Freitag, 16. März 2018

Das saphirblaue Zimmer

Rezension 



Autor: Karen White, Beatriz Williams, Lauren Willig
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 480
Übersetzer: Sonja Rebernik-Heidegger
Verlag: Blanvalet
Leseprobe: >> gibt es hier <<



Drei Frauen in bewegten Zeiten und ein Schicksal, das sie alle verbindet ...






Inhalt: 

Manhattan 1945: Die junge Ärztin Kate Schuyler und ihr Patient, der verletzte Soldat Cooper Ravenal, fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch wer ist die Frau auf dem Bild in Coopers Amulett, die wie Kate aussieht? Als sich die beiden langsam näher kommen, finden sie heraus, dass ihre Familien seit Generationen durch ein tragisches Schicksal verbunden sind, das vor allem das Leben der Schuyler-Frauen bestimmt und seinen Anfang im »saphirblauen Zimmer« nahm. Dieses besondere Zimmer soll sich in einem großbürgerlichen Haus an der Upper East Side befinden und könnte auch Kate und Cooper vor ungeahnte Entscheidungen stellen …

Meine Meinung: 
Dieses Buch hat mich gleich auf mehreren Ebenen fasziniert. Man kennt es ja inzwischen, dass zwei Autoren zusammen ein Buch schreiben, aber hier sind es gleich drei. Ich war sehr gespannt darauf, wie gut die drei miteinander harmonieren würden. Jeder hat ja doch so seinen eigenen Schreibstil. Die drei Frauen haben es wirklich wunderbar geschafft sich aufeinander abzustimmen.
Generell überzeugte das Buch mit einem bildhaften Schreibstil und auch die Sprache hat mich wirklich überzeugt. Denn diese passt wirklich wunderbar in die verschiedenen Zeitebenen.
Man merkt hier direkt wie sehr sich die Autoren mit den Themen und den Zeitsträngen beschäftigt haben. Man merkt das Herzblut, das in den Worten liegt.

Allerdings rate ich dazu, sich wirklich Zeit für diese Geschichte zu nehmen. All die Geheimnisse, die Stück für Stück ans Licht kommen, reizen einen schon das Buch in einem Rutsch durchlesen zu wollen. Ich kann euch auch ehrlich sagen, die Gefahr besteht eins ums andere Mal etwas verwirrt zu sein… Es sind wirklich einige Geheimnisse. :D

Die Protagonistinnen überzeugten mich durch authentische Handlungen und viele Gefühle.
Wirklich interessant sind die verschiedenen Zeitebenen:

1882: 
Olive - das Dienstmädchen der Familie Pratt - sinnt auf Rache. Doch da ist auch noch Harry…

1922: 
Lucy möchte mehr über ihre Vergangenheit erfahren, daher zieht sie in das ehemalige Haus der Familie Pratt. Doch Mister Schuyler steht ihr bei den Nachforschungen im Weg…

1945: 
Kate - eine ausgezeichnete Ärztin mit kühlem Kopf in Zeiten des Krieges – weiß nicht, was sie denken soll, als Cooper in ihr Krankenhaus eingeliefert wird. Wieso hat er eine Zeichnung bei sich, die aussieht wie sie?

Eine wirklich interessante Mischung! Sie sind alle unterschiedlich und doch teilen sie ein und dasselbe Schicksal…

Die drei Autorinnen präsentieren mit „Das saphirblaue Zimmer“ einen Liebesroman ohne kitschige Passagen und auch ohne unnötiges Bettgeflüster…
Stattdessen überzeugen hier komplexe Charaktere, eine geheimnisvolle Atmosphäre und einfühlsame Worte, die zu Herzen gehen.