cecily von Ziegesar (aus dem April mitgenommen)
  • Winterseele - Kelsey Sutton
  • Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge - Matteo Corradini
  • Das Glück hat vier Farben - Lisa Moore
  • Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt - Nicola Yoon
  • Feuer und Feder - Kathy MacMillan
  • Ausser sich - Courtney Summers
  • AntiMagic Academy 1: Testtrupp 35 - Touki Yanagimi (Manga)
  • Der Zauberer von OZ - L. Frank Baum (Comicalbum)
  • Pearl: Liebe macht sterblich - Julie Heiland 

Neuzugänge: 
  • Das Herz des Verräters - Mary E. Pearson
  • Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Drehbuch) - J.K. Rowling
  • Die List der Wanderhure - Iny Lorentz
  • Royal - Valentina Fast
  • Feuer und Feder - Kathy MacMillan
  • Ausser sich - Courtney Summers
  • Solveig (Eschberg-Saga 3) - Larissa Schwarz
  • Warum Pechvögel fliegen können - Jasmin Whiscy
  • Ein Meer aus Tinte und Gold - Traci Chee 
  • Pearl - Julie Heiland
  • Einzig - Kathryn Evans
  • The Lovely Way - Sanne Näsling
  • Für immer die Seele - Cynthia J. Omololu
  • Die Sehnsuchtsvolle - Eve Edwards
  • Ein unmöglicher Gentleman - Stephanie Laurens
  • Freaks - Kieran Larwood
  • Entscheide dich, sagt die Liebe - Siri Goldberg
  • Lost Land, Die erste Nacht - Jonathan Maberry
  • Die Taugenichtse - Samuel Selvon
  • Nalia Tochter der Elemente: Der Jadedolch - Heather Demetrios
  • Der dunkle Kuss der Sterne - Nina Blazon
  • Scythe: Die Hüter des Todes - Neal Shusterman
  • Die kleine Hexe - Otfried Preußler
  • Der kleine Wassermann - Otfried Preußler
  • Der Zauberer von Oz - L. Frank Baum
  • AntiMagic Academy 1: Testtrupp 35 - Touki Yanagimi
  • Am Abgrund des Himmels - Sue-Ellen Pashley

Highlight: 



Mein eigener Lacombe Kalender *-* 
Er ist so ein Traum! 

Donnerstag, 18. Mai 2017

Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge

Gegen das Vergessen 



">>Wo ist Jiri? Wo sind unsere Freunde?<<
Er zeigt mir die ascheverklebten Hände und sein verstaubtes Hemd. Sein Blick geht ins Leere." 
- Seite 250

Der Gedanke, dass es eine Zeit gab in der eine Glühbirne für acht Jungen die Welt bedeutete, ist merkwürdig und traurig zugleich...

"Die Dunkelheit ist die Welt der Worte, aber bei Licht genügt auch die Stille, da gab es keinen Zweifel." 
- Seite 15 

Matteo Corradini trumpft auf mit einer möglichst authentischen Schilderung der damaligen Geschehnisse und verwebt diese mit einer lebhaften und metaphorischen Erzählweise.
Dennoch fiel es mir schwer mich in den Erzähler hineinzuversetzen. Die Ich-Perspektive und der fehlende Name des Jungen machten es mir etwas schwer.

"Die Nazis kennen den Unterschied zwischen denen und uns ganz genau. In den allermeisten Fällen hat ein Krimineller das Recht, weiterzuleben. Ein Jude nicht. Das ist der Unterschied."
- Seite 26

Die Jungen unterhalten sich scheinbar emotionslos über Nichtigkeiten, während vor ihren Augen Männer getötet werden.
Was für uns völlig unmöglich erscheint, war damals für diese Jungen nötig um überleben zu können. Weinen und jammern brachte ihnen gar nichts...!
Und so nahmen sie alles in sich auf, was am Tage geschah um es nachts heimlich aufzuschreiben um später eine Zeitung daraus zu machen. Ihr eigener kleiner Widerstand gegen die grausame Realität des Naziregimes...

"Wir riskieren unser Leben [...], um am Leben zu bleiben. Irgendwie seltsam, wahrscheinlich wäre es besser, nichts zu tun, um mit heiler Haut wieder nach Hause zu kommen. Es ist, wie mit einem Messer zu spielen, um sich nicht zu schneiden. Unlogisch. Und doch funktioniert es. Es ist eben so."
- Seite 63

Dem ganzen Buch hängt auch ein Hauch Wahnsinn an, da man die Träume des
Ich-Erzählers oft nicht sofort als Träume und Gedanken ausmachen kann. So unterhält er sich plötzlich scheinbar mit einem Toten, obwohl er eigentlich doch in seinem Bett liegt.
Dieses Verwischen der Realität passt sich aber wunderbar an das Buch an, da auch Theresienstadt selbst den Jungen oft wie ein Traum erscheint... wie ein Alptraum...

"Alpträume kann man überstehen, ohne Angst, in Theresienstadt beginnen die Probleme erst, wenn man die Augen öffnet."
- Seite 104

Dieses Buch hat kein schönes Ende... dafür aber ein ehrliches... mit vielen Emotionen...

"Sie schließen die Türen von außen. Schreie sind zu hören..." 
- Seite 284 






Autor: Matteo Corradini
Preis: 8,99 €
Seitenanzahl: 288
Übersetzer: Ingrid Ickler
Verlag: cbj
Leseprobe: >> gibt es hier <<